Eine Frage an die E-Gitarren-Gurus

  • Ehrenwerthe Leserschaft!


    Ich habe vor einiger Zeit eingesehen, dass man trotz moderner Technik (Shreddage II :banane2: ) nicht um eine echte Gitarre herumkommt, wenn man wirklich AUTHENTISCHEN Klang haben will. So habe ich mir eine ESP LTD gegönnt (Ich möchte jetzt bitte nicht wissen, wie scheiße Billigschrott die ist und dass
    ich keine Ahnung habe und auf den Scheiterhaufen damit etcppp), die ich durch eine RME Fireface UC in meinen PC hineinjage. Nun ist GuitarRig 5 ja eine total tolle Erfindung, man muss Richard dankbar sein, dass er sich für Rammfire so tief in die Karten hat blicken lassen. Ich habe dann
    auch schon kapiert, dass ich, weil die Gitarre nun mal keine besonders guten (wenn auch nicht total schrottige) Humbucker am Start hat (und ich jetzt auch erstmal nicht direkt neue nachkaufen will), die Höhe der Humbucker verändern kann. Die hab ich jetzt nochmal ORDENTLICH nach oben gefahren und auch
    seitdem deutlich mehr Druck beim Spielen. Ich komme zum Punkt: Zu Weihnachten hat mir ein Mitstudierender ein Line6 UberMetal gewichtelt (es gibt noch freundliche Menschen...), welches ich bisher, "weil ich ja GuitarRig habe und den Oldschool-Krempel nicht brauche", nicht angeschlossen hatte. Heute hab ich es mal dazwischengeschaltet - und ich war baff, wie um einiges klarer und besser meine Gitarre über die Fireface (clean) im Rechner ankommt (das "aktivierte" Pedal mit Verzerrungseffekten werde ich nicht nutzen, da für FX und Verzerrung dann GuitarRig deutlich bequemer ist).



    Meine Frage nun daher:


    Ist das Pedal als (zusätzlicher) Pre-Amp nötig (hätte ich es von Anfang dazwischenhaben sollen), oder ist alles dann doppelt und dreifach (vorverstärkt) gemoppelt und damit zuviel des Guten?

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    GENOSSEN - MARX IST THEORIE, MIT STALIN LEBT SIE AUF
    IN PRACHT ERSTRAHLT DIE VOLKSALLEE, ERHEBT DAS GLAS DARAUF

    UND GLAUBEN HEUT DIE FEINDE, SIE HÄTTEN SCHON GESIEGT
    DER DRANG NACH VOLKSDEMOKRATIE LANG NICHT AM BODEN LIEGT

    4 Mal editiert, zuletzt von Hell Mood ()

  • Ist eine reine Geschmacksfrage.
    Es empfiehlt sich, den Amp in Guitar Rig natürlich nicht auf High Gain laufen zu lassen, da das zu einem ordentlichen Brei führt und nur noch rauscht. In diesem Fall sollte (je nach Ausprägung) zumindest noch ein Noise Gate zwischen geschaltet werden, falls Du auf diesen Matsch-Sound stehst. Ich selbst spiele in Grindcore Bands und mache dies teilweise mit Absicht um meine Gitarre möglichst stark zu verfremden. Qualitativ hochwertig ist das aber nicht, da der Sound unkontrollierbar und alles andere als klar ist. Im Mix kommt dabei nix Fettes heraus. Denn "fette" Produktionen wie bspw. Rammstein, haben eh weniger Gain, Bass und Treble auf den Gitarren, als man annehmen würde. Der fette Gitarrensound kommt aus der klaren Aufteilung der jeweiligen Frequenzspektren der Instrumente (Gitarre mittig, Bass tief, etc...).


    Wenn Du einen Pre-Amp dazuschalten willst, kannst in Guitar Rig einfach einen Clean Kanal nehmen und da nur sehr bedacht an den Reglern drehen. Live Gitarristen mit vielen Effektpedalen nutzen in den meisten Fällen (auch hier wieder abhängig vom gewünschten Sound Ergebnis) live auch den Clean-Kanal ihre Amps. Solange Du nicht eine Last Days Of Humanity-Tribute CD aufnehmen möchtest, empfiehlt sich das auch nicht.


    Ich persönlich bin kein Freund von Guitar Rig und Co, wenn ich eine CD aufnehme. Mit Mikrofon abgenommene Verstärker klingen, selbst im heimischen Kinderzimmer bei Raumtemperatur was die Lautstärke betrifft, in den meistens Fällen besser. Besser hier im Sinne von organischer. Ist aber eine Frage des persönlichen Könnens - mir ist die Frickelei am PC einfach zu viel, lieber schiebe ich das Mikrofon 20 Mal vor dem Amp hin und her. ;)

  • Danke für die Antwort. Folgendes habe ich mittlerweile dazugelernt:


    GuitarRig verfügt AUCH über einen EIGENEN Gain-Regler. Es ergab sich eine ganz neue Ohrenwelt, als ich mal den Doppel-Gain von der Gitarre durch Interface UND Guitar Rig rausgenommen habe. In einigen Presets reicht der Instrument-Preamp meines Interface und eine leichte Gain-Hochregelung im GR, um immens zu verzerren, insbesondere bei Rammfire muss ich allerdings fast auf 11 hochdrehen um vergleichbar zu klingen. Generell regel ich den Gain nur noch im GR.
    Hab noch eine neue Frage:


    Mir ist beim Mitspielen von "MUTTER" live aufgefallen, dass Richard das Chorus-Solo sehr weinerlich/wimmernd klingen lässt. Erreicht er diesen Effekt durch das Vibrato mit der Fingerkuppe auf der Saite, oder bedient er sich da eines Wah-Wah-Pedals? Bei PARIS wirkt es jedenfalls sehr, als ob er an seinem Pedal-Rig steht und drauf rumsteigt.

