• Zitat

    Original von Red Bull Man
    aber der bittere Beigeschmack dabei, dass er gegen Schwule ist.


    ähm...der ist nicht gegen schwule! :rolleyes:

    :wiegeil: Derzeit keine Signatur, da ich sonst eine Karte (weiß nicht ob gelb oder rot) bekomme. :wiegeil:

  • So hier jetzt meine fertige Interpretation (zum Zerreissen):
    Und bitte nicht einfach kopieren.


    Interpretation: Rammstein - Mann gegen Mann


    Musiktext:


    Das Schicksal hat mich angelacht
    Und mir ein Geschenk gemacht
    Warf mich auf einen warmen Stern
    Der Haut so nah dem Auge fern
    Ich nehm mein Schicksal in die Hand
    Mein Verlangen ist bemannt


    Wo das süße Wasser stirbt
    Weil es sich im Salz verdirbt
    Trag ich den kleinen Prinz im Sinn
    Ein König ohne Königin
    Wenn sich an mir ein Weib verirrt
    Dann ist die helle Welt verwirrt


    Refrain:
    Mann gegen Mann
    Meine Haut gehört den Herren
    Mann gegen Mann
    Gleich und Gleich gesellt sich gern
    Mann gegen Mann
    Ich bin der Diener zweier Herren
    Mann gegen Mann
    Gleich und Gleich gesellt sich gern


    Ich bin die Ecke aller Räume
    Ich bin der Schatten aller Bäume
    In meiner Kette fehlt kein Glied
    Wenn die Lust von hinten zieht
    Mein Geschlecht schimpft mich Verräter
    Ich bin der Alptraum aller Väter


    Mann gegen Mann
    Doch friert mein Herz an manchen Tagen
    Mann gegen Mann
    Kalte Zungen die da schlagen


    Schwulah


    Mich interessiert kein Gleichgewicht
    Mir scheint die Sonne ins Gesicht
    Doch friert mein Herz an manchen Tagen
    Kalte Zungen die da schlagen


    Schwulah
    Mann gaygen Mann


    Text: Rammstein – Till Lindemann


    Das Schicksal hat mich angelacht
    Es wird darauf hingewiesen, dass das lyrische Ich ein „Auserwählter“ ist, also jemand der keine „normale“ Berufung im Leben genießt da er vom Schicksal ausgewählt wurde.
    Und mir ein Geschenk gemacht
    Das lyrische Ich ist aber mit dieser Rolle keinesfalls unzufrieden und freut sich auf diese Art „Geschenk“, da nicht jeder dazu auserkoren wurde.
    Warf mich auf einen warmen Stern
    Mit dem Adjektiv warm wird ein erster Hinweis auf das „Schicksal“ des Auserkorenen gegeben, denn im Volksmund werden Homosexuelle auch als „warme Brüder“ bezeichnet. Stern soll sicherlich eine Art Kosename, wie er unter Liebenden weit verbreitet ist, für den geliebten „warmen Bruder“ sein.
    Der Haut so nah dem Auge fern
    Homosexuelle gelten sicher als sehr einfühlsam, daher sicher die Verbindung zur Haut. Es soll wohl deutlich gemacht werde, dass sie viel mehr Gefühl in einer Beziehung zeigen, als zum Beispiel ein Hetero-Paar. Das Auge interessiert aber nicht, sie verdrängen also die Umwelt und nehmen nicht wahr, dass sie eventuell missachtet werden.
    Ich nehm mein Schicksal in die Hand
    Eine Zeile die mit der für Till Lindemann typischen Zweideutigkeit. Zum einen kann man darin den Akt der sexuellen Selbstbefriedigung beziehungsweise die Befriedung des Partners mit der Hand als auch die Fügung des Schicksals. Das lyrische Ich gibt sich also mit seinem „Schicksal“ ab.
    Mein Verlangen ist bemannt
    Hiermit wird nun endgültig klar gemacht, dass das lyrische Ich, welches männlich ist, auf Männer steht. Es spürt ein Verlangen nach Männern, was sicher auch eine Anspielung auf den Ruf der Homosexuellen, sie hätten ein großes Verlangen nach vielen Partnern, ist.


