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Registrierungsdatum: 24. November 2008

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76

Montag, 24. November 2008, 21:26

Ich hätte mal eine etwas abwegigere Interpretation, die ich bei irgendeinem Ami gelesen habe und ganz nett finde. Zeigt wie schön mehrdeutig bei Rammstein doch alles immer ist und wie viel man in jedem Text erkennen kann. (auch wenns so vielleicht nicht gedacht gewesen ist)

Till ist ja in Leipzig also der DDR geboren. Theoretisch könnte man das auch in diesem Kontext betrachten:

Stein um Stein- Mauerbau
ich baue dir ein Haus - Offiziell war der große Plan ja kein Gefängnis, sondern das sozialistische Paradies, das nur das beste für die Geimeinschaft will

und du sollst Teil des Ganzen sein - sozialistischer Grundgedanke

ich werde immer bei dir sein, ohne Kleider, ohne Schuh siehst du mir bei der Arbeit zu - Überwachungsstaat

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »newman« (24. November 2008, 21:26)


  • »Doom.Schneider« ist weiblich

Registrierungsdatum: 2. November 2005

Wohnort: Berlin

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77

Dienstag, 25. November 2008, 22:16

hmm...eigentlich keine schlechte idee aba so...politisch... :kopfkratz:

Registrierungsdatum: 24. November 2008

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78

Dienstag, 9. Dezember 2008, 12:04

Zitat

Original von Doom.Schneider
hmm...eigentlich keine schlechte idee aba so...politisch... :kopfkratz:


Mit Amerika und Benzin haben sie auch schon andere politische Songs gemacht.
Im Prinzip wärs ja auch nicht so richtig politisch, sondern eher psychologisch die Situation in der DDR.

Aber wie gesagt, das ist eine nicht ganz nahe liegende Interpretation. Bin auch noch nicht mal selbst drauf gekommen :D

Irisblaues Diesel

www.rammwiki.net

  • »Irisblaues Diesel« ist männlich

Registrierungsdatum: 1. Januar 2007

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79

Dienstag, 9. Dezember 2008, 13:29

Was ist denn an "Benzin" politisch?

Paulchen

- Ich bin halt so . . . Eine kleine verzogene Drama Queen -

  • »Paulchen« ist weiblich

Registrierungsdatum: 2. Januar 2006

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80

Dienstag, 5. Januar 2010, 22:52

Stein um Stein konnte ich am Anfang garnicht hören,
aber nach und nach mauserte es sich zu einem
meine Lieblingslieder. Besonders als ich es öfters auf
Völkerball gesehen und gehört hatte.

"Der einzige Unterschied zwischen einem Verrückten und mir ist der, dass ich nicht verrückt bin . . ."


Zahnstein

Klobürste der Nation

  • »Zahnstein« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Oktober 2007

Wohnort: Tief im Westerwald

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81

Montag, 15. November 2010, 15:17

Mit diesem Song bin ich damals zum Fan geworden und werde es auch immer bleiben :] Jede ''nicht-Rammstein-hören-Phase'' ist sofort zu Ende, sobald mir Stein um Stein wieder in den Sinn kommt :sabber:
Irrtümer haben ihren Wert;
Jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika


MehrR

Ohne mich kann ich nicht sein

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82

Montag, 15. November 2010, 15:19

ne zeit lang hab ich den Song gemieden ... mittlerweile ist der aber ziemlich cool
„Die Zeit ist nicht, es ist allein die Ewigkeit.
Die Ewigkeit allein ist ewig in der Zeit“



