Beiträge von Snoopy

    Morgen geht's dann endlich los. Ich möchte nur so nett sein und allen Glücklichen viel Spaß wünschen, wo auch immer ihr dabei sein werdet. Ich werde mich noch nicht mit der Tour befassen, da ich mich komplett überraschen lassen möchte, aber die Spannung steigt ins Unermessliche. Und dass mal eins klar ist: In München hab ich Sonderrechte für die erste Reihe! :bbat::banane2::-]

    Zuerst hat sich meine Begeisterung ja in Grenzen gehalten, aber nach und nach springt der Funke über. Ich habe meine Worte wiedergefunden und diese lauten für Rammstein folgendermaßen:


    Zu Deutschland habe ich im gleichnamigen Thread schon alles gesagt.

    Radio ist ziemlich lustig, aber leider fehlt mir das gewisse Etwas. Soll nicht heißen, dass das Lied schlecht sei, aber ein bisschen härter hätte es schon sein dürfen. (Und das kommt von einer Person, die SNVM mag, haha!)

    Zeig dich ist bissig und provokant, wie wir die Jungs kennen und lieben. Ich finde es nur schade, dass der Text so eindeutig ist. Das hat Halleluja halt besser gemacht, es ist quasi passiv-aggressiv, was ein besserer Stil ist als übertriebenes Bashing.

    Ausländer würde sich gut auf dem Ballermann machen. Ist ein nettes und flottes Partylied, das aber wohl nie Pussys Kultstatus erreichen wird.

    Sex - hiermit bewegen sich Rammstein auf unbekanntem Terrain. Noch nie haben sie so eindeutig und zweifellos über die schönste Sache der Welt gesungen. (Alle Ironielegastheniker sind schockiert.) Aber tatsächlich haben die Jungs nur selten unmissverständlich klargemacht, woran Männer am liebsten denken. Klar, da gab's WIDBIFS, Das alte Leid, Laichzeit, Küss mich, Rein raus, Moskau, Pussy, LIFAD (hab ich eins vergessen?), die alle zumindest an vereinzelten Stellen eine sehr deutliche Sprache sprechen, aber trotzdem nicht auf den ersten Blick als das erkenntlich sein müssen. (Ich erwähne an dieser Stelle, dass ich alle Lieder deutlich jünger kennengelernt habe und deshalb tatsächlich nicht wusste, was Phase ist. Es sei mir verziehen.) Bzgl. Sex muss ich sagen, dass der Song mich nicht so sehr anhebt, ich finde ihn schlicht und ergreifend okay.

    Lassen wir die Puppe tanzen - wird live sicherlich eine geile Bühnenshow bekommen, aber für mich rein musikalisch nicht so der Knaller. Ich mag Lieder wie Stein um Stein, weil da man da mal seine ganze Wut rauslassen kann, aber ob ich mit Puppe den gleichen Erfolg habe, müssen wir abwarten. Auf jeden Fall eine nette Anspielung auf das Gedicht vom lieben Till.

    Was ich liebe ist, was ich liebe. Die Musik hat mir von Anfang an sehr gut gefallen und mit einem richtigen Horrortext würde sie doppelt knallen. Ich muss auch im Nachhinein sagen, dass es gut war, nicht den Bootleg abzukupfern, also wieder das ganze Gedicht geordnet runterzurattern. Ich mag den Bootleg, keine Frage, aber ich finde es schön, dass etwas anderes daraus gemacht wurde. Es passt so auch besser. Tja, bei R+ gibt's halt keine schlechte Resteverwertung (nein, war Rosenrot auch nicht).

    Diamant klingt sehr schön, ist aber leider zu kurz.

    Dasselbe für Weit weg, nur ist dieses nicht zu kurz.

    Tattoo finde ich einfach gut. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

    Und Hallomann ist eher nicht mein Fall. Sehr unangenehmes Lied.

    Sind einige radiotaugliche Lieder auf der Platte, die leider trotzdem nicht den Weg in den Rundfunk finden.


    Ich konnte mich also auch langsam mit der Nummer 7 anfreunden. Bin gespannt auf die Liveshows und werde noch fleißig Texte üben und mich der Kunst des Interpretierens widmen.