    Wo das süße Wasser stirbt
    Weil es sich im Salz verdirbt
    Mit süßem Wasser ist die glückliche Liebe, wobei mit dem Süßen ein Mann gemeint ist, dargestellt. Die Frau wiederum wird hier vom salzigen Wasser dargestellt. Wenn also das süße Wasser, das lyrische Ich, in Berührung mit Salz, eine Frau, kommt, dann stirbt die Liebe.
    Trag ich den kleinen Prinz im Sinn
    Ein König ohne Königin

    Kleiner Prinz ist wiederum ein Symbol für seinen Liebsten. Der kleine Prinz ist in dem Sinne ein König ohne Königin, da er ja nichts von Frauen wissen möchte, sondern auf Männer steht.
    Wenn sich an mir ein Weib verirrt
    Dann ist die helle Welt verwirrt

    Erschrocken ist das lyrische Ich, wenn es feststellt, dass es auch Frauen anzieht. Das bringt seine helle Welt, da es ja nach eigenen Auffassungen auf der Sonnenseite des Lebens steht, total durcheinander, weil es einfach unverständlich zu sein scheint.


    Refrain:
    Mann gegen Mann

    Ausdruck, dass es sozusagen wahre Liebe nur unter Männern gibt.
    Meine Haut gehört den Herren
    Das lyrische Ich bezieht ausdrücklich Stellung und macht klar, dass es nur einen Mann an seiner Seite geben kann.
    Mann gegen Mann
    Gleich und Gleich gesellt sich gern

    Gleich, lat. Homo, verdeutlicht noch mal, dass Homosexualität etwas Tolles ist.
    Mann gegen Mann
    Ich bin der Diener zweier Herren

    Eine Anspielung auf die oftmals als sexuell sehr experimentierfreudigen Homosexuellen. Es wird ein Bezug zum sexuellen Akt der Sodomie hergestellt.
    Mann gegen Mann
    Gleich und Gleich gesellt sich gern


    Ich bin die Ecke aller Räume
    Ich bin der Schatten aller Bäume

    Hier werden die Sorgen des lyrischen Ichs dargestellt. Es wird überall ausgegrenzt, da es in der Gesellschaft immer wieder auf Intoleranz stößt.
    In meiner Kette fehlt kein Glied
    Eine weitere Zweideutigkeit, bei der der Bezug auf das männliche Geschlechtsorgan, dem Glied, geht.
    Wenn die Lust von hinten zieht
    Anspielung auf die Art der sexuellen Handlung unter Homosexuellen.
    Mein Geschlecht schimpft mich Verräter
    Vom eigenen Geschlecht werden die Homosexuellen auf Grund ihrer anormalen Neigung als Verräter dargestellt.
    Ich bin der Alptraum aller Väter
    Für Väter muss es, im Gegensatz zu Mütter, ein sehr unangenehmes Gefühl sein, zu wissen dass der eigene Sohn eigentlich nicht auf Frauen, sondern auf Männer steht.


    Mann gegen Mann
    Doch friert mein Herz an manchen Tagen

    Es wird klar gemacht, dass es nicht leicht ist, mit dem Gespött und Gerede der anderen Menschen zu leben. Deutlich wird das dadurch gemacht, das sein Herz, von wo aus die Liebe symbolisch ausgeht, friert. Mit „kalt“ ist, da ja die Homosexuellen die „Warmen“ sind, die restliche Gesellschaft gemeint.
    Mann gegen Mann
    Kalte Zungen die da schlagen

    Anspielung auf die Redewendung „böse Zungen“, nur das die bösen Zungen hier von der „kalten“ Seite ausgehen.