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  • läuft etzala bei mir mittlerweile...achtung, könnte laut sein...


    http://picosong.com/wFC7t/

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  • Hell Mood Ich antworte mal hier auf die Frage von dir aus dem Albumthread:


    Zitat

    [...]

    Frage für 1 Freund: Wieso ist es eigentlich so sauschwer stimmstabil in Drop C zu spielen. Die digge E wabbelt bei mir da von H nach Cis dass es (k)eine Freude ist.....



    Das kommt auf viele Faktoren an: Was für eine Gitarre hast du? Welche Mensur hat sie? Wie sieht es mit der Halskrümmung aus? Was für eine Bridge ist drin? Welche Saitenstärke benutzt du?

    Generell lässt sich folgendes sagen:
    Je länger deine Mensur, desto stimmstabiler ist die Gitarre bei tiefen Stimmungen. Dass du dickere Saiten brauchst für tiefere Stimmungen ist auch logisch, es gibt z.B. auch Saitensätze für Drop Tunings, bei welchen die tiefe Saite dann noch zusätzlich dicker ist im Verhältnis zum Rest.
    Auch spielt oft eine Rolle, wie ''massiv'' eine Gitarre und ihr Hals sind. Gitarren mit weniger massiven Hälsen neigen eher dazu, sich unter starker Spannung zu verstimmen (z.B. Strats, Teles oder auch Jacksongitarren), daher haben Metalgitarren mit wenig massiven Hälsen oft dann die Fixierschrauben, um die Stimmung zu halten, weil sie sonst bei jedem Wackler am Floyd Rose zu den Sternen fliegen würden.
    Besonders massive Gitarren (im Gesamtbau) neigen seltener zu Verstimmungen bei höherer Spannung, z.B. Les Pauls, Explorer usw.
    Merk dir einfach, die drei Hauptfaktoren: Bau, Saitenstärke und Mensur; nicht jede Gitarre auf der Metal steht hält auch Stimmungen moderner Metalmucke aus.

    „Könnte es sein, dass Alter und Erfahrung mit Intelligenz und moralischer Reife wenig oder gar nichts
    zu tun haben? Dass es auch nichts hilft, tausend Jahre alt zu werden, wenn man blöde geboren wurde?“


  • OK, ich lass die Hose fallen. Meine Erstklampfe ist eine ESP-LTD EC-50. :facepalm:

    Mittlerweile weiß ich, dass die Teile erst ab der 400er Reihe brauchbar werden. Geiz am falschen Ende. Für 50 Euro mehr hätte ich....egal.

    Immerhin keine 80 Euro Harley Benton. Als Einsteiger hätte ich es auch anmaßend gefunden, mir direkt eine 800 Euro Gibson zu gönnen.

    Ich denke, dass es nicht so klug war, die in Eigenregie "einzustellen" (Tune-O-Matic, Brückenhöhe und Trussrod). Wenn man keine Ahnung hat, sollte man ja insbesondere vom Trussrod die Wiggsgriffel lassen.....aber Tatsache, seitdem ist sie bis auf die dicke E in Drop C und generell die G-Saite (ist wohl eine Paulakrankheit) stimmstabil. Nur bei Drop C halt nicht. Ich habe .12- .54er Bespannung mittlerweile drauf, wegen Meddl.


    Eventuell habe ich mir den Hals "gebrochen" - also nicht dass da was geknackst hätte, ich meine, verzogen. Jetzt wäre meine nächste Frage: Woran kann ich erkennen, ob der Hals verkrümmt ist? Da du aber keine Glaskugel hast und Ferndiagnose betreiben kannst, ....denke ich wirds halt Zeit, endlich zum Laden zu watscheln und den Fachmann über meine "Facharbeit" kotzen zu lassen.
    Dass die Fernostarbeiter für ihren Hungerlohn aber auch nicht im Stande sind, eine komplett gescheit eingestellte Gitarre zu liefern.....
    :gitarre:

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  • Jeder lernt aus dem was er tut. Alles doch nicht so schlimm. :-D


    Wie kommst Du darauf das der Hals krumm ist?

    Eigentlich ist das Einstellen doch gar kein so großes Hexenwerk bei den Gitarren mit fester Brücke. :-) Hab mir das auch selbst beigebracht mit den youTube Videos von session. :-)


    Zur Not stell doch mal ein Foto ein.

  • Ja, so ist es. Learning by doing ist die beste Methode. Das Ding ist nun mal - JETZT ist auch wie gesagt, die Gitarre insgesamt stimmstabiler....daher denke ich, dass ich (bis auf das Rumgestelle am Trussrod) nichts verkehrt gemacht habe. Und was den Trussrod angeht, da hab ich auch nur mit Indernedd Anleitung gefummelt und als ich merkte, jetzt lässt er sich langsam nicht mehr drehen, hab ich ned weitergemacht. Also von Gewaltauswirkung ist da nicht zu reden.
    Ich hatte halt erst ganz frisch kapiert, dass ich nicht nur die Mechanik als auch den Trussrod, SONDERN AUCH die Bridge und insbesondere die Tune-O-Matic zur Stimmung und Saitenlage einstellen nutzen kann und sollte. Dann hab ich da ein bisschen herumprobiert, und jetzt zufrieden.....na hoffen mer mal das Beste ;)

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