Youtube Stars als Synchronsprecher (Auch wenn nur kleine Nebenrollen sind). Wie findet ihr das?

  • Dennoch verurteile ich den elitären Charakter von diesen Original-Guckern, weder bin ich gezwungen mich mit einer Sprache zu beschäftigen, die nicht meine Muttersprache ist, noch finde ich es sinnvoll aus einem Filmabend einen Hochschulkurs zu machen. Ich will nur unterhalten werden, nicht innerlich übersetzen oder Untertitel mitlesen müssen, da bleibt vieles auf der Strecke


    Besser kann man es nicht zusammen fassen.
    Gerade im Amerikanischen gibt es so viele Slangs, die es mir nahezu unmöglich machen, die Szenen ohne Wiederholungen oder mitlesen eines Untertitels, das Gesagte zu verstehen. Oder beispielsweise bei House of Cards, wo Spacey zum Einen sehr schnell spricht und zum Anderen auch Begriffe aus den Weiten der Politik verwendet, die im Alltag einfach nicht geläufig sind. Da hilft es mir auch nicht, dass ich englisch auch im Beruf verwende, bzw bei den Freunden meiner Frau.
    Insofern bin ich sehr froh für die Synchronisation, die es in Deutschland gibt. Und es gibt ja auch einige Seiten, die sich speziell mit Synchronsprechern befassen, die Aussage, dass sich niemand für den Beruf und die Akteuere dahinter interessieren würde, ist schlichtweg falsch ...


    >Seht das Rad - Es ist zerbrochen vor der Zeit!<



  • Ich kann dir da nur vollkommen recht geben. In allen Punkten.


    Ich habe selber einige Bekannte die richtig stolz darauf sind, dass sie das amerikanische "Original" gucken. Unterhält man sich mit diesen Leuten über die Handlung, wird sofort eines klar: Sie haben nichtmal im Ansatz verstanden worum es überhaupt geht! Die Handlung einer Folge wird als "schlecht" oder "nicht vorhanden" abgetan, dabei hatte diese eine Folge mehr Handlung als die komplette vorherige Staffel.

  • Verallgemeinern ist da in beide Richtungen falsch, meiner Meinung nach. :rolleyes:
    Es gibt durchaus Menschen, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind und dennoch englisch ebenso perfekt verstehen.


    Ich persönlich schaue alles am liebsten im O-Ton und habe da selten Probleme mit der Verständlichkeit - kann aber auch daran liegen, dass ich auf der Arbeit seit 6 Jahren nur englisch spreche [auch über privates / politisches etc - natürlich nur in der Pause ;)].
    Darüber hinaus "trainiert" sich das Verständnis auch durch das schauen von Nachrichten/Filmen im O-Ton.


    ABER nicht alle, die im O-Ton schauen verstehen alles [wobei auch nicht alle Deutschen alles auf deutsch verstehen ;)], Filme werden NICHT grundsätzlich besser durch den O-Ton und Filme im O-Ton zu schauen macht einen weder besser noch intelligenter noch sonst irgendwas.
    Es ist einfach eine Präferenz, mit der man anderen nicht auf den Sack gehen muss.. Andersrum muss man aber eben auch nicht annehmen, Menschen die im O-Ton schauen, würden nur die Hälfte verstehen und sich toll vorkommen :rolleyes:

  • Verallgemeinern ist da in beide Richtungen falsch, meiner Meinung nach. :rolleyes:
    Es gibt durchaus Menschen, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind und dennoch englisch ebenso perfekt verstehen.


    Ich persönlich schaue alles am liebsten im O-Ton und habe da selten Probleme mit der Verständlichkeit - kann aber auch daran liegen, dass ich auf der Arbeit seit 6 Jahren nur englisch spreche [auch über privates / politisches etc - natürlich nur in der Pause ;)].
    Darüber hinaus "trainiert" sich das Verständnis auch durch das schauen von Nachrichten/Filmen im O-Ton.


    ABER nicht alle, die im O-Ton schauen verstehen alles [wobei auch nicht alle Deutschen alles auf deutsch verstehen ;)], Filme werden NICHT grundsätzlich besser durch den O-Ton und Filme im O-Ton zu schauen macht einen weder besser noch intelligenter noch sonst irgendwas.
    Es ist einfach eine Präferenz, mit der man anderen nicht auf den Sack gehen muss.. Andersrum muss man aber eben auch nicht annehmen, Menschen die im O-Ton schauen, würden nur die Hälfte verstehen und sich toll vorkommen :rolleyes:


