Beiträge von Tony

    Es wird sicherlich einige geben, die sich früh morgens, wenn nicht sogar schon einen Tag vorher, vor das Stadion stellen, nur damit sie Plätze in der ersten Reihe haben.

    Was die Sounddiskussion betrifft stimmt es, das die Arena auf Schalke alles andere als optimal ist. Ich war 2005 dort bei U2. Da wo ich stand (ca. 10 Meter von der Bühne entfernt) war der Sound gut. Je weiter man nach hinten kam, umso beschissener wurde der Sound. Ganz schlimm war es ganz hinten quasi unter dem Dach. Ein Bekannter von mir hat dort gesessen und hat dort nur einen Soundbrei wahrgenommen.

    Das Problem ist das geschlossene Dach. Der Sound verteilt sich ja nach allen Seiten und wird von diesen auch reflektiert.Dazu mischen sich auch noch die Delaytower, die den Sound verzögert wiedergeben, damit es wieder Synchron zur Lightshow passt. Der Sound von denen mischt sich auch noch dazu.

    Dann spielt es noch eine Rolle, das das Stadion leer ist. Die 60.000 Zuschauer werden den Sound verändern.

    Soundbrei trifft es gut... Das war dann da wo ich stand auch so extrem laut, dass man teilweise die Songs nicht mehr erkannt hat. Hätte man es leiser gemacht hätten die auf den Rängen sich beschwert...

    Ich denke die Erwartungen an das Album waren von einigen nach "Deutschland" viel zu hoch. Es kann nicht jeder Song so ein Kracher werden.

    Textlich wie ich finde mit eines der besten Alben bisher, musikalisch sehr aufwendig und nicht zu vergleichen mit den stumpfen Melodien von Herzeleid oder Sehnsucht. Die Jungs sind reifer und älter geworden und wollen ihre Erfahrung auf die Platte bringen...deshalb wird man auf einfach gestrickte Songs wie "Du hast" in Zukunft verzichten müssen.

    Nachdem ichs mir jetzt bestimmt 20 mal hoch und runter angehört habe gefällt es mir mitlerweile richtig gut. "Ausländer" finde ich am schwächsten, "Deutschland", "Puppe", "Zeig dich" und "Hallomann" am besten.


    Die Hunde sollen übrigens lt. einiger Experten ein "Leonberger" sein, den man auch im WW1 Zeit verorten könnte und zu den Schäferhunden gehört

    Bin aber kein Hundeexperte

    Leonberger sind größer und haben ein langes Fell, mein Opa hatte zwei und ich bin mit denen groß geworden. Für mich sehen die Hunde im Video aus wie normale deutsche Schäferhunde.

    Erfurt. Junge Typen schleppen Kisten und Boxen durchs Bild. Einer mit blondierten kurzen Haaren, rotes Schlabber-T-Shirt. Der andere mit auf Kante geschnittenem Haar, Hemd und Anzugsweste. Ja, und dann taucht da noch der Schlacks mit Brille auf. Trotz der Zeitreise unverkennbar. Das sind Paul, Richard und Christoph von „Rammstein“ – der größten deutschen Rockband.


    • Selfie-Sammler: Der Erfurter Torsten Stütz mit Rammstein- „Tastenficker“ Flake Lorenz. Foto: Tosten Stütz

    Im Erfurter Lokal „Roter Elephant“ sitzen dieser Tage Carl G. Hardt, Regisseur, und Torsten Stütz zum Gespräch am Tisch. Sie haben den Film im Gepäck, der die amüsanten Szenen zeigt. Aber noch viel mehr: den „Urschrei“ von „Rammstein“ – wie es Hardt sagt. Und dieser Schrei soll noch einmal um die Welt gehen. Wofür die beiden in ihrem Leben derzeit alles andere hinten anstellen. Der Berliner Filmemacher und der Erfurter, der als Punk im Herzen von Konzert zu Konzert zog, so bei Aljoscha und „Feeling B“ als Tourmanager landete und nun als Executive Producer im Abspann steht.

    Ab Dienstag, 26. März, ist der Film „Achtung! Wir kommen ... und wir kriegen euch alle“ zu sehen. Im Gegensatz zu seinem inneren, analogen Wesen erstmal nur online. Als Stream auf der Plattform „Stahlheimfilm“. „Er ist nun 21 Jahre alt, volljährig, da kann er in die Welt raus“, schaut der Regisseur schmunzelnd auf die lange Entstehungsgeschichte zurück.

