Beiträge von Diaboula

    Ich würde ein wenig davon ausgehen, dass Rammstein kein Album veröffentlichen, solange der örtliche Handel geschlossen ist. Einerseits, dass nicht irgendwo ein Verkauf weniger stattfindet. Anderseits vllt aus dem Aspekt heraus, kleinere Musikläden zu unterstützen. Allerdings sollte das im Mai ja hoffentlich wieder der Fall sein. Aber ein Sommeralbum wäre doch auch mal was.

    Dir ist aber schon klar, dass der Artikel aussagt, es gäbe keine Anhaltuntspunkte für eine Frau, an denen sie sich orientieren kann, wann ein Mann womöglich gefährlich ist, sondern dass Männer generell Gewalttäter sind? Er ist kein Monster, er ist (eben) ein Mann. Was soll man da schon erwarten?

    Ich würde keine Liedtexte heranzitieren, um daraus zu schließen, ob er zu Übergriffen bereit ist. Aber Manson ist ja nun mal als Ganzes eine Kunstfigur, das könnte schon daraufhin deuten, er lebt sein Kunst etwas mehr als andere.

    Oder bleiben wir am Beispiel Kinski, das war auch nicht nur Kunst. Aber alle Welt wollte das glauben. Hätte man bei dem Frauen "empfohlen", mal zu schauen, ob er noch eine private Seite hat, die ganz anders ist, als er sonst vorgibt?

    Frauen, die solche Artikel schreiben, tragen auch nicht gerade zu einer besseren Welt bei, wie ich finde.

    Von Berühmtwerden war doch noch gar nicht die Rede. Es ging doch eher darum, dass es eben DER Till, DER Bill oder DER Marilyn ist, dem man mal einen geblasen hat und nicht dem vllt netteren Nachbarsjungen, der erbbedingt Haarausfall hat und daher auch optisch nicht so überzeugt.

    Viele (! nicht alle) lechzen danach, etwas Besonderes im Leben zu tun und wenn es dann eben Manson ist, der dir sagt, noch nie so eine wie dich kennengelernt zu haben, wirkt das sicher extra. Daher ist es eig egal, ob man von Backstagepartys redet oder Beziehungen, die nicht öffentlich werden.


    Um das noch mal klarzustellen, es geht nicht darum, das, was Manson womöglich getan hat, schönzureden, sondern darum, ob Frauen nicht auch in der Verantwortung stehen, sich hin und wieder zu fragen, warum sie mit jemanden zusammen sind. Ist es, weil er so attraktiv ist? Weil er reich oder berühmt ist? Oder weil er das Gefühl vermittelt für mich da zu sein?

    Eine Beziehung, die von extremen Tiefen wie Gewaltandrohung zu überschwenglicher Glückseligkeit, die bis in Verlobung mündet, lebt, sollte öfter auf dem Prüfstand stehen. Für diese Opfer mag das zu spät kommen, aber generell ist das eine Empfehlung für jeden, damit er eben keine PTBS entwickelt.

    Denn, wie auch diese Pandemie zeigt, darauf zu hoffen, der andere wäre aufmerksam genug Abstand zu halten, ist vergebene Liebesmüh. Wenn du geschützt sein willst, achtest du besser selbst auf dich. Ja, #metoo soll den Männern zeigen, dass ihr Verhalten unangebracht ist. Bis jedoch auch der Letzte, wenn überhaupt, das je gerafft hat, sollte man lieber auf sich achtgeben.

    Lässt sich leichter sagen als es ist, trotzdem ist auch ein Stück Charakter, den man sich eben erarbeiten muss und das kann eig nur so erfolgen, indem man es benennt. Tatsächlich kenne ich Frauen, die zwar keine toxische Beziehung haben, soweit ich das sehe, aber von ihren Männern auch mit so einer "Lass mal gut sein, Mäuschen, davon verstehst du jetzt nichts"-Attitüde behandelt werden. Denen würde ich auch gerne helfen und sagen, dass es so nicht sein muss und wohl auch nicht sollte.

    Ähnlich verhält es nicht doch mit dem Mut darüber zu sprechen. Zu lernen, dass man sich meldet, wenn man falsch behandelt wurde, versucht man jetzt zu vermitteln. Doch die Scham entseht ja teilweise durch das Gefühl, selbst nicht richtig gehandelt zu haben, gerade da wäre es gut, wenn man sagen kann: Mein Verhalten war nicht passend, das bedeutet aber nicht, mich deswegen verstecken zu müssen.

    Ist das nicht letztendlich, was man als Empowerment bezeichnet?

