Beiträge von AlteFrau

    Die Abmischung ist für meinen Geschmack grauenhaft und ein neuer Tiefpunkt in puncto "Loudness War". Die Streicher und Drums gehen in einer Wand aus Schalldruck verloren, die Gitarren sind zu dominant und klingen dennoch irgendwie undefiniert.

    Das ist mir aus der Seele gesprochen, da auch mir der Loudness War fürchterlich auf die Nerven geht. In diesem Zusammenhang aufschlußreich ist, was Till in kürzlich in einem Interview sagte:

    Zitat

    The technical side of a recording leaves me indifferent. Writing lyrics and singing is my thing, and those technical things distract me. Moreover, it is too late to start learning.

    Hierzu paßt auch, was er kürzlich an anderer Stelle sagte:

    Zitat

    I am more into Gothic, he is more into the metal spirit. He always wants to do more stuff with the guitar. I had to stop him and tell him: ‘let the piano and the violins play a bit, let the melody go on’, and he answered me: ‘No, I want to play the guitar.’[...] He does not allow anybody to be at his side when he works and I believe I was the only one able to work shoulder to shoulder with him. And I felt like an intruder. He is extremely independent and he doesn’t admit help from other people, so I had a hard job convincing him to bring Stefan Glaumann, a person that has worked with Rammstein in the past, to help him out with the mixtures.

    Das allzu Laute und (hier paßt das überstrapazierte Wort ausnahmsweise mal:) Brachiale ist also durchaus nicht seine Sache. Aber da er 'nur' der Sänger ist, muß er sich den anderen fügen, auch ihren Klangvorstellungen und diesmal eben denen des Metallers Tägtgren, der bereits (wie leider so viele jüngere Musiker und Produzenten) durch den Loudness War geprägt ist. Glaumann hat ihn offensichtlich nicht daran hindern können oder wollen, auf Kosten des guten Klanges mit der Mode zu gehen. Wie die Musik dadurch verliert, scheint Till durchaus nicht bewußt oder aber notgedrungen ziemlich egal zu sein.

    Gestern habe ich mir die Superluxusedition gekauft, selbstverständlich vor Ort, denn: Support your local record dealer.
    Schon allein der Verpackung wegen hat sich diese Ausgabe gelohnt. Der Fotokünstler Stefan Heilemann und die Designer von Rocket
    & Wink
    haben Großes geleistet. Doch wie ist um den Inhalt der CD bestellt?


    Wer Till Lindemanns Gesangsstil liebt, kommt auf seine Kosten. Wer allerdings seine deutschen Texte liebt, muß auf vieles verzichten:
    denn der Reiz und die Komik dieser Texte bestehen ja darin, daß er in der Verssprache des 19. Jahrhunderts und mit vielen Wortspielen
    die Abgründe der Menschen in der Gegenwart thematisiert. In seinen englischen Texten hingegen besteht die Komik nur noch darin, daß
    er seine liebe Mühe mit der englischen Sprache hat. Entsprechend banal sind die Verse. Von dem Sprachwitz der deutschen sind sie
    meilenweit entfernt. Ausländische Hörer könnten also einen völlig falschen Eindruck von Tills deutschen Texten bekommen und glauben,
    sie wären ebenso schlicht und unliterarisch.


    Aber nun zur Musik.


    Ich habe das Album inzwischen fünfmal intensiv gehört (mal über Kopfhörer, mal über Boxen) und finde es durchaus unterhaltsam.
    Dennoch muß ich wiederholen, was ich bereits gesagt habe: abgesehen von der Mischung (etwas Rammstein, sehr viel Pain) enthält es
    nichts bahnbrechend Neues. Der Sound wirkt zunächst beeindruckend, erweist sich bei genauem Hinhören aber als erstaunlich matschig.
    Und das Songmaterial, abgesehen von der Produktion?


    Um die Qualität von Popsongs zu testen, gibt es ein einfaches Mittel. Man spiele nur die Grundakkorde auf einer akustischen Gitarre
    oder einem Klavier und singe dazu die Melodie. Klingt das Stück noch immer unverwechselbar, so handelt es sich um einen gelungenen
    Song. Bleibt kaum noch etwas übrig, so kann man das Stück vergessen. Ihm fehlt die musikalische Substanz. Von dieser Substanz soll
    im folgenden kurz die Rede sein.


    Am Album von Lindemann fällt zunächst auf, daß die Harmoniefolgen, abgesehen von »That's My Heart«, sehr simpel sind. Im Hinblick
    darauf (und auch auf die Tonarten: immer wieder a-Moll und e-Moll) sind die Stücke also alles andere als originell. Deshalb stellt sich die
    Frage, inwieweit es Till & Tägtgren gelungen ist, Melodien zu erfinden, die man selbst dann wiedererkennt, wenn sie gesummt oder
    gepfiffen werden.