    Und weil ich es bin, beharre ich immer noch darauf, dass ein paar Geheimnisse von anno dazumal irgendwann gelüftet werden.


    Jut, jenug gesenft.

    Weitermachen.

    Nu denn, was gibt's zu melden? Ehrlich gesagt fehlen mir ein bisschen die Worte und das Gefühlschaos macht sich breit. Versuchen wir's noch mal kurz zusammenzufassen:

    Deutschland - siehe entsprechendem Thread

    Radio - siehe entsprechendem Thread

    Zeig dich - schöne Nummer, aber kommt trotzdem nicht an Halleluja heran

    Ausländer - Pussy

    Sex - die schönste Sache der Welt, aber das schönste Lied der Welt nicht unbedingt

    Puppe - gab's so ähnlich doch als Gedicht vom lieben Till und ist eher ein Einmalwunder mMn

    Was ich liebe - die Musik fetzt, aber dazu hätte eher ein Horrortext gepasst, finde den Bootleg von damals immer noch besser

    Diamant - durfte nur kurz sein, sonst wäre das Album nicht mehr "böse" gewesen

    Weit weg - okay, denke ich

    Tattoo - Sophia Thomalla zu Ehren

    Hallomann - Muscheln mit Pommes Frites sind bestimmt keine so gute Idee


    Bisher hab ich's nur einmal gehört und mein grober Überblick ist leider auch nicht so pralle. Keine Ahnung, aber nach Deutschland hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Mir ist aufgefallen, dass die Texte viel direkter und eindeutiger geworden sind, was ich schon ein bisschen schade finde. Das war es ja, was R+ immer ausgemacht hat, diese teilweise undefinierbaren Texte, die man stundenlang enträtseln konnte und doch immer wieder auf eine andere Lösung kam. Darum finde ich z. B. Halleluja besser als Zeig dich, weil in ersterem nicht unbedingt sofort klar werden muss, was abgeht. (Ja, ich bin ein langsamer Denker, aber ich war auch noch jung, als ich gewisse Lieder kennengelernt habe.) Ausländer ist einfach nur ein Pussyabklatsch, aber kommt nicht an dessen "Kult" heran. In einem Zeitalter, in dem komische Puppenfilme das Horrorregal beherrschen, mag ein Lied über den künstlichen Menschen in der Theorie gut klingen, aber die Praxis sieht leider anders aus (oder hört sich anders an). Außerdem hatten wir schon eine Puppe, der das Köpfchen abgezogen wurde. Was ich liebe macht seinem Namen leider nicht alle Ehre. Liebeslieder müssen immer traurig sein, es sei denn, sie sind Wilder Wein, und das kurze Diamant wird kein Favorit mein. Weit weg... keine Ahnung, die Erinnerung daran ist schon wieder so weit weg. Heißt, es hat eher wenig Eindruck hinterlassen. Tattoo - die Musik war durchaus cool, aber den Text muss ich mir noch mal deutlicher zu Gemüte führen. Kann jedoch trotzdem nicht behaupten, dass es mich vom Hocker gerissen hätte. Und Hallomann… na ja, hab ich keine Meinung dazu.


    Meine Latschen sind noch immer an den Füßen, was nur heißt, dass das Album nicht so ein Burner ist, wie ich mir erhofft habe. Scheint so, als gingen ein bisschen die Ideen aus, hm? Till ist ein sehr guter Dichter, aber teilweise war's schon ein bisschen lahm, was da vorgeträllert wurde. Auf dem Papier können sich Texte besser anhören als gesungen, das ist ihm vielleicht auf die Füße gefallen. Jedenfalls haben die Steine eine sehr lustige Entwicklung durchgemacht. Klar, sie lassen sich nicht reinreden, aber das meiste davon wird live kein Kracher. Und mal mit ganz großem Verlaub: Da hätten sie lieber ein paar verlorene Waisenkinder aus der Versenkung holen sollen. Ein gewisses Tier knallt in der schlechtesten Liveaufnahme mehr als ein paar "Hits" vom neuen Streichholz.


    Fazit: Bin etwas enttäuscht, etwas fasziniert, etwas optimistisch, etwas pessimistisch, aber vor allem überfragt. Wenn ich bedanke, wie ich vor einem Jahrzehnt bei LIFAD abgegangen bin...