    Wollte das jetzt nicht so allgemein ausdrücken. Sorry, falls es so rüberkam ;(
    Aber meine Erfahrung ist eher, dass gerade Leute, die Filme im O-Ton schauen sich total was drauf einbilden und sich für die besseren Menschen halten, obwohl sie die Handlung nicht verstehen. Prinzipiell ist mir das ja egal, ich finde es nur sehr lustig.
    Natürlich gibt es auch Menschen, die im O-Ton alle verstehen bzw. selbst das deutsche nicht wirklich verstehen :] Aber ich finde die, die im O-Ton alles verstehen sind auch meistens die, die da nicht überall mit rumprahlen und anderen auf den Sack gehen müssen :ok:

  • Du hast schon Recht, Susanne, aber mich widern diese jugendlichen Schmink-Clickbaiter am Schlimmsten an. Deutsches YouTube geht irgendwie zu 95 % gar nicht. Ignorieren kann abhelfen!



    Im Übrigen, lieber Sergey: Der Synchronsprecherberuf ist mittlerweile am Aussterben Beweis? , weil es heute eben über Untertitel läuft Ist nicht das gleiche! , und eigentlich jeder Englisch kann... Die meisten können nicht mal richtig Deutsch! (außer Rainer Winkler, wohnhaft Altschauerberg 8 in 91448 Emskirchen) Wer ist Rainer W.? Muß man den kennen? Nein!
    Gronkh & Co machen das so ziemlich sicher nebenher als kleines Zubrot weil es ihnen Spaß macht oder vong Bekanntheit her. Im Schnitt haben die meisten Menschen mehr als einen Job, um ihre finanzielle Existenz zu sichern. Bzw kann ich mir vorstellen, dass die dann für ihre Sprechrollen noch "mehr" Gage kassieren als in der Branche üblich, weil die halt grad ungeheuer hip sind. Kann, muß aber nicht sein.


    Viel mehr und vor allem viel besser. Wenn ich da mal an neuere Produktionen denke (nicht nur Games), die Synchros sind teilweise sogar besser als das original. Wenn man die Stimmen lang genug durch sämtliche Mischpults, Regler, Verstärker etc. genudelt hat ...


    Als ob Synchronsprecher irgendwelche Starambitionen haben. Sind das auch welche von Deinen Gute-Nacht-Amüsements? Niemand interessiert sich für den Syncrhonsprecher von Johnny Depp oder Tom Hanks, sondern für Johnny Depp oder Tom Hanks Bedaure, aber bei diesen beiden Herren ist es, als säße man bei einer Tragödie im griechischen Theater! . Das ist weder ein angesehener, noch öffentlich interessanter Beruf. Weil er nicht jeden Tag in den 4 großen Lettern auf der Titelseite steht?


    Und zum Thema Unteritel: In vielen Ländern werden Filme gar nicht erst synchronisiert - da laufen die nur mit Untertiteln z.B. in den nordeuropäischen Ländern kommen Filme seltenst bis nie synchronisiert in die Kinos oder in den Niederlanden werden z.B. nur extrem teure Topproduktionen aus Hollywood wie Harry Potter synchronisiert, alles andere läuft mit niederländischen, oft auch englischen Untertiteln. Und dort ist ,,Ich verstehe kein Englisch'' kein besonders gutes Argument - Doch, weil sie dort sicher alle kein Deutsch sprechen! dann lernt mans halt. Oder auch nicht ... Ist ja nicht so, dass man sich damit in einer globalisierten Welt nen gefallen tun würde oder so. Das mit der Globalisierung bleibt abzuwarten. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, heißt es! Losgelöst davon gibt es viele andere interessantere Sprachen ... doch zuvor sollte man seine eigene Muttersprache erst einmal korrekt beherrschen. Daran scheitert es wohl in den meisten Fällen.


    Verallgemeinern ist da in beide Richtungen falsch, meiner Meinung nach. :rolleyes:
    Es gibt durchaus Menschen, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind und dennoch englisch ebenso perfekt verstehen. s.o.


    Ich persönlich schaue alles am liebsten im O-Ton und habe da selten Probleme mit der Verständlichkeit Das behaupten Alkoholiker auch von sich! - kann aber auch daran liegen, dass ich auf der Arbeit seit 6 Jahren nur englisch spreche Herzliches Beileid! [auch über privates / politisches etc - natürlich nur in der Pause ;)].
    Darüber hinaus "trainiert" sich das Verständnis auch durch das schauen von Nachrichten/Filmen im O-Ton. Vor allem auch die Fehlerquoten ...