    SKILLS IN PILLS ist ein gelungener Opener. Das Stück hat einen starken Anfang und einen zwar simplen, aber melodisch gelungenen
    Refrain. Der Schluß leitet sehr gut über zum nächsten Stück.


    LADYBOY ist der erwartete Kracher, hat aber melodisch nichts Besonderes zu bieten. Auffallend ist der Schluß. Er funktioniert im Prinzip
    so wie im ersten Stück: was Gitarre, Baß und Schlagzeug machen, ist nicht zu Ende komponiert, sondern bricht einfach ab, so wie bei
    unzähligen Stücken, die auf Loops basieren.


    FAT beginnt mit einem zweitaktigen Orgelmotiv à la Bach. Das klingt hübsch, ist aber nicht originell; denn ähnliche Anklänge an die
    berühmte Toccata d-Moll sind seit den 60er Jahren in der Rockmusik zu finden. Im Refrain gibt es keine bemerkenswerte Melodie. Das
    Stück lebt nur von seiner Verpackung. Und wieder endet es abrupt.


    FISH ON schwankt zwischen den bisherigen Tonarten a-Moll und e-Moll, wirkt aber konstruiert und endet wieder abrupt. Immerhin ist
    der Refrain wieder melodisch, wenn auch nicht originell.


    CHILDREN OF THE SUN ist nach dem Muster der vorangegangenen Stücke gestrickt und bricht genauso ab wie die bisherigen Stücke.
    Glücklicherweise wirkt der Refrain hymnenhaft, so daß er (auch wegen des Textes) im Gedächtnis bleiben wird.



    HOME SWEET HOME beginnt, gemessen an den vorangegangenen Stücken, originell und hebt sich auch im weiteren Verlauf von ihnen
    ab, da es sich um eher um einen klassischen (sogar folkloristischen) Rocksong im Metal-Gewand als um ein 'echtes' Metalstück handelt.
    Es ist das erste Stück dieses Albums, das durchgesungen wird, einen Spannungsbogen hat und insgesamt auch zur Akustik-Gitarre
    musikalisch einen Sinn ergäbe. Der Schluß ist wieder nicht auskomponiert, paßt aber. Insgesamt ist dieser Track sehr gelungen und wird
    auch wegen seines Textes überleben.


    COWBOY ist ein humoristischer Kontrast und bietet die Partymusik, von der Till & Tägtgren in diversen Interviews sprachen. Leider nicht
    gelungen ist der Break mit dem Banjo; er wirkt so beliebig wie der abrupte Schluß dieses Stücks Unterhaltungsmusik.


    GOLDEN SHOWER verspricht am Anfang mehr als es hält. Es lebt von seiner Verpackung, so wie der (abrupte) Schluß vom Natursekt-Effekt.


    YUKON ist erfreulicherweise wieder durchgesungen. Der Instrumentaltrack ist (bis auf den Schluß) in Ordnung, aber die Gesangsmelodie ist in
    den Strophen wie im Refrain sehr schwach geraten. Zudem erschließt sich mir nicht, weshalb Tägtgren dem Stück im Refrain seinen
    Balladencharakter nimmt und als Drummer das Tempo verdoppelt hat. Dasist dem Stück nicht gut bekommen, weil es ihm viel von seiner
    Atmosphäre nimmt. Allerdings lenkt es ab von der blassen Melodie.


    PRAISE ABORT ist ein melodische Ohrwurm und gehört auch seines vielschichtigen Textes wegen schon deshalb zu den besseren
    Stücken dieses Albums. Jammerschade ist nur, daß der Schluß ---


    THAT'S MY HEART fällt aus mehrerlei Gründen aus dem Rahmen. Es ist nicht nur durchgesungen, sondern steht als einziges Stück des Albums
    nicht im 4/4-Takt, sondern im 6/8-Takt. Zudem ist das harmonische Gerüst ein anderes. Es besteht aus »klassischen« Akkordfortschreitungen,
    man sie aus Liedern kennt, die am Klavier geschrieben wurden (der studierte Musiker Clemens Wijers läßt grüßen), und enthält deshalb auch
    eine Melodie, die höhere Anforderungen an den Sänger stellt. Dieses Stück ist weder »Rock« noch »Metal«, sondern ein volksliedhaftes Stück
    im orchestralen Gewand. Dem einen mag es gefallen, dem anderen nicht; aber es ist gelungen. Und gerade weil es so gelungen ist, zeigt sich hier
    am allerdeutlichsten das Manko der übrigen Stücke: der abrupte Abbruch. Spätestens an dieser Stelle scheint sich der Verdacht zu bestätigen, daß
    ein Konzept dahinterstecken könnte: denn in allen Fällen wird ein Abort betrieben, indem musikalisches Leben brutal beendet wird. Konzeptuell
    betrachtet ist das passend und verweist auch auf das Artwork im Buch. Doch es schadet den einzelnen Stücken, ganz besonders diesem, das
    ganz unbedingt nach einem komponierten Schluß verlangt.



