• Ich habe die Version in der ein Teil der Lieder auf Französisch ist und deshalb entschuldige ich mich für jegliche Differenzen zwischen meiner Version und der richtigen.


    Aus der Bohne und in das Licht
    Vielleicht meint er den Teil des Penis, der bei der Erregung aus der Vorhaut kommt (sorry, habe gerade den richtigen Begriff vergessen)
    ein Wesen mich zu gehen drängt
    Das Verlangen/die sexuelle Erregung/das tierische im Menschen kommt dabei heraus

    für die selbe Sache und das alte Leid
    Das lyrische Ich weiß schon, dass nichts besonderes/gute herauskommen wird, doch macht es trotzdem
    meine Tränen mit Gelächter fängt
    hier könnte ich mich ganz weit aus dem Fenster lehnen, aber vielleicht geht es um Pornografie und das lyrische Ich gibt einen Cumshot auf das lächelnde Gesicht der Frau
    wo das Schicksal seine Puppen leckt
    entweder leckt sie das Sperma von ihrem Körper oder den Penis des Akteurs. Mit Puppen sind die Akteure gemeint, weil sie nichts großes machen und nur "Puppen" der Pornoindustrie sind
    für die selbe Sache und das alte Leid
    wie oben beschrieben, man macht es obwohl man bereits weiß, dass es nur Leid erzeugt
    weiß ich endlich hier wird nichts verschenkt
    Das lyrische Ich versucht sich einzureden, bzw es wird ihm eingeredet, dass sein Beruf nicht schlecht ist und er nicht kostbare Zeit, Gefühle etc wegwirft


    In der zweiten Strophe geht es darum, dass es immernoch das gleiche ist, und er trotz Trauer und leerer Sehle Sex möchte und deshalb seinen ihn traurig machenden Beruf vortführt und sich sogar seinen animalischen Trieben hingiebt (ICH WILL FICKEN, FICKEN, FICKEN , FICKEN!)


    In der letzten Strophe stellt er fesst, dass es keinen Sinn hat und damit aufhören muss. Es wird impliziert, dass er es jemanden mit Tränen in den Augen erzählt und deshalb nur ausgelacht wurde.
    Till schreibt auch, dass auf der Matte ein junger Leib fault. Damit meint er wahrscheinlich, dass es einen nie endenden Strom von Pornodarstellern geben wird.


    Am Ende wird im Hintergrund nie mehr das alte Leid gesungen während Till ziemlich aggressiv DAS ALTE LEID schreit, was dem Zuhörer zeigen soll, dass er zwar aufgehört hat, doch ihn das Geschehene immer noch von Innen zerfrisst.
    Mit dem Babygeschrei wird meiner Meinung nach darauf hingedeutet, dass er als Kleinkind missbraucht wurde, sein Kleinkind missbraucht, er eine schlimme Kindheit hatte oder sein Keind eine schlimme Kindheit hat und haben wird.
    EDIT: Gegen dem Ende hin kommt eine Pause an der Stelle an der er ICH WILL FICKEN schreien sollte und kurz darauf singt er nie mehr das alte Leid.
    Damit sieht man einen definitiven Wandel der Person. Am Anfang möchte er Sex und kommt sehr rabiat und animalisch rüber, doch später möchte er keinen Sex und kein Leid mehr

    MIT IHM MEINE ICH DAS LYRISCHE ICH, NICHT TILL LINDEMANN!
    DIE ZWEITE UND DRITTE STROPHE HABE ICH NICHT MEHR GANZ GESCHRIEBEN, WEIL ES SO SCHNELLER GING!

    Danke für's Lesen, jeglicher Input wäre erwünscht

  • ...
    wo das Schicksal seine Puppen leckt
    entweder leckt sie das Sperma von ihrem Körper oder den Penis des Akteurs. Mit Puppen sind die Akteure gemeint, weil sie nichts großes machen und nur "Puppen" der
    ...

    Ich möchte dich ja nicht enttäuschen, aber das Schicksal LENKT seine Puppen und leckt sie nicht ( auch wenn die sicher formidabel schmecken und länger halten als jeder Lutscher oder jede Erektion ).

    „Könnte es sein, dass Alter und Erfahrung mit Intelligenz und moralischer Reife wenig oder gar nichts
    zu tun haben? Dass es auch nichts hilft, tausend Jahre alt zu werden, wenn man blöde geboren wurde?“


  • Ich möchte dich ja nicht enttäuschen, aber das Schicksal LENKT seine Puppen und leckt sie nicht ( auch wenn die sicher formidabel schmecken und länger halten als jeder Lutscher oder jede Erektion ).


    Upps!
    Dann ändern wir halt die Interpretation!
    Die Puppen sind die Schauspieler und das Schicksal ist der/die Regisseur/e.
    Passt trotzdem in's Konzept, doch ist nicht mehr soooo schmackhaft :kleenex:

  • Zu 99,9% bin ich mir jedenfalls, dass der Anfang der ersten Strophe nicht "Aus der Bohne" sondern "Auf der Bohle" lautet - hört mal genau hin! Bohle hat nichts mit dem Dieder zu tun, sondern ist ein altes Wort für Brett, und meiner Meinung steht es hier für die Türschwelle, was auch zu der später erwähnten Matte passt.


    Der populärsten Interpretation, dass es hier um die komplizierten Dating-Rituale zwischen Mann und Frau und deren unterschiedliche Erwartungen geht, stimme ich zu. Lustigerweise dachte ich während des ersten Hörens, dass Das alte Leid von einem Zwangsrekrutierten im Krieg handelt - und dann kam der "Ich will f*****"-Teil!


    Meine Lieblingsstelle kommt übrigens nicht nach dem zweiten, sondern nach dem dritten "weiß ich endlich". Man merkt hier richtig, wie die Band für einen Moment mit den Erwartungen des Hörers spielt, nur um ihm dann die Befriedigung, den Schrei "Ich will f*****" ein zweites Mal zu hören, zu versagen. Wenn ich es recht bedenke, könnte das auch ein bewusster Versuch gewesen sein, das Thema des Songs auch auf akustischer Ebene umzusetzen - zutrauen würde ich das den Jungs! ;-)