    ABER nicht alle, die im O-Ton schauen verstehen alles [wobei auch nicht alle Deutschen alles auf deutsch verstehen ;) Zumindest im Lesen und Verstehen haben hier die meisten wohl Probleme ... ], Filme werden NICHT grundsätzlich besser durch den O-Ton und Filme im O-Ton zu schauen macht einen weder besser noch intelligenter noch sonst irgendwas. Nein, man bekommt nur das Hollywoodvirus in beiden Fällen gratis ...
    Es ist einfach eine Präferenz, mit der man anderen nicht auf den Sack gehen muss.. Andersrum muss man aber eben auch nicht annehmen, Menschen die im O-Ton schauen, würden nur die Hälfte verstehen Sofern man nicht Muttersprachler oder bilinguar aufgewachsen ist, kann man das von vorn herein unterstellen, weil es tatsächlich auch so ist! Der, der anderes behauptet, hat bislang wohl die Tragweite verkannt. und sich toll vorkommen :rolleyes:


    Schön wäre es, wenn man an solche Sparten - erfüllbare - Ansprüche stellt und ggf. auch schult, die dem geneigten Hörer nicht gleich den Garaus im Gehörgang machen.


    Liebe Grüße aus Berlin, Swie

  • Ich hab oft gar keine andere Wahl wenn ich mit nicht deutschsprachigen ins Kino will etc und man gewöhnt sich an die Stimmen und alles andere klingt dann falsch.. andersrum kann ich Simpsons nicht auf englisch schauen, weil ich mich an.die deutschen Stimmen gewöhnt hab... naja first world problems.. hoppla der war gar nicht beabsichtigt ^^

  • In den Punkt würde ich dich wiederlegen. Klar kann man " die Stimmen lang genug durch sämtliche Mischpults, Regler, Verstärker etc." den letzten Feinschliff geben. Aber die meiste Arbeit hat immer noch der Synchronsprecher. Nehmen wir als Beispiel Englische und Deutsche Sprachausgabe von
    Resident Evil 7. Ich finde das die Deutsche Sprachausgabe teileweise besser ist als die Englische Sprachausgabe.


    Der Antanist (Lucas). Ein durchgeknallter Technikfreak.
    Der Englische Sprecher Spricht den Antanist mit einen Hinterwälder Akzent. Aber der Englische Sprecher zu vergleich des Deutschen Sprecher zu normal. Der Deutsche Sprecher spricht den Antanist durchgeknallter
    Der Protagonist (Ethan). Ein neue Char in der Resi Reihe und hat keine Ahnung er gar nix für eine Sch**** er reingeraten wird.
    Der Englische Sprecher Spricht den Protagonisten viel zu ruhig, viel zu Badassig. Als hätte er sowas oft "solche Fälle" erlebt. Der Deutsche Sprecher spricht den Protagonist nervöser und angep***ter. Das passt besser zu den Protagonisten und zur Atmosphere des Spiel.

  • In den dem Punkt würde ich dich wiederlegen Ich glaube kaum, daß Du "mich wiederlegt" hast. Du meintest eher, daß Du mir widersprechen möchtest, korrekt? . Klar kann man " die Stimmen lang genug durch sämtliche Mischpults, Regler, Verstärker etc." den letzten Feinschliff geben. Unkorrekt! Das ist kein Feinschliff, das ist Verzerrung! Genauso gut könntest Du einen Katzenjammer einspielen und daraus Stimme oder musikalische Untermalung formen. Aber die meiste Arbeit hat immer noch der Synchronsprecher. Auf den kann man dann auch getrost verzichten, wenn man mit Wichtel-Aldi-Methoden arbeitet. Nehmen wir als Beispiel Englische und Deutsche Sprachausgabe Das führt an dieser Stelle etwas am vorgenannten vorbei. Wenn der Ursprung bereits im Ansatz verfehlt, hilft auch die Sprachausgabe schneller, höher, weiter nicht ab! von Resident Evil 7. Ich finde das die Deutsche Sprachausgabe teileweise besser ist als die Englische Sprachausgabe. Wie vor!


    Liebe Grüße aus Berlin, Swie

  • Das Thema interessiert hier zwar keinen mehr, aber es trifft bei mir den richtigen Nerv.


    Ich gehöre wohl zu den größten Verfechtern deutscher Synchronisationen. Wenn es ein Land gibt, das gute Synchronisationen produziert, dann ist das Deutschland. Wir sollten mächtig stolz darauf sein. Ich finde auch, in der deutschen Version sind einige Filme und Serien etwas vollkommen anderes - besser, liebenswerter, witziger, charmanter. Selbstverständlich trifft das nicht auf alles zu. Sagen wir's mal so: 95 % muss deutsch sein, 3 % mag ich original und synchronisiert gleichermaßen und bei 2 % kriege ich bei der deutschen Version extreme Aggressionen (und wenn das so ist, musst du wirklich ganz gewaltig etwas falsch gemacht haben).