    Nu denn, bisher hält sich meine Begeisterung noch etwas in Grenzen.


    Okay, ich bin auch zu jung, um da mitreden zu können. ;) Jedenfalls finde ich das Video ein bisschen... unspektakulär. Musikalisch fehlt mir auch ein wenig die typische rammsteinsche Härte. Aber noch ein paarmal hören und sehen und dann springt der Funke nach und nach über. Die tanzenden Bullen waren für mich übrigens das Highlight.


    Zuerst dachte ich übrigens, dass es um Rammsteins Abwesenheit in unseren Radiosendern gehen würde. Aber seltsam, seit "Deutschland" laufen die Jungs wieder ab und zu im RRRRAAADIIIIIIIIIOOOOOO.

    Allerdings wurden die Leonberger selbst nicht als Schäfer- oder Hütehunde eingesetzt und auch sonst haben sie mit diesen nichts zu tun. ;)

    Der Hund wurde einfach nur deshalb "erschaffen", damit es eine Rasse gibt, die dem Wappentier von Leonberg möglichst ähnlich sieht.


    Was könnten die Leonberger nun mit Deutschland zu tun haben? Vielleicht stehen sie für das Gute und die Deutschen Schäferhunde für das Schlechte. Der Leonberger gilt als sanfter Riese und das unterstreichen die putzigen Welpen in Teddybär-Optik auch noch. Der Deutsche Schäferhund ist leider durch jahrzehntelange Inzucht, Überzüchtung und die Unfähigkeit des Menschen zu einer unberechenbaren Bestie geworden, ganz zu schweigen von seiner katastrophalen Gesundheit. Seit Jahren führt er die Statistik der Hundebisse an. Noch dazu sieht er dem Wolf ziemlich ähnlich und dieser hat allgemein auch keine positive Bedeutung. So wird er im Video ja auch quasi dargestellt, also nicht als Wolf, sondern als aggressiver Kämpfer. Die Geburt der Leonberger könnte bedeuten, dass etwas Gutes nachkommen wird. Zumal die Welpen ja auch niedlich und harmlos sind.


    So würde ich das interpretieren. Außerdem finde ich, dass Video und Text perfekt für Abiprüfungen geeignet wären, worin man etwas interpretieren soll. Allerdings würden die armen Prüflinge dann mindestens 10 Stunden brauchen, da wirklich jede einzelne Sekunde mit Symbolen und Bedeutungen überschwemmt ist. Abgesehen davon gibt es eh nicht die Möglichkeit, dabei ein Video abzuspielen. War halt nur mal ein Gedanke von mir.

    Möchte nur fix anmerken, dass das Lied tatsächlich "Tier" heißt/hieß. Hat mir ein Bandmitglied verraten, als ich mal die Möglichkeit hatte, zehn Sekunden mit ihm zu reden. Und ich gebe immer noch nicht die Hoffnung auf, dass dieses "Tier" einmal ans Tageslicht kommt.

    Warum nicht?


    Ich muss mal ein kleines Beispiel nennen. Trey Parker und Matt Stone sind die Erfinder von "South Park" und sprechen dort u. a. die 4 Hauptfiguren. Sie sprechen mit ihrer normalen Stimme ins Mikro und pitchen das hinterher, damit es höher klingt. Bei uns gibt es je einen Sprecher, bis auf Kenny ebenfalls Männer. Diese sprechen von Anfang an ein wenig höher und das wird ohne Nachbearbeitung übernommen. Und dann kommen oben erwähnte Jünger des O-Tons und meinen allen Ernstes, dass dieser das Nonplusultra wäre und unsere deutschen Sprecher viel schlechter wären. Finde den Fehler. Im Grunde ist das ja Geschmackssache, aber in diesem Fall zeigt es eher, dass die Banausen weder Geschmack noch Ahnung von Talent haben.


    Promis müssen auch nicht automatisch schlecht sein. Otto zum Beispiel hat seine Rollen immer gerockt und ohne ihn würde in einigen Filmen mächtig was fehlen. Dieser Mann arbeitet allerdings auch viel mit seiner Stimme. YouTuber sind in meinen Augen nur angemessen, wenn die Rolle dazu passt. Wenn da im Film so ein dicker Computernerd den ganzen Tag zockt und sowieso nur einen einzigen Satz spricht, dann könnte es meinetwegen auch Gronkh sprechen. Aber das ist dann halt auch eine Ausnahme.


