• Da ich nicht einen eigenen Thread für "Günther Jauch" eröffnen wollte, mach ich mal einen allgemeinen Thread auf. Erstmal allgemein gefragt: Was haltet ihr von Talkshows wie:


    • Günther Jauch
    • Menschen bei Maischberger
    • Maybrit Illner
    • Kerner (am 15.12.2011 eingestellt)
    • Markus Lanz
    • Hart aber fair
    • Roche & Böhmermann
    • [...]


    Ich hab bestimmt noch welche vergessen..


    Ich bevorzuge von allen eindeutig "Roche & Böhmermann", weil sie ganz anders ist als der ganze Rest. Charlotte Roche und Jan Böhmermann besinnen sich auf die 70er Jahre und überzeugen mich mit ihrem alternativen Talk-Format auf ZDFkultur. Bis jetzt gibt es 8 Folgen mit vielen Gästen, die zwar auch politische Standpunkte vertreten, aber deren Großteil nicht der aktuellen, aktiven Politik zuzuordnen ist (viele Musiker, Models, Schauspieler etc.) und es mir dadurch erleichtern, über politische Themen nachzudenken und v.a. auch andere Themengebiete besprechen.


    Wie sehr mir dieses Format gefällt, fiel mir mal wieder auf, als ich gestern "Günther Jauch" sah. Es ging um das ALDI-Prinzip, ein Thema, das mich an sich auch sehr interessiert. Dass Günter Wallraff zu Gast war, gefiel mir außerordentlich. Aber das Format der Sendung verweigerte es mir, eine differenziertere Meinung zum Thema zu bekommen. 6 Gäste sind für eine tiefsinnige Sendung einfach zu viele (diesen Anspruch hat "Roche & Böhmermann" gar nicht erst)..


    Was meint ihr? Zu viele Sendungen? Zu wenige? Zu uninteressant?

  • schaue ich gar nicht, bei den politischen Gesprächsrunden fallen sich nur alle immer ständig ins Wort, der Moderator bricht gute Monologe immer mitten drin ab und vorallem versuchen die meisten Moderatoren ständig auf witzig zu machen (am schlimmsten ist da Plasberg). das alles geht einem so tierisch auf den Nerv, ich habe nie das Gefühl das etwas Sinnvolles dabei rumkommt.
    desweiteren gehen mir die Idioten auf den Keks, die Zuschauermeinungen vorlesen sollen und keine drei Worte stammelfrei wiedergeben können.


    von deinen genannten Moderatoren kann ich auch niemanden leiden, das sind alle so selbstgefällige möchtegern investigative Journalisten. der Einzige, der halbwegs nett rüber kommt, aber eine Sendung zum Einschlafen macht, ist Markus Lanz. diese übermäßige Emotionalität aus den Lebensgeschichten iwelcher C-Promis kann man sich getrost sparen, wir haben alle iwo ein schweres Leben. zumal das iwie das Gleiche wie Riverboot ist, sprich es ähnelt sich auch alles zu sehr und man hat das Gefühl die Gäste werden immer nur rumgereicht. liegt wohl aber vllt auch daran, dass es nur 5-10 Leute gibt, die sich bei sowas gern sehen (Gysi ist so ein Typ).
    die Hälfte dieser Sendungen würde es auch tun, wenn man das überhaupt braucht.

    Fürchte dich, wenn du dich traust.

  • nein, ungebildet wie ich bin schaue ich kein ZDFkultur^^
    zumal ich Charlotte Roche seit ihren Ferkelbüchern sowieso nicht ab kann, sie war damals für mich den Inbegriff für den Niedergang der Literatur.
    wobei ich Jan Böhmermann durch Harald Schmidt kenne und den ganz gut finde in seiner Art.
    insofern kann ich es nicht einschätzen, wie gut oder schlecht das ist.
    wenn du mir eine Sendungszeit nennst, schaue ich mal rein oder ich suchs mal in der Mediathek insofern das da zu finden ist.

    Fürchte dich, wenn du dich traust.

    Einmal editiert, zuletzt von Diaboula ()

  • Ah, okay. HIER kannst du es in der Mediathek gucken, alle Folgen. Ich finde diese Talkshow ist wirklich anders. Erfrischend anders. Und deshalb besser.


    Ihre Bücher sind ein anderes Thema, denke ich.. Finde bei ihr sollte man TV und Bücher trennen, beides hat nicht viel miteinander zu tun. Jan Böhmermann hat mich am meistern überrascht, ich dachte das wäre irgend ein dahergelaufener Langweiler (ich kannte ihn vorher nicht). Er bringt immer wieder neue Askepte in die Gespräche, das gefällt mir.

  • ich habe zu erst das Best of angeklickt => Riesenfehler, das war mir echt zu lahm


    danach habe ich mal in die Sendung mit den Ärzten reingesehen.
    also von der Sache ist es anders, aber die Kulisse finde ich extrem erdrückend und dann sind da halt auch so Promis, die mich Null interessieren
    ich will nicht absprechen, dass sich das Format an junge Menschen richtet und versucht locker zu sein, die Moderationen sollen halbwegs improvisiert wirken um eine Eigendynamik reinzubringen.
    mich wirds aber nicht vom Hocker hauen, ich fands eher ein wenig verkrampft, pseudo-modern und zu düster. wenn die Sendung abends im TV läuft, würde ich nicht wachbleiben können dabei.
    liegt vllt aber auch nur an mir, ich bin ja eher der Spießertyp und kann mit alternativen Zeug sowieso nichts anfangen.

    Fürchte dich, wenn du dich traust.

  • Ja, mit dem Best-Of sollte man nicht anfangen, das ist wohl wahr.. Zu den Promis kann ich nur sagen: Ich dachte bei vielen erst entweder "Hä, wer ist das denn?" oder "Hm, hab ich nicht so Lust auf den", aber dank der Einspieler (die für mich meist Highlight der Sendung sind) konnte ich mich doch mit vielen "Promis" und deren Geschichten anfreunden.. Irgendwie denke ich einfach jedes Mal, wenn ich die Sendung gucke "Ah, zum Glück ist sie nicht so wie alle anderen Talkshows"..