Beiträge von Diaboula

    "Die moralische Empörung über den Text dieses Gedichts basiert auf einer Verwechslung des fiktionalen Sprechers, dem sogenannten „lyrischen Ich“ mit dem Autor Till Lindemann."


    Was ein Quatsch. Niemand hat Till vorgeworfen, dass er jemanden vergewaltigt hätte. Ihm wurde das Gedicht und die Gedanken dahinter vorgeworfen. Und von wegen Vergewaltigung sei keine Kunst und sowas.

    Aus dem Zitat das du bemühst, geht auch nicht hervor, dass jemand Till eine Vergewaltigung nachsagt (btw, aber so abwegig ist das nicht, ein paar konnten das wirklich nicht unterscheiden), sondern erklärt, dass die Beschreibung einer Vergewaltigung noch nicht bedeutet, dass der Autor das wirklich so empfindet. Ansonsten müssten wir uns auch fragen, ob Till schon mal einer Puppe den Kopf abgerissen hat, ein kleines Kind ins Auto lockte oder sich schon mal an einer Leiche vergangen hat.


    Und die Frage, ob Vergewaltigung Kunst sein darf, stellt sich gar nicht. Denn dann dürfte es keine Krimis geben, da sie Mord als Unterhaltung benutzen, keine Horrorfilme, weil Gewalt darin nur zum Spaß degradiert wird, etc. Kunst darf alles, sie muss nur nicht jedem gefallen.

    Verstehe ich eig nur das Gedicht ironisch? Mein Eindruck war, Till mache sich lustig über Leute, die Befriedigung an einem starren Körper finden. Das ist doch kein guter Sex.


    AlteFrau

    Das stimmt natürlich. Wegen solchen Leuten benennen wir ja auch Kekse um, wenn sie "Afrika" heißen. Aber wie Falco auch sagte, allein dass man sich ärgert, gibt denen eben schon eine Plattform. Leider ist diese Empörungsspirale nur schwer zu stoppen, denn wenn man gar nichts sagt, fällt man auch nicht ins Gewicht.

    Habe gerade mal den Text vom SWR gelesen. Es gibt nichts Schlimmeres, als Männer, die noch schlimmer als Feminstinnen argumentieren. Was ist mit denen? Wollen die mal ran oder hatten die nur mit Mutti zu tun im Leben?

    Sehe darin aber noch keine echte Gefahr, sicher hofft da jemand, so etwas verbannen zu können, aber bis jetzt wirkt es eben, wie eine weitere dumme Kritik und typische Meinungshysterie dieser Tage. Irgendwie haben ein paar den Wunsch, alles möge konform, ja gleichgeschaltet, sein.


    Edit: Der Verlag hat ja entsprechend Stellung bezogen und es verteidigt. Was iwer ins Internet pinselt, ist eh weniger relevant als oft dargestellt.

    Er hat nicht gerade den Eindruck erweckt, die Problematik sonderlich ernst zu nehmen -- selber Schuld.

    Viele haben das unterschätzt. Wenn es anfangs hieß, Veranstaltungen unter 1000 sind ok, kommt natürlich ein falsches Sicherheitsgefühl auf.

    (Ansonsten gebe ich zu, dass ich auch dachte, gerade Till dürfte es nicht so mit Hygienevorschriften haben.)

    Ich denke nicht, dass die Konzerte stattfinden werden. Nach neusten Erkenntnissen einer amerikanischen Studie wird der Höhepunkt der Anzahl der erkrankten wohl zwischen Juni und August liegen und die Gesellschaft.

    Für alle, die gut informiert sein wollen aber keine Lust haben sich durch die Website des RKI durchzuschlagen empfehle ich übrigens den Podcast vom NDR zum Thema mit Chistian Drosten einem der führenden Virulogen in Deutschland, der sehr unaufgeregt, sachlich und leicht verständlich jeden Tag ein bisschen was zur aktuellen Lage erzählt :)


    https://www.ndr.de/nachrichten…odcastcoronavirus100.html

    Finde interessant, dass den alle so feiern. Drosten war es, der sagte, das wäre nur ein Schnupfen.

    Jetzt steht hier: "Eine Studie lässt Christian Drosten umdenken: Auch Schulschließungen könnten die Epidemie verlangsamen." Quelle

    Das ist genau, was ich meine. Der Mann lernt erst in der Krise. Müsste der nicht vorher solche Abwägungen bereits kennen?


    @Topic

    Hoffen wir einfach, dass so etwas Lächerliches wie eine Konzertverschiebung unsere größte Sorge bleibt. :]

    (Man muss wirklich sagen, so krasse Maßnahmen haben wir noch nie erlebt, trotz einiger Gesundheitskrisen in den Jahren zuvor.)