    MEIN FAZIT: Dieses Album ist kein Meisterwerk, aber insgesamt recht gut gelungen, und es enthält mit »Home Sweet Home« und »That's
    My Heart« zwei schöne Lindemann-Balladen. Von den übrigen Stücken finde ich den Opener sowie »Praise Abort« am besten, weil sie wie aus
    einem Guß wirken. Daß andere Hörer ganz anderer Meinung sind, betrübt mich nicht im geringsten: zeigt es doch, daß dieses Album denen, die
    Rammstein und/oder auch Pain lieben, einiges zu bieten hat. Die Arbeit von Till & Tägtgren hat sich also gelohnt.



    *


    Zum Schluß noch ein Zitat von Till : »Music these days, in my opinion, is fast produced and homemade and all digital and low budget. As a
    newcomer you have no chance. Everything is cheap and low budget in my opinion and there's nothing good coming out these days, except for
    DJ's. There's a whole new and modern DJ culture like Skrillex and those guys. There's a total change over in the music and the quality in music
    and the taste in music is totally different. We're never gonna see bands like Led Zeppelin or Black Sabbath again. It's over.«


    Was auch daran liegt, daß die Verpackung einzelner Songs durch die Produzenten und ganzer Alben durch die Designer immer wichtiger wird;
    das Marketing sowieso. Doch am Ende zählt nur der Inhalt, nämlich das, was man, wenn einmal der Strom ausfällt, zum Klavier oder zur
    Gitarre oder vielleicht auch ganz ohne Instrumentalbegleitung singen oder (wenn man das gelernt hat) aus einer Partitur heraushören kann.

    Selbstverständlich ist das Stück keine "Abtreibungshymne". Es ist auch nicht nur ironisch, sondern beschreibt das Dilemma eines Mannes, der es gern ohne Kondome macht, sich aber nicht den Folgen seines Vergnügens stellen will: er haßt seine Kinder und überhaupt alle Kinder, weil sie (wie er meint) nur einen Haufen Geld kosten. Er zahlt, während seine Freunde ein Luxusleben führen. Deshalb preist er (der nie gedacht hätte, daß er es jemals tun würde) die Abtreibung. Seine Geilheit und Verantwortungslosigkeit haben ihn zu einem menschenhassenden Egoisten gemacht. ABER: Auch damit kann er nicht leben, denn "I hate to hate". Was also tun?

    Zitat

    So in the end, I got forced


    To stay away from female intercourse

    Weil er weder auf Sex verzichten noch die Abtreibung guten Gewissens befürworten kann, bleibt ihm nur eines: dem "female intercourse" zu entsagen. Was er stattdessen macht, bleibt der Phantasie des Hörers überlassen. Da der Song mit "I praise abort" endet, ist anzunehmen, daß sich der Mann im Text (wie unzählige andere Männer auch) nicht von Frauen fernhält und trotz seiner Gewissensbisse den Schwangerschaftsabbruch als beste Lösung betrachtet.


    Was aber denkt Till Lindemann?


    Er sagt es nicht offen, sondern läßt in seinem Text nur die abgetriebenen Kinder sprechen:

    Damit ist offensichtlich, was ohnehin jeder weiß, der sich mit Till als Lyriker beschäftigt hat: Till Lindemann ist ein großer Verehrer des Lyrikers Gottfried Benn, der hauptberuflich Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten war und so hart und illusionslos wie kein anderer Lyriker vor ihm uns alle porträtiert hat: "die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch". Siehe hierzu http://www.joergalbrecht.de/es…ichter.de/werk.asp?ID=455.


    Der Song, das Video und speziell der Klassik-Remix von Wijers sind also auch als Hommage an den großen Gottfried Benn zu betrachten.

    Hier sitze ich und kann nicht anders. Ich habe die Maxi-Single und alle verfügbaren Soundschnipsel diverse Male gehört, die Diskussionen darüber und alle Artikel und Interviews zum Lindemann-Album gelesen, selbetverständlich auch den Verriß in der ZEIT. Ach! wie gerne würde ich das Album nun in einem Kommentar gegen all jene verteidigen, die Rammstein schon immer gehaßt oder auch nur mißverstanden haben. Doch leider kann ich das nicht. Denn abgesehen vom schönen Artwork und dem gut gemachten Video und dem geschickten Marketing, dem Bossa-Nova-Schnipsel und dem Remix von Clemens Wijers wird hier nichts geboten, was origineller klingt als all die Rammsteinverschnitte, die es seit Jahren gibt. Weder höre ich ein Riff, das mich aufhorchen ließe, noch eine wirklich schöne neue Melodie oder ein ungewöhnliches Arrangement. Till & Tägtgren mag die Arbeit Spaß gemacht haben, doch das Ergebnis bietet mir kein Hörerlebnis. Es klingt im Prinzip genauso, wie ich befürchtet habe: uninspiriert und synthetisch, dafür aber fett und mit allen Zutaten, die enthalten sein müssen, damit es sich massenhaft verkaufen läßt. Arno Frank hat leider (ich betone: leider) recht mit seiner Kritik am hier gebotenen Breitwandsound. Auf mich wirkt er wie eine fette Tütensoße, die alten Rammsteinfans und auch deren Kindern und Enkeln schmecken soll. Alles wirkt berechnet und berechenbar. Und hier soll ein musikalisches Genie am Werk gewesen sein? Wenn Peter Tägtgren eines wäre, klänge diese Scheibe anders, auch als die Partyscheibe, die sie angeblich nur sein soll.