Seemann85

Seebär

  • »Seemann85« ist männlich

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Wohnort: Bielefeld

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83

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 16:46

Stein um Stein beschreibt meiner Meinung nach den einseitigen Wunsch einer Bindung (oder Ehe) mit einer anderen Person. Das lyrische Ich im Text, will die andere Person gegen ihren Willen für immer an sich binden und schafft so mit ein Heim, wo keiner mehr raus noch rein kann. Ehe beinhaltet das Wort "Ewigkeit" vom althochdeutschen Wort "ewa". Wenn man den Gerüchten im Internet glauben kann, soll Till Lindemann nach einem Heiratsantrag von einer Freundin diesen Text geschrieben haben. Allerdings konnte ich dafür leider keine seriöse Quelle finden. Wie dem auch sei, den ganzen Text sollte man als reine Metapher sehen. Also eine Bildliche Darstellung des Gefühls immer an jemandem beziehungsmäßig gebunden zu sein, wo es kein Entkommen mehr gibt. Die Ehe zum Beispiel endet normalerweise erst mit dem Tod des Ehepartners.

Ich habe Pläne große Pläne
Ich baue dir ein Haus
Jeder Stein ist eine Träne
Und du ziehst nie wieder aus
Ja ich baue ein Häuschen dir
Hat keine Fenster keine Tür
Innen wird es dunkel sein
Dringt überhaupt kein Licht hinein


Das lyriche Ich hat Pläne für die Zukunft (Ich habe Pläne große Pläne), die wohl nicht mit der Zukunftsvorstellung der anderen Person übereinstimmen. Das lyrische Ich will für immer mit dieser Person zusammen sein und baut somit ein Haus, das für beide in Zukunft das gemeinsame Heim auf Ewigkeit sein soll. Dennoch scheint der Bindungswunsch einseitig zu sein, da die andere Person schreit, wie man später erfährt. Somit ist symbolisch gesehen jeder Stein eine Träne. Also jeder "Tränenstein" den das lyrische Ich für den Bau verwendet, symbolisiert den psychischen Schmerz von beiden Beteiligten. Für das lyrische Ich die Ablehung der anderen Person und für diese Wiederum das Klammern bzw. nicht loslassen wollen des lyrischen Ichs. Denn das lyrische Ich teilt der anderen Person mit, das es dafür sorgen wird, das seine geliebte Person nie wieder von ihm weggeht (Und du ziehst nie wieder aus). Dieses erreicht das lyrische Ich indem es der anderen Person keine Chance gibt zur Flucht (Hat keine Fenster keine Tür). Das Heim wird ein Ort der Dunkelheit sein (kein Fenster, Kein Licht, innen wird es Dunkel sein). Diese Dunkelheit beschreibt eigentlich denke ich die Beziehung der Zwei. Den Dunkelheit ist ein Symbol des Zweifels, der Ungewissheit, der Ungenauigkeit etc., weils halt so Dunkel ist. Die Beziehung der Beiden ist also zweifelhaft, ungewiss, ungenau etc.,da sie schließlich einseitig ist und das kann ja nicht gut gehen.


Ja ich schaffe dir ein Heim
Und du sollst Teil des Ganzen sein

Die andere Person (denke mir das diese Weiblich ist, wird aber im Text halt nicht erwähnt) soll ein Teil des Ganzen sein, was sich das lyrische Ich in Zukunft aufbauen will (das symbolische Heim/die gemeinsame Zukunft). Diese andere Person soll (du sollst) also ein Teil seiner Zukunft sein.

Stein um Stein mauer ich dich ein
Stein um Stein
Ich werde immer bei dir sein

Mit jedem Stein (Stein um Stein) mauert er die andere Person immer mehr ein, wird also immer mehr Teil des "Ganzen", der gemeinsamen Zukunft. Das auch das lyrische Ich selbst ein Teil des Ganzen bzw. des Heims ist, kann man am nächsten Satz sehen, da das lyrische Ich immer bei der anderen Person sein wird (Ich werde immer bei dir sein). Denn wenn das lyrische Ich bei der anderen Person sein will, muss es auch da sein, wo die andere Person sich aufhält.