    Wir haben genug Synchronsprecher, die sehr gute Arbeit leisten. Nicht nur die Firmen sollen das endlich wieder lernen, sondern auch einige Banausen. Es ist okay, wenn jemand das Original bevorzugt, aber nur in wenigen Fällen sind deutsche Synchronisationen so abscheulich, dass man sich die Ohren abreißen muss. Das betrifft auch die Übersetzung von Witzen und Wortspielen.

    Das Thema interessiert hier zwar keinen mehr, aber es trifft bei mir den richtigen Nerv.


    Ich gehöre wohl zu den größten Verfechtern deutscher Synchronisationen. Wenn es ein Land gibt, das gute Synchronisationen produziert, dann ist das Deutschland. Wir sollten mächtig stolz darauf sein. Ich finde auch, in der deutschen Version sind einige Filme und Serien etwas vollkommen anderes - besser, liebenswerter, witziger, charmanter. Selbstverständlich trifft das nicht auf alles zu. Sagen wir's mal so: 95 % muss deutsch sein, 3 % mag ich original und synchronisiert gleichermaßen und bei 2 % kriege ich bei der deutschen Version extreme Aggressionen (und wenn das so ist, musst du wirklich ganz gewaltig etwas falsch gemacht haben).


    Der Beruf des Synchronsprechers ist hier trotzdem extrem unterschätzt und eher verachtet als geachtet. Das fängt bei den obercoolen Leuten an, die nur Original gucken und sich nicht dazu herablassen können, eine Synchro zu gucken, und hört bei den Leuten auf, die die ganze Sache produzieren. Geld regiert die Welt und wie kann man besser sparen, als an seinen Arbeitnehmern? Da dürfen diese halt nicht mehr lachen, weinen, ächzen usw., sondern das Original wird einfach beibehalten. Ja, so kann man tatsächlich sparen. Und dann kann man auch noch eingesprochene Dialoge anderweitig vermarkten, ohne dem Sprecher irgendwas zu zahlen, obwohl ihm das zusteht, da es seine Arbeit ist. (Na, Nickelodeon, klingelt's?) Und wenn der Sprecher aufmuckt, segelt er mit einem Arschtritt nach draußen, denn zum Glück findet man bei uns immer jemanden, der die Rolle übernehmen kann - wie gut oder schlecht er ist, sei mal dahingestellt. Wie kann das überhaupt sein, dass jemand für seine Arbeit bezahlt werden will, tztz. Aber wenn wir schon dabei sind, unterhalten wir uns mal darüber, wie andere Länder Geld bei der Synchro sparen - ganz einfach, in dem sie gar nicht erst eine anfertigen. Ist aber auch verständlich, dass es sich nicht lohnt, für die hochgerechnet 3 Leute, die Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch, Dänisch oder Niederländisch beherrschen, eine Extrawurst zu machen. "Was, die machen das nicht, weil sie besser Englisch lernen wollen?!" Nein, die machen das nicht, weil sie einfach zu billig sind... äh, ich meine, weil sich der Aufwand nicht für sie lohnt. Und mal mit ganz großem Verlaub, es ist auch nicht verwerflich, dass die Niederländer und Finnen ihre Landesprache nicht hören wollen. Also spart man Geld, indem man gar nicht erst jemanden sprechen lässt - für genügend Deutschsprachige auch ein Traum. Ich habe mein Vokabular zwar auch durch den O-Ton ein wenig erweitert, aber ich kann nicht behaupten, dass ich damit die Welt einreißen könnte. Oder können das die Jünger des englischen "South Park" tatsächlich, indem sie jetzt ganz viele englische Beleidigungen kennen? Man darf auch nicht vergessen, dass eben nicht jeder in Deutschland Englisch kann - im Osten wurde beispielsweise Russisch gelehrt. "Ja, sollen sie halt jetzt Englisch lernen!" Das geht eben auch nicht von heute auf morgen - es sei denn, man will sich auf die Beleidigungen spezialisieren. Abgesehen davon gibt es auch Filme und Serien aus anderen Ländern. Wer von euch kann einigermaßen Japanisch? Richtig, niemand. Da ist eine deutsche Fassung vielleicht doch nicht so schlecht.


