Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?

  • Soweit ich das gesehen hatte, handelt es sich hier eher um populärwissenschaftliche Literatur als um Fiktion.

    Ich wollte mich aber auch nicht groß spoilern lassen 8)

    Das ist keinesfalls Fiktion!

    Sorry für Spoilern, aber das bisschen, was ich schrieb steht ja im Vorwort oder Klappentext schon so ähnlich. Die spannenden Teile sind nicht verraten! :)

  • Noch heute messen die GPS-Empfänger in euren Handys oder Navis die Lauf-ZEIT-distanz zu verschiedenen GPS-Satelliten.

    Trilateration ist mir geläufig; das mit den Längengraden hatte ich schlicht verdrängt.


    Wenn's keine Fiktion ist, könnte man ja eine draus machen; das wäre doch sicher gut geeignet. Sowas habe ich schonmal bei Edison vs. Westinghouse erlebt; war spannend gemacht.

    Na... dann erwarten wir mal @Erfurter's Urteil.

    "Seid doch gut... wenn ihr könnt" (Don Fili)

  • Na... dann erwarten wir mal @Erfurter's Urteil.

    Ob man darauf so viel geben kann? ^^

    Taenzerin s Einschätzung "spannend" reicht mir persönlich jedenfalls aus :)

    Der obligatorische Schw***vergleich

    1996 Hildesheim Ilmenau Freiberg 1997 Erfurt 1998 Hildesheim 2005 Erfurt 2009 Leipzig

    2010 Erfurt 2016 Breslau 2019 Berlin Prag 2022 Leipzig Turin 2023 München 2024 Dresden

    Lindemann: 2020 Leipzig 2023 Leipzig 2025 Erfurt Leipzig

  • Fragezeichen

    So, nun kann ich meinen Senf zu dem Buch geben 8)

    Das erste Drittel (Beschreibung des Problems) fand ich ganz interessant, hab es aber nicht so verschlungen wie den Rest. Als es dann aber mit der eigentlichen Lösung (so ungefähr ab Seite 80) losging, fand ich es richtig spannend und super zu lesen. Da muss ich Taenzerin beipflichten und mich bedanken. Tolles Buch! (9/10)

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  • Fragezeichen

    So, nun kann ich meinen Senf zu dem Buch geben 8)

    Das erste Drittel (Beschreibung des Problems) fand ich ganz interessant, hab es aber nicht so verschlungen wie den Rest. Als es dann aber mit der eigentlichen Lösung (so ungefähr ab Seite 80) losging, fand ich es richtig spannend und super zu lesen. Da muss ich Taenzerin beipflichten und mich bedanken. Tolles Buch! (9/10)

    Gern geschehen! Freut mich, wenn es gut angekommen ist.

    Und was jemand "spannend" ist ja sehr individuell bzw. Geschmachssache. Ich bin schon bei Filmen eingeschlafen, die andere Leute super spannend fanden.

  • Herr der Fliegen


    Ich glaube ich habe noch nie so lange für ein Buch gebraucht (knapp 2 Monate). Wenn es nicht so ein bekannter Klassiker gewesen wäre, hätte ich es vermutlich frühzeitig beiseite gelegt.

    Ich musste schon richtig Langeweile haben, um mich zum Weiterlesen aufzurappeln, nur um das Buch dann doch nach 10-15 Seiten wieder zu zu klappen. Nun ja, jetzt hab ichs endlich geschafft :)


    3/10

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  • Wohn-Haft

    10/10 (!)

    Tolles Buch, interessanter und zugleich bestürzender Inhalt, sehr leicht und flüssig zu lesen (trotz gelegentlicher Rechtschreibfehler :hammer: )


    Gott, bin ich glücklich, kein Erwachsener in der DDR gewesen zu sein, der sich entscheiden musste, ob er "zum Wohle des Volkes" das Leben seiner Freunde und Bekannten ruinieren möchte oder doch lieber sein eigenes.

    Dieses Buch kann ich absolut und uneingeschränkt weiterempfehlen.

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  • Truman Capote - Erhörte Gebete

    Keine Wertung, da ich es nicht zu Ende gelesen haben. Es ist zwar sehr witzig geschrieben. Allerdings interessiert mich nicht wirklich, wer wann mit wem in die Kiste gestiegen ist und was genau sie dort veranstaltet haben.