Ohne Kleider ohne Schuh
Siehst du mir bei der Arbeit zu
Mit den Füßen im Zement
Verschönerst du das Fundament
Draußen wird ein Garten sein
Und niemand hört dich schreien

Hier wird auf extremster Weise beschrieben, wie das lyrische Ich mit aller Gewalt die andere Person versucht an sich zu binden. Die andere Person hat keine Wahl, da diese mit den Füßen im Zement feststeckt (Mit den Füßen im Zement). Interessant ist der Garten draußen vorm Heim (Draußen wird ein Garten sein), denn dieser wird für die andere Person ja wenig von nutzen sein, da diese eben in diesem festernlosen Heim festsitzt. Da auch das lyrische Ich immer bei dieser Person sein wird (Ich werde immer bei dir sein), wird auch dieser Garten für ihn keine Bedeutung haben. Somit dient dieser Garten nur als Optik für die Welt abseits der Beiden. Dieser grüne Garten präsentiert also den Leuten ausserhalb (Draußen) eine Scheinwelt das alles in Ordnung ist, während im Heim der Beiden die absolute Dunkelheit herrscht.

Welch ein Klopfen welch ein Hämmern
Draußen fängt es an zu dämmern
Alle Nägel stehen stramm
Wenn ich sie in dein Leibholz Ramm – Stein

Das ganze Lied über erzählt das lyrische der anderen Person was es vor hat, während es dabei das Haus/Heim baut. Es scheint so, als wäre das Heim am Ende dieses Liedes fast fertig und das lyrische Ich befindet sich mit der anderen Person in diesem dunklen Heim (Draußen fängt es an zu dämmern). Ich persönlich verstehe diesen letzten Textabschnitt doppeldeutig. Einerseits kann es wirklich einfach nur draußen anfangen zu dämmern (dunkel werden), womit dann beschrieben wird, dass das lyrische Ich zum Abend hin fertig geworden ist mit seiner Arbeit (Welch ein Klopfen welch ein Hämmern). Andererseits kann man wie bereits erwähnt, das Draußen für die Aussenwelt interpretieren, also dritte Personen. Diese Aussenwelt dämmert allmählich (ahnen, bewusst werden) das dort etwas nicht stimmt (dunkle Heim). Von daher klopfen und Hämmern diese an diesem Heim der Beiden (Welch ein Klopfen welch ein Hämmern) und da diese seine geliebte Person wieder wegnehmen würden, rammt er ihr die Nägel in den Leib. Also die Arbeit von dem lyrischen Ich ist erst getan, wenn auch die andere Person wirklich ein Teil des Heimes (Leibholz) ist (da die anderen sie ja wegnehmen wollen) und somit Nagelt das lyriche Ich diese Person an seinem Heim fest. Die Nägel vom Heim sind schon fest (stramm), aber alle stehen erst stramm, wenn diese auch im Leib der anderen Person stecken (für immer binden).

Denke ist klar, aber trotzdem erwähnenswert: Nach dem "Ramm" kommt eine lange Pause und dann das "Stein", womit es kombiniert "Rammstein" ergibt.
Mein Teil der Interpretation #mce_temp_url# (Version 4.0)
-(PDF Datei/Grösse: 35 MB/85 Seiten)- -Neue Version 4.0 nun mit Reise, Reise

  • »+Rosenrot+« ist männlich

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84

Samstag, 19. Juli 2014, 22:29

Auf der Völkerball DVD einer der stärksten Lieder finde ich!
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Herr Wahnsinn

über dem Tiefgeschoss DuMusstNichtsVerstehen

Registrierungsdatum: 15. September 2009

Wohnort: Irgendwo_im_Nirgendwo

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85

Samstag, 19. Juli 2014, 22:47

Jooo, vor allem der Anfang hat es echt in sich :hammer:
danach kommt aber auch gleich Reise Reise & Ohne Dich...

Oliver Riedel____________Christoph Schneider____________Christian Lorenz


Rammstein


Paul Landers_______________Till Lindemann_____________Richard Kruspe