    Schwulah
    Schimpfwort für die Homosexuellen, wobei hier das Ende in einen Schrei ausartet (aaaahhhh). Wahrscheinlich um die Leiden darzustellen, die die Schwulen oftmals durch Gerede, etc. ertragen müssen.


    Mich interessiert kein Gleichgewicht
    Das Gleichgewicht steht hier für die „normale“ Liebe zwischen Mann und Frau. Das interessiert dem lyrischen Ich aber überhaupt nicht.
    Mir scheint die Sonne ins Gesicht
    Hier wird noch mal deutlich, dass das lyrische Ich davon überzeugt ist, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen.
    Doch friert mein Herz an manchen Tagen
    Kalte Zungen die da schlagen


    Schwulah
    Mann gaygen Mann

    Nochmals Anspielung auf die Liebe unter Männern mit kleiner Abwandlung des Wortes gegen in „gaygen“ (gay englisch für schwul).


    Abschließend ist vielleicht dazu zu sagen, dass es sich keinesfalls um einen Hass-Song gegen Schwule handelt. Eher soll es diese Art von Menschen ansprechen und dem Rest der Gesellschaft einen kleinen Einblick geben. Auf den Hinweis das Rammstein eventuell nun auch noch als Schwulenfeindlich hingestellt werden, brachte es Till Lindemann in der Januar-Ausgabe (2006) des Playboys so zum Ausdruck:
    „Möglicherweise. Dabei war mein Anstoß ein ganz Anderer: Neid auf die Jungs, die sich einfach in der Kneipe anzwinkern und gegenseitig abschleppen, ohne den ganzen Quark mit Blümchen und dreimal essen gehen, bevor man ran darf. Die haben es einfacher als Heteros. Die Schwulen gucken sich an und haben schnellen, guten Sex. Ich habe die stille Hoffnung, dass es in Schwulenclubs eine Hymne wird.“


    von Roberto Krenz

  • naja
    von Mann Gegen Mann habe ich sehr sehr viel erwartet. Der Text ist gelungen. Allerdings stört die Stimmung im Lied. Das Lied wird von Till nicht düster gesungen. Eher fröhlich und das versaut das Lied! Außerdem könnte Mann Gegen Mann einen Tick mehr Härte vertragen. Ich bin auf die Mutter-Version gespannt. Mal sehen wie die wird. Ich hoffe doch, dass diese Version veröffentlicht wird!

  • Mann gegen Mann ist voll genial. Als ich den Song zum ersten Mal gehört habe, fanfd ich ihn nicht so gut, aber jetzt geht er nicht mehr aus den Ohren! Und im Videoclip können wir uns ja auf einiges gefasst machen! Paralellen zu Keine Lust, das ja ziemlich genau vor einem Jahr als Single ausgekoppelt wurde. (Nicht vom musikalischen her, sondern von der Affiche).
    8) :bflamme: 8) :bflamme: 8)

  • astrafahrer86


    Danke für die auführliche Interpretation von Mann gegen Mann, besser kann Mann :-) es gar nicht machen....
    Mann gegen Mann - ein toller Song!!!

  • eigentlich mag ich ja das video.. so richtig ekelhaft und provokant..


    Aber....
    sagte Rammstein nichteinmal sie wollten jetzt nochmal was ernster rüberkommen, da sie in letzter Zeit öfters eher was albernes taten? Ich weiß, das sagten sie zum Rosenrot Dreh, aber ich finde es trotzdem was strange, dass sie nach Rosenrot schon wieder albern werden.....
    Das mit der Nacktheit hätte man auch ganz cool seriös verarbeiten können..

  • Zitat

    Original von astrafahrer86
    Schwulah
    Mann gaygen Mann

    Nochmals Anspielung auf die Liebe unter Männern mit kleiner Abwandlung des Wortes gegen in „gaygen“ (gay englisch für schwul).