    Philip Roth - Empörung (8,5/10)

    Erinnert mich wenig an "Der Fänger im Roggen", liest sich jedoch viel schöner, wie ich finde.

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  • Eigentlich lese ich derzeit Heinrich Manns "Untertan". Aber vor einigen Wochen saß ich mit einem Abiturienten am Tisch, der sich beschwert hat, dass er für die Prüfung in Deutsch Jenny Erpenbecks "Heimsuchung" lesen musste. Es kämen darin zwei Vergewaltigungen vor, das wäre nicht auszuhalten gewesen.

    Nun hatte mich dieses Lamentieren angefixt, selbst herauszufinden, was das Problem ist. (Ich meine, als Frau kannst du immer Gefahr laufen, vergewaltigt zu werden und unsere stattlichen jungen Männer von heute, können es nicht ertragen, wenn in einem Roman nur eine Vergewaltigung beschrieben wird.)


    Von mir bekommt das Buch 8,5 von 10.


    Der Stil ist besonders gehalten, vieles wird wiederholt. Das verdichtet und ist literarisch wertvoll, hat aber dazu geführt, dass ich anfing, über Zeilen hinwegzufliegen, um nicht unnötig Zeit zu verschwenden.

    Die Vergwaltigungen... die eine ist eine Logikverkehrung, die ich sogar sehr gelungen fand und insgesamt auf eine Einvernehmlichkeit hinausläuft.

    Die andere eine Erwähnung, ohne körperliche Details.


    Ich finde es auch äußerst bedauerlich, dass am Ende dieses Werks, das ganz viele Handlungsstränge hat und gekonnt deutsche Geschichte miteinander in Verbindung bringt, beim Schüler nur diese zwei Begebenheiten hängengeblieben sind. Da wäre es sicher auch am Lehrer gewesen, besser zu vermitteln, zu erklären, dass in Literatur eine Bedeutung dahintersteht und nicht allein aus Lust am Schmuddelsex irgendetwas beschrieben wird.


    Von meiner Seite gibt es Punktabzug, weil nur episodenhaft das Leben von verschiedenen Bewohnern eines Hauses beschrieben wird. Die Erzählung erfolgt, wenn man so will, nur aus Perspektive des Hauses. Heißt: solange die Menschen dort wohnen, werden sie dem Leser nähergebracht, aber verlassen sie den Ort (wegen Krieg, Flucht, Vertreibung) verliert sich ihre Spur. Das ist etwas unbefriedigend. Und auf Dauer auch zu viel durcheinander.


    Trink das Schwarz in tiefen Zügen :kaffee:

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  • Uli Lust: "Die Frau als Mensch"

    Deutscher Sachbuch-Preis für diesen Sachbuch-Comic über das Leben in der Steinzeit.


    Uli Lust ist an der Hochschule Hannover Professorin für Comic / grafisches Erzählen.


    Interessante Erkenntnis aus dieser grauen Vorzeit: die Spezies homo sapiens war evolutionär erfolgreich, weil ihre Individuen sozial agieren und kooperieren konnten, z.B. bei der gemeinsamen Jagd. Kein Mensch hätte damals in der Steinzeit allein überleben können, ohne seine Gruppe.


    Das sollten wir uns heute auch häufiger zu Herzen nehmen: als Team sind wir erfolgreicher als gegeneinander.

  • Der Schlüssel zum Erfolg ist Homogenität. ;)

    Lustige Missinterpretation!


    Ein gutes Team wirkt gerade durch die verschiedenen Fähigkeiten seiner Mitglieder, die optimal eingesetzt werden - was das Gegenteil von Homogenität ist.
    Du bildest ja auch keine Fußballmannschaft nur aus guten Torwarten, oder?

  • Lustige Missinterpretation!


    Ein gutes Team wirkt gerade durch die verschiedenen Fähigkeiten seiner Mitglieder, die optimal eingesetzt werden - was das Gegenteil von Homogenität ist.
    Du bildest ja auch keine Fußballmannschaft nur aus guten Torwarten, oder?

    Nein, du missinterpretierst die Aussage. Ich bin auch sicher, dass du das bewusst getan hast. Denn sonst hätten wir hier eine viel größere Diskussion zu führen. Aber meinetwegen gebe ich dir noch einen Tipp: der Sozialismus weiß es auch.