    (Anders ist es natürlich bei einmaligen Übergriffen, die nicht in Zusammenhang mit einer Beziehung stehen.)


    Weinstein hatte solche und solche Erlebnisse. Es gab die Opfer, die gegen ihren Willen genötigt wurden, aber es gab auch welche, die einfach seinem Spiel gefolgt sind. Wie Garvais schon sagte: Er war doch euer Freund.

    Was meinst du mit, es gäbe keine einzige Person, die davon reich geworden ist? Viele namhafte Schauspielerinnen erklärten ja, dass man mit Weinstein gut stehen musste, weil er sonst die Karriere zerstört hätte. Niemand ist gezwungen auf die Art und Weise eine Karriere aufrechtzuerhalten. Sie haben es trotzdem getan.


    Was Weggefährten angeht, die heute erst Stellung beziehen, würde ich nicht nur von "schwachen Move" oder "nicht mit Ruhm bekleckert" sprechen, wenn sie es wussten und bei besserer geistiger Verfassung waren als ein Manson, dann dürfen sie auch gerne etwas unternehmen und nicht nur wegsehen. Bei einem Mord würde man auch von Beihilfe sprechen.

    T(B)heron


    Ich habe ein bisschen darüber nachgedacht. Natürlich bleibt der Handelnde der Täter, das sollte aber trotzdem kein Freifahrtschein für die Opfer sein. Wood war ja in einer On-Off Beziehung mit ihm. Wenn man merkt, dass man in einem, wie es heute heißt, toxischen Verhältnis steht, sollte eine Trennung ja reichen.

    Aber auch gerade Weinstein hat gezeigt, dass Frauen teilweise für ihren Vorteil auch einiges mit sich machen lassen, bevor sie sich wehren.

    Und geht es in #metoo nicht auch darum, die Sinne der Frauen zu schärfen und nicht nur darum, sich am Ende nur als Opfer melden zu dürfen?


    Es fällt halt auf, dass es gerade in diesen oberen Schichten zu solchen Exzessen kommt. Das liegt sicher nicht nur daran, dass man eben als berühmter Menschn viele kennt, sondern auch entsprechend Angebote bekommt. Wie Bihac über Till sagte, nahezu jede will mit ihm schlafen. Das ist zwar sicher eine überzogene Darstellung, aber nicht ganz falsch. Auch Trump meinte ja mal, als Reicher darf er den Frauen zwischen die Beine fassen. Die Männer sind zwar die Täter, aber die Frauen suhlen sich manchmal auch ein bisschen zu sehr in der Opferrolle. Etwas kritisch darf man das schon sehen, sonst entsteht da ein Ungleichgewicht in der Wahrnehmung. Gute Frau, böser Mann.

    Wie gesagt, ich würde solche Vorkommnisse auch nicht mit denen im Privaten gleichsetzen. Da haben viele Frauen ganz andere Ausgangslagen und oft noch weniger Möglichkeiten zu entkommen.


    PS.: Den Manager ist er nun auch los.

    Wenn sich MM nun etwas antun würde, was wäre dann die passende Reaktion?

    Bisschen zu wenig Band, aber als Erinnerung an Menschenmassen schon wieder besonders. :]

    Als Magnettafel fände ich es ganz praktisch.


    Btw zum "Puppengeschirr", das ist so ein typisches Verlegenheitsgeschenk, wenn Freunde von Rammsteinfans etwas zur Geburt schenken wollen. Würde daher nicht ausschließen, dass solche Artikel weiterhin auftauchen.


    Was das Schneidershirt angeht, das Motiv habe ich mal vor vielen Jahren in Polen erstanden. :))

    Trotzdem erwarte ich genau so ein Problem bei Till früher oder später auch. Iwem wird schon einfallen, dass Till nicht immer eine Extrananfrage zum Sex gestellt hat und dann diskutieren wir hier wieder.

    Was das Frolln von Teese angeht: Ich befürchte, es gibt einen extremen Unterschied im Wesen des Herrn M von 2005, und dem ab 2010.

    Wir verändern uns ja alle.

    Aber worüber ich nachdenken musste, von Teese schreibt in ihrem Statement, dass sie sich von ihm getrennt habe wegen Untreue und Drogenmissbrauch. Vielleicht hat sie also sogar ähnliche Erfahrungen gemacht mit ihm, wie ihm vorgeworfen wird, aber nicht als solches für sich verstanden. Wenn jemand aus einer Beziehung kommt, in der sein Verhalten nicht so negativ aufgenommen wurde, ist irgendwie auch verständlich, dass er an anderer Stelle dann wieder kein Problem darin sieht.