    Zu den Texten will ich mich nicht äußern; Till ist nun einmal kein native speaker, und das ist deutlich zu hören. Ich tröste mich damit, daß ich nichts anderes erwartet habe und nur selten etwas Großes erwarte, wenn erfolgverwöhnte Rockmusiker sich nach einer langen Pause mit anderen zusammentun, um eine Superscheibe zu machen. Es geht fast immer nach hinten los. Und das komplette Lindemann-Album wird sich, rein künstlerisch betrachtet, wohl nicht als Ausnahme von dieser Regel erweisen.

    Rammstein sind tatsächlich Mainstream. Daß sie dennoch selten und von manchen Sendern gar nicht gespielt werden, hat zwei Gründe:


    1. Als "Stripped" herauskam, galten Rammstein überall als Naziband bzw. als Einstiegsdroge in den Nazirock. Bis heute ist dieses Vor- bzw. Fehlurteil weit verbreitet und wird von manchen Journalisten auch ganz bewußt genährt. Viele Rundfunksender scheuen sich daher, Rammstein zu spielen, vor allem die öffentlich-rechtlichen. Sie wollen nicht ins Gerede kommen. Und so manch ein Rundfunkredakteur ist auch allen Ernstes davon überzeugt, Rammstein seien "rechte" Jugendverderber.


    2. Ein weiterer Grund ist die Musik von Rammstein. Sie hat bekanntlich Power und geht unter die Haut, so wie die Texte der Band. Auch wenn das genannte Vorurteil nicht bestünde, würden Rammstein nicht oder nur selten gespielt, weil ihre Musik nicht seicht klingt, sondern zum Hinhören zwingt. Die (so nennen sie das:) Philosophie der Dudelfunkverantwortlichen besteht aber gerade darin, den Menschen ein "Tagesbegleitprogramm" zu bieten, von dem sie sich bei der Arbeit und feierabends berieseln lassen können. Alles, was nicht zum Weghören taugt, wird daher nicht gesendet. Diese Entwicklung begann in den 70er Jahren und verschärfte sich 1984 nach Einführung der Privatsender; ich habe das alles mitbekommen. Und deshalb weiß ich auch noch, was alles während der 60er Jahre nachmittags zu hören war: zwar nicht viel Rockmusik, dafür aber Sendungen, in denen die lautesten und schrägsten Stücke bis hin zum Free Jazz gespielt wurden. Dergleichen ist inzwischen nicht einmal mehr nachts zu hören. Auch die klassische Musik wird (soweit es sich nicht bloß um Stücke handelt, die man wie Schlager konsumieren kann) allmählich so weit wie möglich aus dem Rundfunk verbannt. Eine ähnliche Entwicklung hat es im TV gegeben. Was früher im Ersten Progamm um 20.15 Uhr gesendet wurde, bekommt man inzwischen nicht einmal mehr nachts bei Arte zu sehen. Es ist zu anspruchsvoll. - Wie rapide die Verblödung fortschreitet, zeigt sich auch daran, daß der legendäre Radio-DJ Alan Bangs inzwischen nicht einmal mehr bei DRadio Wissen senden kann. Sein Vertrag läuft Ende dieses Jahres aus.


    Kurz: Rammstein sind Mainstream, aber nicht doof. Und deshalb waren und sind sie allen Volksverblödern verhaßt.

    Der SWR2 hat am 21. August freundlicherweise ein schon einmal gesendetes halbstündiges Hörspiel über Till Lindemann wiederholt. Grundlage ist das Buch von Tills Vater; zu Wort kommt auch seine Mutter. Wer die Sendung verpaßt hat, kann sie hier herunterladen.


    WARNUNG: Es geht nicht um Rammstein, sondern um den jungen Till und seine Eltern und das Leben in der DDR. Die Sendung ist also nur etwas für ernsthaft Interessierte.