    Geld soll gespart werden, das haben wir. Aber irgendwie will man ja auch möglichst viel Geld einnehmen. Hmm, wie macht man das bloß? Ach ja, man kann doch irgendwelche berühmten Leute mitsprechen lassen. Aber haben die auch das Talent? Scheiß drauf, der Name bringt Kohle!!! Dieser Trend ist in Deutschland leider auch schon sehr lange vertreten. Man denkt, so wie die Anwesenheit großer Schauspieler auf der Leinwand mehr Erfolg versprechen soll, müssen auch die Stimmen großer Z-Promis das Gleiche bewirken. Quantität vor Qualität und so. Ja, die Qualität (Betonung auf den ersten 4 Buchstaben) haben uns "Wir sind Helden" als die Gruftis in "South Park", Anke Engelke als Marge Simpson und Rüdiger Hoffmann als Faultier Flash in "Zoomania" eindrucksvoll bewiesen. Negativbeispiele der übelsten Sorte. Doch solche Arten von Promis sind heute sowieso out, jetzt sind die YouTuber in. Die können zwar höchstwahrscheinlich auch nicht viel mehr, aber hey, Kohle!!! Wobei ich an dieser Stelle auch mal gern wüsste, ob die sogar mehr bekommen als ein normaler Sprecher. Wenn ja, dann ist der Widerspruch schockierend. Ich weiß nicht, wie die YouTuber in Filmen so klingen und habe auch keinen Bock, es herauszufinden. Fakt ist nur, dass es eine Schande ist, Experten auf dem Gebiet abzuweisen und dafür irgendeinen untalentierten Pampel, der einfach nur einen bekannteren Namen hat, zu nehmen. Lässt sich übrigens auf jeden Job übertragen.

    Aber wer weiß, wenn Marco Kröger ein bekannter YouTuber wäre, wäre er vielleicht heute noch unser Patrick Star, den wir alle kennen und lieben.


    Kurz: Promipromotion ist das mit Abstand billigste und erbärmlichste Mittel, um eine Synchro an den Mann zu bringen, und dass sich ausgerechnet die deutsche Synchronkultur zu solch qualitativen Fehlgeburten* hinreißen lässt, ist doppelt schlimm. (*Die Promis an sich sind damit nicht gemeint!) Bezahlt unsere ausgebildeten Talente angemessen und lasst sie verdammt noch mal arbeiten. Qualität vor Quantität.

    Jut, wo soll ich anfangen?


    Meine überschäumende Vorfreude hat nicht nachgelassen, im Gegenteil, jetzt geht der Hype erst richtig los. Gab bisher nur wenige Videos, auf die ich so aufgeregt gewartet habe. Und wieder einmal wurden meine Erwartungen ein bisschen sehr übertroffen.


    Fangen wir mit der Optik an. So viel auf einmal, aber trotzdem ist es nicht "überfüllt". Alles sitzt, die Kostüme, das Make-Up, die Effekte, die Location, die Schauspielkünste, die kleinen Dinge drumherum... So viel Liebe zum Detail, aber bei Rammstein werden halt keine halben Sachen gemacht. Dagegen sieht so mancher gefeierter Blockbuster wie das durchschnittliche, mit dem Taschenrechner aufgenommene, verwackelte Bild einer übernatürlichen Kreatur aus.


    Die Musik: Hätte ruhig noch härter sein können, aber trotzdem hat sie mir von Anfang an sehr gut gefallen. Okay, jetzt darf man sagen, dass man vor lauter Vorfreude eh alles gut findet. Allerdings war mir das "Deutschland!" ein bisschen zu schwach. Kommt schon, Leute, da darf man auch mal laut werden. Der Text... Da muss man ja gewaltig aufpassen. Es gibt kein Land, über das es schwieriger ist, einen Text zu schreiben. (Und keine Sprache, in der es schwieriger ist, einen ordentlichen Satz zu formulieren, ähem!) Und es hat alles ins Schwarze getroffen, nicht nur allgemein, sondern vor allem bei mir speziell. "Man kann dich lieben und will dich hassen." Touché!