    Ganz obenan steht ein Satz: „Dieser Film muss laut gehört werden!“ Wie seinerzeit beim DDR-Dokumentarfilm „Flüstern und Schreien“, auf den der neue Film aufsetzt. Dieser hielt 1988 ein authentisches Bild der DDR-Jugend fest und ist viel mehr als ein Musikfilm. Auch wenn Tamara Danz mit „Silly“ auf ihrer Tour begleitet wurde – die alternativen Kapellen „Feeling B“ und „Sandow“ rockten damals das Kino. So etwas hatte man nicht gesehen. Pogende Kids am Strand und Lehrlinge, die auf Bahnhöfen schliefen.

    Carl G. Hardt war seinerzeit Produzent des Films. Was ihm stets ein hohes Maß an Kreativität abverlangte. „Da wir notorisch kein Geld hatten, haben Flake, Paul und Aljoscha kurzerhand bei Till Lindemann gepennt. Die haben sich da kennengelernt“, sagt er. Bei Rammstein-Fans klingelt‘s. Paul und Flake von „Feeling B“ und Sänger Lindemann, sind der Zellkern von „Rammstein“. Auch wenn sie es damals noch nicht wussten.

    Ahnte aber Carl G. Hardt etwas Großes auf sich zukommen, als er nach der Wende beschloss, quasi im Alleingang eine Fortsetzung von „Flüstern und Schreien“ anzugehen? Er drehte dafür weiter die Konzerte von Bands. Und das mit großem Besteck: Kamerakräne, teilweise etliche Kameras auf und vor der Bühne. Insgesamt 34 Kameraleute sind nun im Abspann aufgeführt.

    Aber stopp, da ist erst einmal eine Zwischenstation zu nennen. Auch Thüringen hat seinen Platz in der Rammstein-Geschichte. Hier nahmen Paul Landers und Flake Lorenz die Kehrtwende, was gleichsam der Urknall für die „Rammstein“ im Jahr 1994 ist. Der Gitarrist und der Keyboarder haben auf „Feeling B“ und ihren Sänger Aljoscha, – einen charismatischen aber zugleich unberechenbaren Charakter – keine Lust mehr. In Steinbrücken bei Nordhausen , beim inzwischen 9. Pfingst-Openair, gibt „Feeling B“ sein letztes Konzert. Carl G. Hardt baut auch hier die Kameras auf. Filmt noch einmal den heiteren Wahnsinn.

    Erste Aufnahmen in einem Gartenhaus

    „Im August, exakt am 4., drehte ich das erste Mal mit Rammstein“, beginnt Carl G. Hardt hier im Kneipentisch endlich davon zu erzählen, was er Rammstein-Fans nun als Grundlektüre darbieten will.

    Gespannt, mal was anderes zu sehen, als Hinterhöfe und besetzte Häuser am „Prenzelberg“, sei er für den Film aufs Land gereist – und fand die „Rammsteine“ in einem Häuschen inmitten eines verwilderten Gartens. „Achtung wir kommen!“ hält diese Begegnung – und das Arbeiten an ersten Songs und wie sich herausstellte ersten Hits – aus der Perspektive des Hofhundes fest. „Du riechst so gut“ ist da schon in Fragmenten zu hören. Das muss dem Hund aus dem Herzen gesprochen haben, denn er blieb friedlich.

    „Rrrrammstein.“ Die Metamorphose beginnt, von den Spaßpunks zu den provokanten Metal-Helden, die von Anfang an auf den Welterfolg zielen. Ramstein , den Namen der US-Basis in der Pfalz , kennt jeder Amerikaner. „Rammstein“ inzwischen auch. Hardt bleibt dran und dreht erste Konzerte der Rocker. So im Rostocker „Mau Club“. Freie Oberkörper, Lindemann mit Schweißerbrille, die neue deutsche Härte hat ein Gesicht. „Rrrrammstein, ein Mensch brennt“, wer diese Bilder aus der Anfangszeit sieht, wundert sich nicht mehr über den späteren Erfolg.