    Hallo Foristinnen & Foristen,


    wie euch allen schon aufgefallen ist, sind Rammstein in die Jahre gekommen. Ihre Bühnenshows sind spektakulärer denn je, aber ihre besten Songs haben sie vor langer Zeit geschrieben. Dies jedoch will ich nicht als Vorwurf verstanden wissen, sondern nur als eine Tatsache, die auch für die meisten anderen Rockbands gilt. Eines jedoch unterscheidet Rammstein von den meisten. Was sie geschaffen haben, ist so faszinierend, daß es schon in der Vergangenheit zahllose Künstler beeinflußt hat und immer mehr Künstler beeinflußt. Damit meine ich nicht all die vielen deutschsprachigen Bands, die Rammstein zu kopieren versuchen. Ich meine diejenigen, die sich von Rammstein inspirieren lassen, um Neues zu schaffen. Und diese Leute sind in aller Regel keine Rockmusiker, sondern Musiker aus der Klassik-Sparte, Theaterleute und Bildende Künstler. Ihnen soll dieser Thread gewidmet sein - und all den Rammsteinfans, die verstanden haben, daß Rammstein mehr waren und mehr sind als *geil geil geil*.


    Den Anlaß dafür, daß ich dies hier schreibe, bot letzte Woche die Eröffnung des MDR-Musiksommers. Sie stand ganz im Zeichen des 200. Geburtstags des Komponisten Richard Wagner , mit dessen Werk das von Rammstein oft und zu Recht verglichen wurde. Denn Rammstein haben, ohne daß es ihnen anfangs bewußt gewesen wäre, wie einst Richard Wagner mit ihrer Bühnenshow ein Gesamtkunstwerk geschaffen, worin Musik, Texte und Theater gleichermaßen wichtig sind. Wie Tim Renner schon vor fast 10 Jahren in diesem Buch berichtet hat, haben Klassik-Leute das als erste erkannt. Deshalb auch waren sich diese Leute nicht zu schade, schon frühzeitig mit Rammstein zusammenzuarbeiten; darunter auch Sven Helbig. Und genau dieser Sven Helbig hat nun, zusammen mit Apocalypticaund dem Choreographen und Tänzer Gregor Seyffert und vielen anderen, darunter Tänzer, Artisten, Sinfonieorchester und chor, das multimediale Gesamtkunstwerk


    WAGNER RELOADED - APOCALYPTICA MEETS WAGNER


    auf die Bühne gebracht. Wer an Rammstein mehr schätzt als nur das Laute und Provokative, der sollte sich den verlinkten Mitschnitt der Uraufführung voom 5. Juli 2013 unbedingt ansehen. Denn er kommt nicht nur musikalisch voll auf seine Kosten, sondern wird auch vieles andere entdecken, das nicht zufällig an Rammstein erinnert. Hier wurde zum erstenmal der Versuch unternommen, das Faszinierende an Wagner und Rammstein auf der Bühne zusammenzubringen, und: es ist geglückt. Am 6. Juli gab es noch eine Aufführung, und am 27. September wird es eine dritte geben, wiederum in der Arena Leipzig.


    Es ist abzusehen, daß es nicht dabei bleiben wird. Denn wie hier im Forum bereits zu lesen war, will Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten und Leiterin der Bayreuther Wagnerfestspiele, ja schon lange mit Rammstein zusammenarbeiten. Ob es konkrete Pläne gibt, ist nicht bekannt. Aber es ist anzunehmen, daß Rammstein (die ja schon in den Zeiten von Feeling B mit der ostdeutschen Kunstszene zu tun hatten) ab 2014 immer öfter mit Künstlern aus der Klassik- und Theaterwelt kooperieren werden. Nicht nur die Single "Mein Herz brennt" ist ein Indiz dafür, sondern auch die von ihnen live aufgeführte neue Version dieses Stücks. Sie fordert vom Publikum etwas anderes als bisher, nämlich: still zu sein und zuzuhören. Ein weiteres Indiz ist auch der im Herbst erscheinende neue Gedichtband von Till, der gewiß nicht zufällig mit "In stillen Nächten" betitelt ist und damit an die Aufmerksamkeit seiner alten Fans appelliert - und an ein neues Publikum.


    Tja, liebe Leute: Rammstein werden älter, und sie sind klug genug, um das nicht zu ignorieren. Gerade deshalb kann von ihnen noch einiges erwartet werden - nur nicht das Gewohnte. Ein wichtiges Jahr wird das Jahr 2016 sein. Dann nämlich wird der Bildende Künstler Jonathan Meese in Bayreuth Wagner inszenieren. Auch er hat sich während seiner Performances schon öfter auf Rammstein bezogen. Vielleicht wird er das 2016 wieder tun. Ich jedenfalls kann mir gut vorstellen, daß hinter den Kulissen längst darüber verhandelt wurde und/oder noch verhandelt wird, ob und in welcher Form kooperiert werden kann. Was Gregor Seyffert, Apocalyptica & Co. jetzt in Leipzig gelungen ist, wird allerdings nur sehr schwer zu übertreffen sein. Gerade deshalb aber bin ich sehr gespannt, wie es künstlerisch mit Rammstein weitergeht. Sie werden uns noch alle überraschen. Und dann werden sich die Geister zwischen denen scheiden, die ihre Band so haben wollen, wie sie bisher war, und denen, die zusammen mit Rammstein ihren Horizont erweitern.

