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  • »LiebeIstFuerAlleDA« ist männlich

Registrierungsdatum: 6. November 2010

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101

Freitag, 22. Juli 2011, 17:03

Wo wurde denn Dalai Lama alles Live gespielt?
Hab eine Liveversion gehört die zwar qualitativ schlecht is, aber trotzdem echt geil abgeht...

Ich glaube nur in Mannheim

  • »Egooo« ist männlich

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102

Freitag, 22. Juli 2011, 17:07

Also wirds wahrscheinlich keine bessere Sound und Liveaufnahmen geben? Schade :O

Rammelstein

Ich habe immer noch nichts dazugelernt, meine Hände in Fesseln, das Hirn ein Loch in der Wand, ein Loch in der Wand...

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103

Freitag, 22. Juli 2011, 18:54

Ich kenn nur die Mannheimer Live Version.
"Ich habe Blut geleckt und wie ein Tampon konnte ich nicht genug davon kriegen." :))


BERLIN o2-World 26.11.2011 ... erstes Rammsteinkonzert war genial! :dance:

  • »Haifisch11« ist männlich

Registrierungsdatum: 18. Oktober 2009

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104

Donnerstag, 17. November 2011, 22:17

Zitat:

"Weiter weiter ins verderben, wir müssen leben bis wir sterben"
Das passt doch aufs Christentum und auf den Islam wie der Zaunpfahl ins Auge. ""Nimm zurück den Wind, bring uns unversehrt zu Erden" ist eine Anspielung auf den Buddhismus.
Wieviele Zaunpfähle müssen denn NOCH winken bis das mal einer peilt?
Das Lied handelt von RELIGION!
Das ist hier echt unglaublich mit euch Ignoranten. Da singen die Rammsteiner so geniale Lieder und keiner rafft was.
ich find ja immer wieder beeindruckend, wie manche einen text meinen perfekt interpretieren zu können und menschen mit anderen ansätzen, die einfach nur die inhaltlichen schwerpunkte anders setzen oder wahrnehmen und dadurch auf andere interpretationen kommen, runterlabern zu müssen..
kein text von rammstein kann mit nur einem ansatz vollständig erklärt werden...
da kommen bei mir 2 eindrücke rüber:
arroganz.....obwohl: wirklich nichts dahinter! :kopfkratz:

105

Montag, 28. November 2011, 01:35

irgendwie mag ich dieses lied nicht so gerne , ich weiß aber net warum
:anbet: Adios :anbet:
:anbet: :anbet: :anbet: :anbet:

Seemann85

Seebär

  • »Seemann85« ist männlich

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106

Mittwoch, 30. November 2011, 18:41

Dalai Lama ist eine moderne Bearbeitung des Erlkönigs von dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Der Titel "Dalai Lama" wurde denke ich gewählt, da der aktuelle Dalai Lama Tendzin Gyatsho eine bekannte Persönlichkeit ist, die unter Flugangst leidet. Ansonsten hat diese Person meiner Meinung nach nichts mit dem Liedinhalt zutun. Die Flugzeugkatastrophe in dem Lied findet nur im Kopf des Vaters statt (gehen so dem Schlaf ins Garn), während in Wirklichkeit alles in bester Ordnung ist (sitzen sicher sitzen warm/Sicht ist gut, der Himmel klar).

Ich hoffe mal das jeder die Ballade des Erlkönigs kennt, da dies eigentlich Pflichtlektüre in der Schule sein sollte. Falls nicht, so kann man es ja im Internet nachlesen, da ich hier jetzt nicht auch den Erlkönig durchgehen will. Ich denke der Text verhält sich ähnlich wie die des Erlkönigs, so das eine Interpretation sehr schwierig ist. Man kann also nur Spekulieren, ähnlich wie beim Erlkönig, da gewisse Informationen fehlen. Beim Erlkönig sind das zum Beispiel Dinge wie: Warum hat das Kind sofort Angst vorm Erlkönig, wo dieser zu Anfang freundlich ist (Erlkönig: Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir/Dalai Lama: Komm her, bleib hier, Wir sind gut zu dir). Es gibt viele Interpretationen des Erlkönigs. Eine bekannte Interpretation ist zum beispiel das der Vater der Erlkönig ist, der ein Pädophiler Vergewaltiger ist (Erlkönig: Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt, Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!).