    Der Beruf des Synchronsprechers ist hier trotzdem extrem unterschätzt und eher verachtet als geachtet. Das fängt bei den obercoolen Leuten an, die nur Original gucken und sich nicht dazu herablassen können, eine Synchro zu gucken, und hört bei den Leuten auf, die die ganze Sache produzieren. Geld regiert die Welt und wie kann man besser sparen, als an seinen Arbeitnehmern? Da dürfen diese halt nicht mehr lachen, weinen, ächzen usw., sondern das Original wird einfach beibehalten. Ja, so kann man tatsächlich sparen. Und dann kann man auch noch eingesprochene Dialoge anderweitig vermarkten, ohne dem Sprecher irgendwas zu zahlen, obwohl ihm das zusteht, da es seine Arbeit ist. (Na, Nickelodeon, klingelt's?) Und wenn der Sprecher aufmuckt, segelt er mit einem Arschtritt nach draußen, denn zum Glück findet man bei uns immer jemanden, der die Rolle übernehmen kann - wie gut oder schlecht er ist, sei mal dahingestellt. Wie kann das überhaupt sein, dass jemand für seine Arbeit bezahlt werden will, tztz. Aber wenn wir schon dabei sind, unterhalten wir uns mal darüber, wie andere Länder Geld bei der Synchro sparen - ganz einfach, in dem sie gar nicht erst eine anfertigen. Ist aber auch verständlich, dass es sich nicht lohnt, für die hochgerechnet 3 Leute, die Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch, Dänisch oder Niederländisch beherrschen, eine Extrawurst zu machen. "Was, die machen das nicht, weil sie besser Englisch lernen wollen?!" Nein, die machen das nicht, weil sie einfach zu billig sind... äh, ich meine, weil sich der Aufwand nicht für sie lohnt. Und mal mit ganz großem Verlaub, es ist auch nicht verwerflich, dass die Niederländer und Finnen ihre Landesprache nicht hören wollen. Also spart man Geld, indem man gar nicht erst jemanden sprechen lässt - für genügend Deutschsprachige auch ein Traum. Ich habe mein Vokabular zwar auch durch den O-Ton ein wenig erweitert, aber ich kann nicht behaupten, dass ich damit die Welt einreißen könnte. Oder können das die Jünger des englischen "South Park" tatsächlich, indem sie jetzt ganz viele englische Beleidigungen kennen? Man darf auch nicht vergessen, dass eben nicht jeder in Deutschland Englisch kann - im Osten wurde beispielsweise Russisch gelehrt. "Ja, sollen sie halt jetzt Englisch lernen!" Das geht eben auch nicht von heute auf morgen - es sei denn, man will sich auf die Beleidigungen spezialisieren. Abgesehen davon gibt es auch Filme und Serien aus anderen Ländern. Wer von euch kann einigermaßen Japanisch? Richtig, niemand. Da ist eine deutsche Fassung vielleicht doch nicht so schlecht.


    Geld soll gespart werden, das haben wir. Aber irgendwie will man ja auch möglichst viel Geld einnehmen. Hmm, wie macht man das bloß? Ach ja, man kann doch irgendwelche berühmten Leute mitsprechen lassen. Aber haben die auch das Talent? Scheiß drauf, der Name bringt Kohle!!! Dieser Trend ist in Deutschland leider auch schon sehr lange vertreten. Man denkt, so wie die Anwesenheit großer Schauspieler auf der Leinwand mehr Erfolg versprechen soll, müssen auch die Stimmen großer Z-Promis das Gleiche bewirken. Quantität vor Qualität und so. Ja, die Qualität (Betonung auf den ersten 4 Buchstaben) haben uns "Wir sind Helden" als die Gruftis in "South Park", Anke Engelke als Marge Simpson und Rüdiger Hoffmann als Faultier Flash in "Zoomania" eindrucksvoll bewiesen. Negativbeispiele der übelsten Sorte. Doch solche Arten von Promis sind heute sowieso out, jetzt sind die YouTuber in. Die können zwar höchstwahrscheinlich auch nicht viel mehr, aber hey, Kohle!!! Wobei ich an dieser Stelle auch mal gern wüsste, ob die sogar mehr bekommen als ein normaler Sprecher. Wenn ja, dann ist der Widerspruch schockierend. Ich weiß nicht, wie die YouTuber in Filmen so klingen und habe auch keinen Bock, es herauszufinden. Fakt ist nur, dass es eine Schande ist, Experten auf dem Gebiet abzuweisen und dafür irgendeinen untalentierten Pampel, der einfach nur einen bekannteren Namen hat, zu nehmen. Lässt sich übrigens auf jeden Job übertragen.