    Btw ist er die Erforschung der Steinzeit auch nur eine Deutung und nicht wirklich faktisch.


    Trink das Schwarz in tiefen Zügen :kaffee:

  • Nein, du missinterpretierst die Aussage. Ich bin auch sicher, dass du das bewusst getan hast. Denn sonst hätten wir hier eine viel größere Diskussion zu führen. Aber meinetwegen gebe ich dir noch einen Tipp: der Sozialismus weiß es auch.


    Btw ist er die Erforschung der Steinzeit auch nur eine Deutung und nicht wirklich faktisch.

    Ähm...

    ...die Erkenntnisse über Teamfähigkeit und Kooperation sind aber schon durch moderne Forschung (Hirnforschung, Psychologie...) belegt.
    Aber is' ja eigentlich egal, wenn es dir nicht in den Kram passt, wird es schon falsch sein.

  • Aber is' ja eigentlich egal, wenn es dir nicht in den Kram passt, wird es schon falsch sein.

    Zeig mal die Stelle, an der ich geschrieben habe, es wäre falsch!

    Du unterstellst hier einfach etwas, weil es dich gestört hat, dass dein kitschiger Kalenderspruch mit Einwänden belegt wurde.


    Eine Gesellschaft ohne gleiche Ziele aka Lebensvorstellungen hat weniger Gründe zusammenzuhalten. Entweder sind wir also so individuell, wie immer gern hervorgehoben wird oder wir sind gleichförmig unterwegs und entwickeln eine Praxis, in der jeder eine zugedachte Rolle erfüllt.


    Trink das Schwarz in tiefen Zügen :kaffee:

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  • Nina Kolleck


    Der Kampf in den Köpfen - Wie Tikok, Instagram und Co unsere Kinder manipulieren


    Teilweise spannend einmal belegt zu sehen, was man selbst beobachten kann und dafür auch Erklärungen geliefert zu bekommen. Insgesamt ist aber auch die Autorin in einer Filterblase gefangen. Belege zu Radikalisierung sucht sie ständig im Rechtsextremismus oder im Misogynen. Dabei verrennt sie sich sogar, um ihre Thesen zu belegen. So fängt bei ihr schon die Manipulation bei Kinderserien an. Mama Wutz sei zu organisiert (ja, genau, Rollenklischee, lol) und bei Paw Patrol gäbe ein Junge namens Ryder immer die Anweisungen, ohne dass die Hunde die Möglichkeit bekämen, zu diskutieren.

    Mal zur Erklärung: Ryder trainiert seine Hunde, von denen jeder spezialisiert ist. Einer ist Feuerwehrhund, ein anderer Polizist, der nächste Bauarbeiter, etc. Die Paw Patrol wird dann gerufen, wenn schon jemand in Gefahr ist. Ryder teilt in so einer Situation seine Hunde zum Einsatz ein. Brennt es, schickt er den Feuerwehrhund, damit dieser löscht und den Polizeihund zum Sperren der Straße.

    Das ist ein ganz normaler Arbeitsvorgang, nur so kann rechtzeitig ein Opfer gerettet werden. Für Kolleck ist das aber der Beweis für die Verfestigung von Rollenbildern und Vertiefung von Autorität in den Köpfen der Kinder. Zudem erkennt sie einen Mangel im Konfliktlösungsverhalten.

    Btw spielt Ryder privat mit den Hunden, macht er durchaus Abfragen, ob jemand ein Eis wolle oder schwimmen gehen möchte. Dann stimmen zwar immer alle nur zu (es sind ja Hunde), aber sie könnten sich entsprechend äußern.


    Ja, das Beispiel mag klein und unbedeutend wirken, aber wir haben mit Sociamedia schon ein paar Probleme, sie künstlich noch dramatischer zu malen, finde ich nicht nötig.


    Ebenso kann man sich darüber streiten, ob der Vorwurf, Humor und Ironie seien nur Verpackungen für Feindlichkeit und verschöben "die Grenze des Sagbaren" (auch so ein seltsames Konstrukt, dass andauernd so verwendet wird, aber was bedeutet diese Idiom denn eigentlich wirklich?!), statthaft ist. Es klingt nämlich so, als stände Humor unter Generalverdacht bei ihr.


    5/10


    Trink das Schwarz in tiefen Zügen :kaffee:

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