So kann man bei Dalai Lama denke ich auch nur Spekulieren. Fragen die ich mir gestellt habe, waren zum Beispiel: warum war der Vater und das Kind weg von der Mutter? Waren die im Urlaub? Warum ist die Mutter dann nicht mitgekommen? Leben die Elternteile getrennt? Da kann man alles mögliche reininterpretieren. Ist mit dem Verderben wirklich nur der Flug gemeint oder eventuell auch der Weg zur Mutter? Ein Satz wie "Wir müssen Leben bis wir sterben" hört sich schon irgendwie Radikal an, so
als ob das Leben eine Bestrafung wär und nicht schön. Ist es vieleicht wie beim Erlkönig so, das der Vater der Wolkentreiber ist?, da dieser ja am Ende das Kind ja auch umbringt. Man kann also bei Dalai Lama genauso arbeiten wie beim Erlkönig und versuchen zu spekulieren, obwohl gewisse Informationen nicht gegeben sind. Das werd ich nun auch bei diesem Text tun.

Ich interpretiere den Text nun folgendermaßen: Der Arbeitstitel von Dalai Lama war Flugangst. Ich denke aber die Angst bezieht sich nicht auf das Fliegen selbst, sondern die Angst vor dem Flug zur Mutter (Weiter, weiter ins Verderben). Denn man muss bedenken, das der Vater im Text zu keinem Zeitpunkt Angst um sein eigenes Leben hat, sondern das Kind in Gefahr ist. Die Eltern scheinen Getrennt zu sein und das Kind soll nun zur Mutter gebracht werden (Bringt mir dieses Menschenkind). Der Vater will dies aber anscheind nicht (Der Mensch gehört nicht in die Luft), denn er will das Kind für sich behalten (Er will mich zu seinem Kinde/Komm her, bleib hier). Der Vater will aber der liebe Vater sein und spaltet sich so in zwei Personen: Der liebe Vater und der böse Wolkentreiber. Genauso wie eventuell beim Erlkönig: der liebe Vater und der pädophile Erlkönig.



Ein Flugzeug liegt im Abendwind
An Bord ist auch ein Mann mit Kind
Sie sitzen sicher sitzen warm
und gehen so dem Schlaf ins Garn
In drei Stunden sind sie da
zum Wiegenfeste der Mama
Die Sicht ist gut der Himmel klar


Der Vater und sein Kind fliegen also zu der Mutter an ihrem Geburtstag (Wiegenfest). Es besteht kein Anzeichen für Gefahr (Die Sicht ist gut der Himmel klar) und sind sicher im Flugzeug (Sie sitzen sicher sitzen warm). Die Redewendung "Jemandem ins Garn gehen" bedeutet auf eine List hereinfallen, also eine Falle, ein Hinterhalt. Die beiden gehen also dem Schlaf in die Falle (oder eventuell die des Vaters?), der nun zum Verhängnis des Kindes wird. Die nächsten Zeilen passieren also nicht wirklich, sondern sind das Produkt des Traumes. Eventuell spiegelt sich in diesem Traum, aber der Wunsch des Vaters wieder. Dieser will das Kind, was er wohl liebt, für immer für sich behalten, will aber gleichzeitig der liebevolle Vater sein. Also erschafft er den bösen Wolkentreiber, um sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Weiter, weiter ins Verderben
Wir müssen leben bis wir sterben
Der Mensch gehört nicht in die Luft
So der Herr im Himmel ruft
seine Söhne auf dem Wind
Bringt mir dieses Menschenkind