    Außerdem großen Respekt an Till, dass der Text trotzdem neutral ist. Doch, anders kann man das nicht nennen. Es heißt weder Deutschland sei die einzig wahre Nation noch Deutschland sei die Hölle auf Erden.


    Allgemein freut es mich, dass die Steine die Eier haben, einige Sachen so darzustellen. Wobei ich mich ernsthaft frage, wo der Unterschied liegt, wenn ich den Holocaust in einem Musikvideo oder in einem Spielfilm darstelle. Komisch, dass letzteres nie negativ aufgefasst wird. Ach so, das wird ja meist von den Amis produziert, die dürfen das ja. Wie auch immer, eine sehr gelungene Idee, die garantiert auch nicht leicht umzusetzen war. Für mich persönlich waren ja die vielen Vierbeiner und der eine gefiederte Zweibeiner die heimlichen Stars. Bei den vielen Wauzis ging mir regelrecht das Herz auf. Ebenfalls geht mir jetzt schon regelrecht das Herz auf, wenn sich die ganzen Kritiker wieder die Mäuler zerreißen. Du hast es wieder geschafft, das heißt, du hast alles richtig gemacht! Und live wird das der größte Knaller. An der Stelle muss ich noch erwähnen, dass es kein Land gibt, das so stark und mächtig klingt, wenn man es brüllt. "DEUTSCHLAND!" Doch, probiert es aus.


    Alles in allem bin ich mal wieder geflasht. Manchmal frage ich mich ernsthaft, woher meine Liebe zu Rammstein eigentlich kommt oder wie man das begründen kann. Dann sehe ich mir ein einziges Video an (kann auch live sein) und das ist Erklärung genug. Ich hatte ja leichte Sorge, dass es wegen des politischen Untertons quasi das zweite "Was ist hier los?" werden könnte. Nein, das ist es nicht. Es ist viel besser, gewaltiger, aussagekräftiger.

    Und egal, wie sehr ich auch manchmal meine Heimat verfluchen mag, man kann doch einfach nur stolz auf sie sein. Und das hat mir das Video wieder ganz stark klargemacht. Fassen wir's noch mal kurz zusammen:


    Beste Band aller Zeiten. Bestes Musikvideo aller Zeiten. Made in Germany. Deutschland über allen. Love it. Ich meine, ich liebe es. :heartsmile:

    Sehr große Leute haben genauso Eintritt gezahlt wie alle anderen auch und deshalb können sie sich hinstellen, wo sie wollen. Zugegeben, ich wäre nicht ganz so begeistert, wenn die Riesen direkt vor der Bühne stehen würden, aber ich würde mich nicht trauen, dazu etwas zu sagen. Mittig, wie du's machst, finde ich gut, aber wie gesagt, keiner hat irgendein Recht darauf, auf diesem und jenem Platz zu stehen. Deshalb muss man auch kein Drama draus machen, wenn der Riese gerade vor einem steht. Bisher hatte ich das auch noch nicht erlebt, aber selbst wenn werde ich mich da nicht aufplustern und meinen Platz vor einem Großen einfordern.

    Sagen wir's mal so: Wenn ich die Show aus der Ferne sehen will, bleibe ich zu Hause und schau die DVD. Bei Berlin hatte ich damals verdammtes Schwein und stand in der ersten Reihe, obwohl ich "erst" 3 Stunden vor Einlass angetanzt bin. Andererseits hab ich auch dort gewartet, wo weniger Leute waren. Aber erste Reihe, ja, da war der Abend schon bombig, bevor er überhaupt angefangen hatte. Wie die anderen schon gesagt haben, das Abstützen macht viel aus und außerdem gibt es da auch mal eine Wasserflasche, was irgendwann schon mal guttut. Und ich gebe nicht die Hoffnung auf, dass auch mal ein paar Kleinigkeiten von der Bühne ins Publikum fliegen oder die Band vielleicht sogar mal runterkommt und abschlägt oder ähnliche rosa Wolken. Hey, man wird doch wohl noch träumen dürfen... :crazy: Und diese Hitze (wie viel Grad das wohl sein mögen?) ist auch mal ein Erlebnis. Ich dachte mir nur so: "Jetzt ein Eis." Aber ja, first row rules. Zumal ich ja auch nicht so groß und kräftig bin und daher in der Menge beim wilden Getobe auch eventuell leicht verunfallen könnte, mal ganz abgesehen davon, dass ich eventuell weiter hinten nichts sehe. Und ganz vorne gab's auch die eine oder andere Einladung für die Aftershowparty. (Kleiner Spoiler: Ich hab keine bekommen.) Ich finde es auch schön, dass man dort der Band so nah ist und ab und zu schauen sie einen auch mal an. :^^: Da ist man irgendwie schon stolz. Jap, mein erstes Rammsteinkonzert in der ersten Reihe - war mit Abstand der bisher schönste Tag in meinem Leben.