    Ich rede gar nicht von Falschbeschuldigungen, sondern von Überreaktionen. Es gibt Frauen, die überzeugt angeben, dass schon ein anzüglicher Blick die erste Form von Übergriff ist. Allerdings bewegt man sich hier eben in einem subjektiven Bereich, für manch eine mag das schon unangenehm sein, eine andere würde sich nichts daraus machen oder es gar schmeichelhaft finden.

    Und es waren genau diese Wortmeldungen, die den Aufklärungsdrang von #metoo untergraben haben (Bevor du kommst, das wäre eine Minderheit auf Twitter gewesen. Das kann ja sein, aber #metoo spielte sich eben dort ab und damit hatte jeder die Möglichkeit seinen Stimme in diesen Topf zu werfen.)

    Auch eine Rose McGowan hat auf Dauer der Debatte nicht gut getan, da ihr regelmäßig neue Namen einfallen. Offensichtlich hat sie immer nur einen Typus gehabt.


    Den Vergleich zu Depp habe ich erklärt, Manson und er hatten die Chance, Frauen an der Seite zu haben, die offensichtlich keine Probleme mit ihnen hatten und sie haben es für Oberflächlichkeiten weggeworfen.

    Du bist, was Promiklatsch angeht, wohl besser auf Höhe der Zeit. Was ist denn mit Heard? War sie dieser verschwindend geringe Anteil an Falschbeschuldigung? Oder war sie selbst Schuld?


    Ich will Manson gar nicht mal so sehr verteidigen, immerhin war Wood minderjährig. Das hat ein Mann nicht nötig, wenn er halbwegs normal tickt.

    Allerdings finde ich die Vertragskündigung trotzdem falsch, seine Arbeit sollte für sich stehen und nicht vermischt werden mit der Privatperson. Denn das Problem daran ist, dass eine konsequente Umsetzung der Idee: "Wer privat was falsch macht, sollte auch nichts mehr veröffentlich dürfen", zu einem starken Einbruch in der Kulturszene führen würde. Es gab schon viele eklige Charaktere, die aber ihr Fach verstanden. Außerdem ist eine Verbannung eh nur Symbolpolitik.

    Geht ein Täter in den Knast für sein Handeln, wird ja automatisch sein Schaffen unterbrochen, da braucht die Plattenfirma sich nicht selbst zum Richter aufschwingen.

    Aber, weil eben Klienten weglaufen würden, wenn man nichts Öffentlichkeitswirksames macht, kann man durchaus die sog. Cancel Culture erwähnen. Es reicht halt nicht, die eigene Verbindung zum Täter zu kappen, man muss ihm jetzt auch wirtschaftlich gleich an den Kragen gehen.


    Eins bleibt übrigens noch im Raum, Frauen, die an den Falschen geraten und schlimmes erleben, verdienen auch jede Unterstützung. Frauen, die sich auf eine öffentliche Person wie Manson einlassen und dann schockiert sind, dass es ja gar nicht schön war, sollte man mit Vorsicht genießen, minderjährig hin oder her. Dass er anders ist, lag ja offen zu Tage und ein bisschen Verantwortungsgefühl für sich selbst kann man ja auch haben. Das ist auch keine Täter-Opfer-Umkehr, sondern die Aufforderung dazu, solche Taten auch selbst zu verhindern durch Skepsis. Wenn sich gleich so viele Frauen finden, mit denen Manson etwas hatte, dann waren die sicher auch nicht alle nur schockverliebt in den netten Brian, sondern hatten wohl auch andere Gründe.

    Hell Mood Es bleibt heute ein Eindruck, dass man Frauen ganz allgemein, wie du schon sagst, nicht mehr recht glauben kann, wenn sie Missbrauchsvorwürfe anprangern, weil viel zu viel durcheinander geraten ist in der Debatte. Es wurde also nicht nut entfesselt, sondern auch abgestumpft mit dem Verhalten.

    kurze korregazion

    oge dange

    wa alles

    Du weißt, ich kann das jetzt nicht so stehen lassen. Aber um das noch mal argumenativ anzugehen, selbst wenn Wood in allen Punkten ehrlich ist, bleibt ein Beigeschmack, dass man das in die Öffentlichkeit trägt, bevor eben die Rechtssprechung einem die nötige Beweiskraft mitgibt.

    Es ist ja nicht so, als würde es damit für das vermeintliche Opfer teilweise nicht noch schwerer. Zudem steht das Gericht schon zu Beginn unter Druck "das Richtige" zu tun.


    Viele dieser Frauen glauben leider, sie würden damit entfesseln, aber auch wenn du nur ironisch bist, bleibt doch eben genau dieser Eindruck.