    Wenn Hymne von R+, dann SONNE. Ich höre das Stück immer zum Jahreswechsel, zusammen mit anderen feierlichen und kraftvollen Hymnen wie z.B. der Hymne der UdSSR, gesungen vom Chor der Schwarzmeerflotte, RULE BRITANNIA usw. Neue Rock-Hymnen kommen gelegentlich dazu. In diesem Jahr ist schon eine erschienen: CARPE DIEM von Der Bote.

    Ich bezweifle, dass der Mann, der mit voller Inbrunst Schwarz-braun ist die Haselnuss singt und der für die DVU das komplette Deutschlandlied eingesungen hat, nicht weiß, in welchem historischen Kontext dieser Ausspruch steht.


    Heino hat das Lied mit allen drei Strophen nicht für die DVU eingesungen, sondern im Auftrag der Landesregierung von Baden-Württemberg. Nachzulesen hier. Ihm vorzuwerfen, daß die DVU es mißbraucht hat, wäre genauso fragwürdig, wie wenn man Rammstein vorwürfe, daß einige ihrer Stücke von Nazis mißbraucht wurden und noch immer mißbraucht werden. Auch Songs von linken Bands wie Ton Steine Scherben sind in der rechten Szene sehr beliebt und werden dort gecovert. Im Prinzip nämlich gibt es weder 'linke' noch 'rechte', sondern nur gute oder schlechte Musik. Und seit es Lieder gibt, sind deren Texte schon immer den jeweiligen Zielen entsprechend verändert worden.


    Man mag Heino mögen oder nicht. Aber gerade Rammsteinfans sollten nicht über ihn urteilen, ohne sich eingehend mit ihm beschäftigt zu haben. Denn beiden wurde und wird im Prinzip seit Jahrzehnten genau das gleiche vorgeworfen: Deutschtümelei, rechtes Gedankengut, rechte Ästhetik, Geschäftemacherei durch gezielte Provokationen, dümmliche Interviews, prollige Fans; und Heino wie Rammstein müssen schon lange damit leben, daß manche Leute alles, was sie tun und sagen, gegen sie verwenden. Heino etwa wurde jüngst im Forum von Spiegel online allen Ernstes vorgeworfen, er trage ganz bewußt Schwarz und einen Totenkopfring, um auf diese Weise seine (angeblichen) Sympathien für die SS zu signalisieren. So etwas klingt in vielen Ohren ungemein intelligent und kritisch, zeugt aber nur von jener Mischung aus Böswilligkeit, Ignoranz und Niedertracht, die so gern als typisch deutsch bezeichnet wird. Doch es gibt sie überall. Nur ist sie hier in Deutschland angesichts unserer Geschichte ganz besonders widerlich - zumal dann, wenn sie von einem antifaschistischen Heiligenschein umgeben ist.


    Kurz: Rammsteinfans sollten aus der Geschichte ihrer Band gelernt haben, was zu lernen ist. Verdamme niemals, eh du ein Sach erkennet hast.

    Wer auf das zweite Album von DER BOTE gewartet hat, NDH-Alben sammelt oder auch nur mal wieder ein paar neue Deutschmetal-Stücke hören will, kann MORGENWELT ab heute bei allen großen legalen Download-Anbietern finden, hineinhören (kost't ja nix!) und herunterladen. Der Silberling mitsamt einem 16seitigen Booklet soll ab dem 8. Februar erhältlich sein.


    Wie oben schon erwähnt, habe ich die Scheibe bereits in voller Länge gehört, inzwischen diverse Male. Und je öfter ich sie höre, desto besser gefällt sie mir. Jedes der größtenteils in mittlerem bis langsamem Tempo gehaltenen Stücke hat seinen ganz speziellen Reiz, sogar für Leute wie mich, die während der 60er aufgewachsen sind und alles von ABBA bis Zappa hören, wenn es denn nur gut ist. Und MORGENWELT ist ein gelungenes Album voller unverwechselbarer Songs mit Ohrwurm-Qualitäten. Das gilt im großen und ganzen sogar für die Texte, die - anders als bei vielen NDH-Scheiben - erstaunlich gut zum jeweiligen musikalischen Geschehen passen.


    Obwohl ich das Glück hatte, die 14 Tracks der CD vorab zu bekommen, werde ich mir den Silberling kaufen.