    Kurz gefasst: Erste Reihe ist Pflicht und ich werde auch in München darum kämpfen.


    "Achtung Presse, bitte durchlassen"

    So ein gerissener Fuchs, aber das muss ich vielleicht auch mal ausprobieren. :-] Wär ich zugegebenermaßen nie draufgekommen...

    Ich fand alle Verfilmungen gut, aber "Dolores" und "The green mile" kommen mir besonders in den Sinn. Bei "Dolores" konnte es dank der Vorlage und Kathy Bates nur gut werden. ;) Und "The green mile" geht einfach nah - dass Michael Clarke Duncan den Oscar nicht bekommen hat, ist mMn die größte Schande. Bei "Es" bin ich zwiegespalten - beide Versionen sind auf ihre Art gut und vergleichen kann man sie in meinen Augen auch nicht. Es lagen halt bezüglich des Budgets und der Möglichkeiten Welten dazwischen. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht, dass bei 2017 hauptsächlich auf Jumpscare gesetzt wird. Und ich finde, dass 1990 einen gewissen Charme hat, weil es faszinierend ist, was man mit Make-Up und kleineren Effekten machen kann - auch wenn das Resultat heute natürlich sehr lustig aussieht. :D Außerdem wird Tim Curry für mich immer der Pennywise bleiben.

    Das Mädchen

    Dolores

    Das Spiel

    Sie/Misery

    Wahn

    Das Bild Rose Madder

    Sara

    Qual (geschrieben als Richard Bachman)

    Es


    Das waren bisher alle, glaube ich. Leider ein bisschen wenig, ich weiß, aber da ich ohnehin dieses Jahr mehr lesen möchte, wird sich das bestimmt noch ändern.


    Angefangen, aber nicht beendet:


    Die Augen des Drachen (dieser Fantasykram interessiert mich nicht und das kann auch ein Stephen King nicht ändern)

    Puls (ganz pragmatisch, mein Exemplar ist komplett falsch gebunden)


    Bisher gesehen:


    Dolores

    Sie/Misery

    Carrie (1976)

    The green mile

    Der Feuerteufel

    Stand by me

    Es (alt und neu)


    Wanna read:


    Cujo

    Friedhof der Kuscheltiere

    Shining

    The green mile

    Carrie


    Wanna watch:


    Es (die Fortsetzung, die dieses Jahr kommt)

    Cujo

    Friedhof der Kuscheltiere (erst mal das Alte, die ständigen Remakes nerven mich schon ein bisschen)


    So denn, das dürfte alles gewesen sein. Am besten fand ich bisher "Dolores", das hab ich damals in 3 Tagen gelesen, weil es mich so gefesselt hat. Und gleich danach kommt "Qual", obwohl es ruhig anders hätte enden können... Diese Geschichten sind der Beweis dafür, dass es keinen Pennywise braucht, um Horror darzustellen. Am schlechtesten fand ich "Die Augen des Drachen". Und durchaus gruselig fand ich "Das Spiel", ich sag nur der Besucher in der Nacht und die Befreiung.


    Mal sehen, was als nächstes die Ehre hat.

    Du meinst bestimmt bei ES die Grubbn6 Szene :]

    Sorry für die späte Antwort, aber wenn du schon so fragst: Nein, die war es nicht. Henry, Patrick und Mr. Marsh schon eher. Außerdem denke ich so spontan an ein paar Szenen in "Das Spiel" und "Das Bild Rose Madder". :schreck:Ich war da allerdings auch noch ein bisschen jünger... :lol:


    Wollte ich nur kurz einwerfen, wieder back 2 Topic. Dann verzieh ich mich mal in den SK-Thread.