    Dita von Teese sagt, sie habe so etwas nicht erlebt. Und wieder ist es doch so, da hat er eine Frau, die zu ihm passt und dann fängt er trotzdem was mit einem jungen Ding an. Edit: Sie selbst nennt als Trennungsgrund Untreue, also auch wenn es von ihr ausging, hatte sie wohl Anlass. Erinnert 1 zu 1 an Johnny Depp. Hat mit einer Frau zwei Kinder, aber heiratet sie nie. Dann kommt Amber Heard und schon steht er vor dem Traualtar. Und es war nicht nur ein Fehler, sondern der Fehler schlechthin. Was das Gespür für Frauen angeht, verlieren Männer entweder im Lauf des Lebens den Kompass oder richten ihn viel zu oft falsch aus.


    Dass man heute nicht mehr wartet, ob irgendetwas bewiesen werden kann und stattdessen gleich mal Verträge kündigt, finde ich enttäuschend. Angeblich gibt es ja so eine Unschuldsvermutung.

    "Psychische Gewalt" ist übrigens auch ein Vorwurf, den ich heikel finde. Sicherlich gibt es psychische Gewalt, aber Beziehungen sind immer eine Form davon. Niemand kann einen so gut verletzen wie der eigene Partner. Ich würde das nicht anmerken, wenn man heute wirklich "psychische Gewalr" nur anprangern würde, wenn es sie gab. Aber mittlerweile gibt es ja eine Tendenz dazu, dass hier das eigene Gefühl entscheidet, ob man Gewalt erlebt hat, obwohl man vllt nur gekränkt wurde.


    Ich sage damit nicht, dass MM nicht auch Macken hat, aber gerade Hollywoodfrauen kann man eben nicht mehr allzu viel glauben, nachdem sie die Sexismusdebatte zu einer Hexenjagd ausgebaut haben.

    Wat? Wenn Du nicht bereits ein Ticket hast, bekommst Du ab irgendwann erst eins mit Impfung.

    Das hat keinerlei Einfluss auf die, die bereits ein Ticket haben.

    Ist dann die Idee nicht Quatsch? Oder will man dieses Jahr andere Konzerte stattfinden lassen, die nur für Geimpfte sind?


    Würde übr auch die Verkäufe in der Ticketbörse hinfällig machen.


    EDIT:

    Manchmal klingt es so, als würde man erst vor dem Konzert überprüft werden. Dann hast du dein Ticket und musst deinen Impfausweis beim Einlass vorzeigen. So ist dann vllt auch im Nachhinein die Impfung notwendig.

    Würde ich erstmal unter PR verbuchen. Zum einen ist noch gar nicht sicher, wie die Mutationen wirken. Zum anderen wollen die auch Geld verdienen, gibt es keinen Run auf die Impfungen unter Jungen, kauft keiner Tickets.

    Überhaupt wurde ja viel verschoben, soll alles verfallen?

    "Tätowierte gegen Krebs" klingt eig schon nicht so, als dürfte man da blind investieren und wenn man in die Galerie der Homepage schaut, könnte man auch einige Bilder entdecken, die womöglich zumindest keinen linken Content nahelegen.


    Was die Szene angeht, bin ich nicht bewandert genug, um beurteilen zu können, was deren soziales Engagement bedeutet. Im öffentlichen Diskurs heißt es immer, Rechte gehen in gemeinnützige Berufe oder machen eben solche Spendenaktionen, um sozusagen die Gesellschaft zu unterwandern. Wahrscheinlich wird das wohl zu sein. Allerdings würde ich davon ausgehen, dass auch Rechte irgendetwas arbeiten müssen und solche Aktionen wie Kindern zu helfen, vllt auch etwas ist, das sie als "vaterländische Aufgabe" ansehen.

    Wenn das gespendete Geld so weitergegeben wird, wie versprochen und damit Hilfe geleistet wird, sollte man nicht wieder alles vermengen. Ihr politischer Stand ist falsch, fängt man aber an, solange gegen diesen Verein vorzugehen, bis keiner mehr irgendetwas von ihm annimmt, werden die sonstigen Profiteure, also die Kranken, erst mal fallen gelassen, wenn sich nicht an anderer Stelle neue Hilfe eröffnet.


    Und eins muss man auch sagen, selbst eine klare Distanzierung zur angeblichen Vergangenheit würde jetzt keinen mehr befriedigen. Da braucht man hier nicht so tun, als wäre man da tolerant genug, die verlorenen Schäfchen wieder in den Kreis aufzunehmen. Wer rechts steht oder stand ist für immer persona non grata.