    Seemann85 :


    Daß ein bettelarmer Punk namens Norbert Hähnel wg. Heino in den Knast gemußt habe, ist nichts als eine Legende, nachzulesen z.B. hier :

    Zitat

    Der „echte“ Heino erwirkte vor dem Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen Hähnel. Infolge dessen durfte Hähnel nicht mehr als „Heino“ auftreten und musste 10.000 DM Ordnungsgeld zahlen. Die Toten Hosen spielten ein Benefizkonzert, um das Ordnungsgeld und die Kosten für Hähnels Anwalt zu tragen. Hähnel nahm das Geld dankend an, weigerte sich aber, die Strafe zu zahlen und saß ersatzweise lieber Ordnungshaft ab.

    Er ging also um der Knete willen in den Knast.


    Im übrigen stimmt es auch nicht, daß Hähnel Heino gecovert habe. Tatsächlich hat er Heino nur parodiert. Allerdings wurde er nicht deshalb verklagt, also nicht aus Humorlosigkeit, sondern wegen unberechtigter Nutzung von Heinos Schallplattenaufnahmen und wegen diverser Begleitumstände, siehe hier.

    Zitat

    Die Plattenfirma sagte, solange sich die Geschichte um den „wahren Heino“ nur im üblichen Umfeld abgespielt hatte, sei es ihnen ja egal gewesen. Aber das er jetzt in Talkshows auftrat und auf Plakaten „die Toten Hosen und Heino“ stand, wodurch sogar Leute in die falschen Konzerte gingen, ginge zu weit.

    Der Artikel zeigt, daß Norbert Hähnel alles andere als der Held war, als der er von den meisten noch heute betrachtet wird, sondern letztlich nur ein Typ, der es (wie auch die Hosen selbst) verstanden hat, sich die weitverbreitete Abneigung gegen Heino zunutze zu machen und seine Karriere innerhalb der Szene darauf aufzubauen.

    Eifersucht :


    Anlehnungen wie die des Boten an Megaherz mögen dir "unfassbar dreist" erscheinen, sind aber typisch für die Rockmusik und im übrigen auch für die klassische Musik. Es lohnt sich also nicht, sich darüber aufzuregen. Entscheidend ist nur, ob das neu entstandene Musikstück für sich genommen etwas taugt oder nicht - und ob es sich um ein Plagiat handelt oder nicht. "Schuldig" ist definitiv kein Plagiat, so wie Till Lindemanns von anderen Autoren entlehnte Texte auch keine Plagiate sind.


    Im übrigen weiß ich nicht, was du mit deinem Beitrag bezweckt hast. Denn es war ja nicht von der alten Bote-CD die Rede, sondern von der neuen. Anhand der neuen Tracks sollte die Band, so wie sie heute ist, beurteilt werden. Ich habe auf der CD einige gute Stücke gefunden. Und ich glaube sogar, daß ihr mit dem Titelstück "Morgenwelt" ein Klassiker geglückt ist. Deshalb bin ich sehr gespannt darauf, wie speziell dieser Song von anderen beurteilt werden wird.

    Am 4. Februar 2013 ist es soweit: das lange angekündigte zweite Album von DER BOTE wird unter dem Titel MORGENWELT erscheinen. Die Tracklist ist:


    01 Intro
    02 Morgenwelt
    03 Herbstnacht
    04 Du oder ich
    05 Lebenslang
    06 Dreh dich nicht um
    07 Der Weg zum Erfolg
    08 Supernova
    09 Carpe diem
    10 Rosen
    11 Amok
    12 Nein (eleven)
    13 Outro
    14 Morgenwelt (Akustik-Version)


    Besetzung: Boris Delic (Stimme), Frank Itt (Keyboards, Bass), Victor Smolski (Gitarre), Daniel Behrmann (Gitarre), Ralf Gustke (Schlagzeug) sowie diverse Gastmusiker


    Ich kenne bereits das gesamte Album und kann schon jetzt verraten, daß es melodischer und abwechslungsreicher als das erste ist - und erfreulicherweise eigenständiger, wenn auch die Sangesart (wie nicht anders zu erwarten) stellenweise stark an Rammstein und manches andere an X oder Y erinnert. Den meisten werden also nicht alle Stücke gefallen. Die Bandbreite reicht vom kuschelweichen "Du oder ich" über das zynische "Lebenslang" (ein Metal-Rocker mit Kinderliedrefrain) bis hin zum brachialen "Der Weg zum Erfolg". Meine Favoriten sind einige der Songs dazwischen: "Herbstnacht", "Supernova", "Carpe diem" und vor allem das Titelstück. Dessen letzter Teil (Gitarrensolo und Refrain) ist in diesem offiziellen Teaser zu hören:



    Inoffizielle Mitschnitte aus dem bisher einzigen Bote-Konzert (6. Januar 2012, Pumpwerk Wilhelmshaven) sind bei YouTube zu finden.