    Die letzte Zeile ist ein Zitat von mir. Im Ernst.
    Damit wollten sie zeigen, dass sie meine Kolumne lesen und dass sie ihnen gefällt --- was auch erklären würde, warum sie mich noch nicht verklagt haben.


    Wenn ihr mich nicht glaubt, lest es nach. Ich hatte ein paar Monate vor dem Release von Rosenrot eine Kolumne geschrieben, in der ich den englishsprachigen Fans erklärt habe, wie man die neuen Liedtitel ausspricht (mit der Begründung, dass ich es hasse wenn auf Bootlegs die Liedtexte falsch mitgesunden werden).
    Hauptsächlich wollte ich damals die Diskussion verarschen, die tatsächlich in englischsprachigen Foren tobte, ob "Stirb nicht vor mir" jetzt "Do'nt die before I do" oder "Don't die in front of me" bedeuten sollte.


    Mann gegen Mann wurde dann zu "Mann gaygen Man" --- und tags drauf ärgerte ich mich kaputt, dass keiner den Witz kapiert.


    ABER TILL TAT ES!


    http://www.rammstein-area.de/forum/viewtopic.php?t=128
    ICH! ICH! ICH! ICH! ICH! ICH! ICH! ICH! ICH!

    "Selten solche Pinkelbecken gesehen wie in Amerika.
    Mannshoch.
    Breit wie'n Cadillac.
    Gute Spülung.
    Perfekt."
    -Christian "Flake" Lorenz

    Einmal editiert, zuletzt von [John_Doe] ()

  • Zitat

    Original von QN_Eisenmann
    naja
    von Mann Gegen Mann habe ich sehr sehr viel erwartet. Der Text ist gelungen. Allerdings stört die Stimmung im Lied. Das Lied wird von Till nicht düster gesungen. Eher fröhlich und das versaut das Lied! Außerdem könnte Mann Gegen Mann einen Tick mehr Härte vertragen. Ich bin auf die Mutter-Version gespannt. Mal sehen wie die wird. Ich hoffe doch, dass diese Version veröffentlicht wird!


    Welche Mutter-Version?

  • Zitat

    Original von Runner84


    Welche Mutter-Version?


    Mann Gegen Mann hieß früher "Schwuhla". Schwuhla gab es schon seit der Mutter-Ära. Das ist im Prinzip das selbe wie mit "Ohne dich". Es wurde die Mutter-Version auf der Single "Ohne dich" veröffentlicht. Diese Mutter-Version ist viel härter als die "popige" Reise, Reise-Version ;)
    Ich habe gehofft, Rammstein würden die Mutter-Version von Mann Gegen Mann veröffentlichen in der Hoffnung, ein härteres Mann Gegen Mann zu besitzen. Die Mutter-Version wird anscheinend nicht veröffentlicht. Wer weiß, vielleicht gibt es auch gar keine ;(


  • :] Wenn ich bei der Schule gute Noten hätte,dann möglicherweise könnte ich nicht nur meinen Name auf Fremdsprache richtig schreiben sonder auch Witze kapieren... :kopfkratz: ...jetzt freue ich mich,wenn ich etwas lese,verstehe und dafür irgendwie reagiere - und mir ist es genug... :kopfkratz::))


    Über dieses Lied kann ich nichts besonders-neues-interessantes sagen,über das Video sage ich,dass Lindemanns Physiognomie aus jedem Porno eine schönste Süßigkeit macht... :kopfkratz:

  • es gibt bessere videos ... aber sooooooo schlecht ist es nun auch wieder nicht. mich stört vor allem, dass till richtig dick aussieht ... und die augen so verdreht ... ansonsten gefällt mir das lied sehr gut, eines der besten auf rosenrot ...

    "wir brauchen uns als menschen nicht ständig zu verbessern, wir brauchen nur so zu sein, wie wir sind, den rest besorgt das leben selbst."


    alf poier