Die beiden nähern sich immer mehr dem Verderben. Ob damit der Weg zur Mutter gemeint ist oder das Schicksal des Kindes, lässt sich nicht sagen. Eventuell wünscht sich der Vater den Tod von beiden (Wir müssen Leben bis wir sterben), wo er mit seinem Kind vereint wär. Als verantwortungsbewusster Vater könnte er seinem Kind aber nie was antun, weswegen vieleicht von "müssen" die rede ist. Wie erwähnt will der Vater nicht zu der Mutter des Kindes (Der Mensch gehört nicht in die Luft), das sagt schließlich auch der Herr im Himmel. Mit dem Herr ist im Text aber eventuell er selbst gemeint. Also: "Der Mensch gehört nicht die in die Luft, so der Vater (Herr) in den (im) Himmel ruft". Damit wird der Wunsch des Vaters ausgedrückt, das doch ein unglück passieren mag, um nicht zur Mutter zu kommen. Die frage ist wer die Söhne sind, oder überhaupt wer ist dieser Wolkentreiber (König aller Winde) mit seinen Söhnen? Wenn damit Gott gemeint ist, so hat dieser nur einen Sohn (Jesus), die Menschen bezeichnet man als Kinder Gottes. Wo sind dann die Töchter? Wie ich ja sagte, glaube ich das der König aller Winde ein Produkt des Vaters ist, also er selbst. Hier kann man viel spekulieren, hatte der Vater eventuell mehr Kinder (Söhne), die verstorben sind? Sind das wirklich die Brüder des Kindes (Wir sind Brüder dir)? Warum sind die dann verstorben? Hat das was mit der Trennung der Mutter zutun? War eventuell die Mutter oder der Vater für den Tod verantwortlich? Ich sehe kein Hinweis im Text, so das
man nur Spekulieren kann. Jedenfalls will dieser Wolkentreiber das Kind haben (Bringt mir dieses Menschenkind).


Das Kind hat noch die Zeit verloren
Da springt ein Widerhall zu Ohren
Ein dumpfes Grollen treibt die Nacht
und der Wolkentreiber lacht
Schüttelt wach die Menschenfracht

Das Kind schläft tief und fest (Das Kind hat noch die Zeit verloren), bis die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Auch hier kann man sich fragen, wer grollt da? Ist damit wirklich das Gewitter gemeint oder grollt (Zorn) der Vater die Nacht über?

Weiter, weiter ins Verderben
Wir müssen leben bis wir sterben
Und das Kind zum Vater spricht
Hörst du denn den Donner nicht
Das ist der König aller Winde
Er will mich zu seinem Kinde


Das Kind fürchtet sich vor dem Wolkentreiber und wendet sich an den lieben Vater. Der Wolkentreiber/König aller Winde will das Kind haben (Er will mich zu seinem Kinde). Hoffe das ist verständlich, wie gesagt ist das der Traum des Vaters, der friedlich neben seinem Kind sitzt und draussen der böse Wolkentreiber lauert, der in Wirklichkeit er selbst ist bzw. die Wünsche des Vaters wiedergibt.

Aus den Wolken tropft ein Chor
Kriecht sich in das kleine Ohr
Komm her, bleib hier
Wir sind gut zu dir
Komm her, bleib hier
Wir sind Brüder dir

Der Chor werden wohl die Söhne des Wolkentreibers sein. Diese bezeichnen sich als Brüder des Kindes (Wir sind Brüder dir). Darüber habe ich ja schon vorher geschrieben. Da dieses ja die Gedanken des Vaters sind, repräsentieren diese ja in wirklichkeit die Gedanken des Vaters (Bleib hier, gut zu dir). Wie gesagt, macht der Vater vieleicht die Mutter verantwortlich für den Tod der anderen Söhne und dieser quält sich (müssen Leben bis wir sterben). Insgeheim wünscht er sich vieleicht eine wiedervereinigung der Familie (ohne die Mutter?).

Der Sturm umarmt die Flugmaschine
Der Druck fällt schnell in der Kabine
Ein dumpfes Grollen treibt die Nacht
In Panik schreit die Menschenfracht

Weiter, weiter ins Verderben
Wir müssen leben bis wir sterben
Und zum Herrgott fleht das Kind
Himmel nimm zurück den Wind
Bring uns unversehrt zu Erden

Dem Vater ist bewusst das das Kind nicht sterben will (Bring uns unversehrt zu Erden), weswegen er ja auch nicht die Verantwortung für den Tod des Kindes haben will. Um das nochmal festzuhalten, dies ist ein Traum, der nur die Sehnsucht des Vaters wiederspiegelt. Sein Ziel wird nicht sein, das Kind wirklich umzubringen (in der Realität). Denn "Wir müssen Leben, bis wir sterben" zeigt sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Kind. Er muss Leben und sich quälen zum Liebe des Kindes, bis er stirbt.