    Manch ein Rammsteinfan hat es vielleicht schon mitbekommen: der Filmemacher Jan Tengeler hat sich zusammen mit dem neuseeländischen Musiker Hayden Chisholm auf eine musikalische Spurensuche in unserem Land begeben und dabei eine Volksmusik entdeckt, die nichts mit dem ekligen Zeug zu tun hat, das die meisten aus dem TV kennen; die aber um so mehr mit der Tradition zu tun hat, der auch Rammstein entstammen. Grund genug also für bildungshungrige (vor allem auch: selbst musikalisch aktive) Rammsteinfans, sich den Film SOUND OF HEIMAT anzusehen. Am 27. September 2012 kommt er in die Kinos. Viele Informationen bietet die Website zum Film.


    Im Film zu sehen sein wird auch Bobo alias Christiane Hebold, uns allen bekannt aus "Engel". Noch ein Grund also, den Film nicht zu verpassen.

    Meinen Nicknamen habe ich nicht nur aus Jux gewählt. Ich bin ein paar Jahre älter als Till Lindemann, habe die gesamteen 60er Jahre bewußt mitbekommen, seit 1978 in diversen Düsterbands gespielt und bin seit 1997 Rammsteinfan. Deshalb schalte ich mich nun mal eben in die Diskussion um Ost+Front ein. Also:


    Es handelt sich zweifellos um eine Rammsteinkopie. Jeder Song enthält Teile, die musikalisch auf das eine oder andere Stück des Originals oder sogar mehrere Stücke verweisen, und zwar so deutlich, daß es offenbar beabsichtigt ist. Außerdem orientiert sich der Sänger offensichtlich an Till Lindemann, und das Auftreten der Band spricht Bände. Ist sie deshalb schlecht?


    Ich sehe die Sache gelassen. Rammstein haben - so wie früher speziell die Beatles - aus sehr unterschiedlichen Elementen einen ganz eigenen und unverwechselbaren Stil geschaffen. Solche Künstler werden immer kopiert, und das ist erst einmal gar nicht als Ärgernis zu betrachten, sondern als eine Ehre für das Original. Ich halte Ost+Front für die bisher beste der mir bekannten Rammstein-Kopien. Warum?


    Anders als andere NDH-Bands haben Ost+Front nämlich begriffen, daß Rammstein nicht nur 'böse' sind, sondern auch sehr witzig, und daß sie nicht nur sehr laute Musik machen, sondern auch immer wieder Stücke, die so melodisch sind, daß man sie zur Akustikgitarre oder sogar ohne Begleitung singen kann. Schon durch ihre Melodien unterscheiden sich Ost+Front wohltuend von den meisten anderen NDH-Bands (zumal aus Westdeutschland), die nämlich - anders als viele ihrer Kollegen aus dem Osten - gar keine singbaren Melodien erfinden können und oft auch gar keinen Sinn für die spezielle Machart und den Witz der anspielungsreichen Rammsteintexte und der Musik von Rammstein haben.


    Ein Beispiel für das, was ich meine, ist "Ein alter Mann" von Ost+Front. Bei diesem Stück fiel mir sofort Johannes "Jopi" Heesters ein, aber eben nicht nur er oder andere alte Männer, die auf der Konzert- oder Theaterbühne bleiben, bis sie tot umfallen. Am Schluß des Stücks nämlich zitiert der Gitarrist ein Lied, das alle ehemaligen DDR-Bürger kennen und auch Westdeutsche kennen sollten. Es ist die einstige Nationalhymne der DDR: "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt". Wer das erkennt, dem fällt dabei sogleich Erich Honecker ein. Das Lied handelt also auch von Politikern, die sich an ihre Macht klammern, bis sie allen verhaßt sind. Ein weiteres Beispiel ist das "Denkelied", eines der musikalisch besten Stücke der CD, das den Fall des Massenmörders Haarmann aufgreift, und zwar zu einer sehr schönen volksliedhaften Melodie. Um Ost+Front gerecht beurteilen zu können, muß man also - ganz so wie beim Original - genauer hinhören. Genug, daß Ost+Front (die derselben Szene entstammen wie R+) alles andere als musikalisch oder sprachlich untalentiert sind. Sie wollen halt ein Stück abhaben vom großen Kuchen, so wie all die Bands, die (wie die Beatles) sich 1966 bei den Beach Boys bedient haben oder 1967 "Sgt. Pepper" von den Beatles kopiert haben. Die dreisteste Kopie stammt von den Rolling Stones.


    Was mir an Ost+Front am meisten mißfällt, ist die Vermarktung dieser Band. Aber das ist eine andere Sache. Ich jedenfalls freue mich über ihre erste CD, weil sie den übrigen Rammstein-Klonen an Melodien weit überlegen ist und das hat, was den meisten NDH-Bands fehlt, nämlich jenen schwarze Humor, ohne den Rammstein nicht geworden wären, was sie sind: die beste und einflußreichste Band, die es jemals auf deutschem Boden gegeben hat.