    Es entstehen Aufnahmen, die für „Rammstein“ heute ein unglaublicher Glücksfall sind. Welche Band hat schon aus ihren ersten Tagen noch Filmmaterial in Kino-Qualität? Carl G. Hardt bleibt aber bei seinem Projekt, einen Film zu machen, der über die DDR , den Wandel und die schillernde Musikszene erzählt. Er nimmt weitere Bands auf, die „Inchtabokatables“, „Die Skeptiker“. Auch „Subway to Sally“ die heute ebenso Fans auf der ganzen Welt haben. Hardt interviewt Musiker, Weggefährten. Auch dafür lohnt es sich, den Film zu schauen. Zu spüren, mit welchem Humor die alternative Szene den Wendungen im Leben nahm. Flake, der inzwischen erfolgreich Bücher mit den Anekdoten gefüllt hat, und Paul Landers im Küchengespräch, das grenzt schon an Stand-Up-Comedy.


    „Achtung! Wir kommen.“ Neuer Film zeigt Anfangstage von Rammstein

    Ab Dienstag ist der Film „Achtung! Wir kommen. …und wir kriegen euch alle“ zu sehen. Zunächst erst einmal als Stream auf der Plattform „Stahlheimfilm“.





    Freie Oberkörper, Lindemann mit Schweißerbrille, die neue deutsche Härte hat ein Gesicht. Rrrrammstein, ein Mensch brennt, wer diese Bilder aus der Anfangszeit sieht, wundert sich nicht mehr über den späteren Erfolg. Quelle: http://www.stahlheimfilm.de



    http://www.stahlheimfilm.de / 22.03.19 / ZGT
    Z0R0162583573

    Doch mit dem Erfolg vom „Rammstein“ gibt es ein paar Verstimmungen. 1998 will die Band die Szenen aus den Ur-Tagen nicht in einem Film sehen.. Hier kommt Torsten Stütz ins Spiel. Über den Feeling-B-Sänger Aljoscha lernen sich Carl G. Hardt und Stütz kennen. Der kaum zu bremsende Plauderer Hardt und der ruhige, besonnen wirkende Erfurter. Der aber am Ende ein fanatischer Sammler, Archivar und Nachlassverwalter einiger alternativer DDR-Bands ist. „Ich war oft in Gotha bei meinem Cousin im besetzten Haus, da spielte alle Nase lang Otze und ,Schleimkeim‘“, erinnert er sich an die Anfänge.Heute lagern neben Feeling-B-Hinterlassenschaften etwa auch das Bandmaterial von „Die Anderen“ in seinen Schränken.

    Filmstart vor neuer Rammstein-Tournee

    Da hat sich das richtige Duo zusammengefunden, an der ultimative Fassung des Films zu arbeiten. Sie reden immer wieder mit dem damaligen Rammstein-Manager. Auch mit den Musikern selbst. Torsten Stütz trägt als Bote immer die jeweils neue Fassung hin und her. Geht parallel dazu mit dem Film und passenden Bands auf Tour. Ist im „Kassablanca“ in Jena mit der Band „Kamikaze 52“, in Erfurt mit „Rummelsnuff“. Dann kommt es doch noch zu einer einvernehmlich Lösung zum gegenseitigen Vorteil. Carl G. Hardt : „Am Ende war alles gut, so wie es war. Der Film hatte genau die Zeit zum Reifen, die er brauchte.“

    Was für Torsten Stütz harte Arbeit war. „Ich kenne jede Szene, jeden Schnitt“, sagt Regisseur Hardt , „ich schaue mir das nicht mehr an.“ Und er sagt mit Blick auf seinen Kompagnon „Torsten muss da immer wieder ran.“ Eine harte Sache für den Erfurter, schließlich sind unzählige Sprachfassungen des Films schon in Vorbereitung.

    In Russland wird wohl eher die Kino-Premiere sein als hier. „In Russland gibt es die meisten Rammstein-Fans“, ist sich der Regisseur sicher. Dafür gibt es auch den leicht pathetischen Einstieg über die Zeit in der sich die Welt veränderte und den Untertitel „Ein deutsches Requiem“. „Wer weiß heute schon noch etwas von der DDR und der Wende.“

    Doch auch der Deutschland-Start per Stream, so gibt Carl G. Hardt mit leicht verschmitztem Blick zu, ist natürlich nicht zufällig gewählt. „Rammstein“ macht derzeit die Maschinen klar. Am 27.Mai steigt auf Schalke die erste Show der vorerst 30 Konzerte zählenden Stadion-Tour. Nach 25 Jahren will es „Rammstein“ der Welt noch mal zeigen. Die Boxen schleppen dann allerdings andere.