Der Vater hält das Kind jetzt fest
Hat es sehr an sich gepresst
Bemerkt nicht dessen Atemnot
Doch die Angst kennt kein Erbarmen
So der Vater mit den Armen
Drückt die Seele aus dem Kind
Diese setzt sich auf den Wind und singt:

Ich denke nun ist der Text in der Realität wieder angekommen, wo die beiden aber schlafen. Der Vater ist im inneren Konflikt und drückt das Kind fest an sich. Jedoch eigentlich nicht mit der Absicht es zu töten, denn dem Vater ist die Bitte des Kindes bewusst (Bring uns unversehrt zu Erden). Aber wie gesagt ist der Vater im inneren Konflikt und drückt das Kind an sich, da er dieses Kind für sich behalten will. Er drückt aber so fest, das das Kind erstickt. Er hat sein Kind also im Schlaf (dem Schlaf ins Garn gegangen) umgebracht, wo er mit Angst und Zorn konfrontiert wurde und so unbeabsichtigt das Kind in der Realität tötete.
Mein Teil der Interpretation #mce_temp_url# (Version 4.0)
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Zahnstein

Klobürste der Nation

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107

Mittwoch, 30. November 2011, 18:47

...Der Titel "Dalai Lama" wurde denke ich gewählt, da der aktuelle Dalai Lama Tendzin Gyatsho eine bekannte Persönlichkeit ist, die unter Flugangst leidet....

Auch wurde der Song so genannt, da der Sound, den Flake im Refrain benutzt ,, Dalai Lama'' heißt, bei der Aufnahme der einzigen Live-Performance des Liedes bei der Reise-Reise Tour, kann man Flake zu Beginn des Songs mit dem Sound rumspielen hören.
Irrtümer haben ihren Wert;
Jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika


Seemann85

Seebär

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108

Mittwoch, 30. November 2011, 18:49

Auch wurde der Song so genannt, da der Sound, den Flake im Refrain benutzt ,, Dalai Lama'' heißt, bei der Aufnahme der einzigen Live-Performance des Liedes bei der Reise-Reise Tour, kann man Flake zu Beginn des Songs mit dem Sound rumspielen hören.
Ach schau mal an, das wusste ich gar nicht. Wieder was dazu gelernt. Vielen dank für die Information.
Mein Teil der Interpretation #mce_temp_url# (Version 4.0)
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linda_istfüralleda

Die Meisterin // "Wien, ihr seids echt Leiwand" ~ Till

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109

Mittwoch, 30. November 2011, 18:58

Seemann85 - wir machen gerade in der schule textinterpretationen und ich wollte dafür einige rammstein texte wählen, daher wollt ich fragen ob ich einen teil deiner interpretationen verwenden darf :D


© Linda @Ljubljana 30-04-2013



Seemann85

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  • »Seemann85« ist männlich

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110

Mittwoch, 30. November 2011, 19:18

Seemann85 - wir machen gerade in der schule textinterpretationen und ich wollte dafür einige rammstein texte wählen, daher wollt ich fragen ob ich einen teil deiner interpretationen verwenden darf :D
Klar darfst du! Aber wär bestimmt auch interessant, wenn du deine eigenen gedanken, gefühle und interpretationen zu den Texten machen würdest. Aber das musst du wissen, jedenfalls kannst die gerne benutzen, wenn dir das weiterhilft. Aber ein kleiner Tipp dann: Du solltest versuchen das auch erklären zu können. Habe leider keine Belege bei meinen Interpretationen hinzugetan. Aber falls dein Lehrer fragen sollte, musst du halt sagen das du das so im Internet gelesen hast (Also Symbolik oder bedeutungen zb. von Farben). Falls du für etwas bestimmtes ein beleg braust, kann ich ja gucken ob die die Quelle nochmal finde. Weiß ja nicht genau, was euer Lehrer da genau verlangt.

Falls du zu etwas bestimmten noch hilfe braust, kannst dich gerne an mich wenden.
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