    Aber wer weiß, wenn Marco Kröger ein bekannter YouTuber wäre, wäre er vielleicht heute noch unser Patrick Star, den wir alle kennen und lieben.


    Kurz: Promipromotion ist das mit Abstand billigste und erbärmlichste Mittel, um eine Synchro an den Mann zu bringen, und dass sich ausgerechnet die deutsche Synchronkultur zu solch qualitativen Fehlgeburten* hinreißen lässt, ist doppelt schlimm. (*Die Promis an sich sind damit nicht gemeint!) Bezahlt unsere ausgebildeten Talente angemessen und lasst sie verdammt noch mal arbeiten. Qualität vor Quantität.

  • ich finde es ganz witzig Filme auf russisch zu gucken, da dort ein Sprecher alle Rollen spricht bzw ein Mann alle männlichen usw, aber das mögen auch kuriose Einzelfälle sein.

    Die angesprochenen Leute, die am liebsten nur O-Ton gucken sind mir ein Graus. Depp, Travolta, Wills, Cage haben so geile Synchronsprecher.

    Wenn aber bspw Kollegah in einem CoD Teil die Stimme übernimmt ist das Anbiederei IMAO.

    Kurzum: ich finde es super, dass hier fast alles synchronisiert wird. Und zur Not gibt es Fandubs oder der Anime wird halt mit englischen Untertiteln geguckt. Beides eher unglücklich, aber erfüllt seinen Zweck.

    Das große Glück erscheint selten.

    Nur die Hoffnung ist unser Glück des Alltags und das Ende all unserer Sehnsüchte ist leider meistens nur der Tod.

  • Warum nicht?


    Ich muss mal ein kleines Beispiel nennen. Trey Parker und Matt Stone sind die Erfinder von "South Park" und sprechen dort u. a. die 4 Hauptfiguren. Sie sprechen mit ihrer normalen Stimme ins Mikro und pitchen das hinterher, damit es höher klingt. Bei uns gibt es je einen Sprecher, bis auf Kenny ebenfalls Männer. Diese sprechen von Anfang an ein wenig höher und das wird ohne Nachbearbeitung übernommen. Und dann kommen oben erwähnte Jünger des O-Tons und meinen allen Ernstes, dass dieser das Nonplusultra wäre und unsere deutschen Sprecher viel schlechter wären. Finde den Fehler. Im Grunde ist das ja Geschmackssache, aber in diesem Fall zeigt es eher, dass die Banausen weder Geschmack noch Ahnung von Talent haben.


    Promis müssen auch nicht automatisch schlecht sein. Otto zum Beispiel hat seine Rollen immer gerockt und ohne ihn würde in einigen Filmen mächtig was fehlen. Dieser Mann arbeitet allerdings auch viel mit seiner Stimme. YouTuber sind in meinen Augen nur angemessen, wenn die Rolle dazu passt. Wenn da im Film so ein dicker Computernerd den ganzen Tag zockt und sowieso nur einen einzigen Satz spricht, dann könnte es meinetwegen auch Gronkh sprechen. Aber das ist dann halt auch eine Ausnahme.


    Wir haben genug Synchronsprecher, die sehr gute Arbeit leisten. Nicht nur die Firmen sollen das endlich wieder lernen, sondern auch einige Banausen. Es ist okay, wenn jemand das Original bevorzugt, aber nur in wenigen Fällen sind deutsche Synchronisationen so abscheulich, dass man sich die Ohren abreißen muss. Das betrifft auch die Übersetzung von Witzen und Wortspielen.

  • Bin da völlig bei dir, viele wissen die komfortable Situation hier im Vergleich zu anderen Ländern garnicht zu schätzen. Gibt nix schlimmeres als ständig Untertitel lesen zu müssen. Zumal wir wirklich sehr, sehr gute Synch-Sprecher haben und ich bin sicher das Schauspieler wie Arnold Schwarzenegge, Sylvester Stallione, Bruce Willis oder Jason Statham ihre Popularität im deutschsprachigen Raum nicht zuletzt Leuten wie Manfred Lehmann, Thomas Danneberg oder Leon Boden zu verdanken haben.


    Dieses OT-Gewichse der letzten Jahre ist imA auch so ein Möchtegern-Eliten-Gehabe, das sind am Ende des Tages genau die Leute die sich in HiFi-Foren über die richtigen goldenen Klinkenstecker für 49 Euro/Stück streiten oder angeblich jenseits der 320kbps noch irgendwelche Unterschiede zur CD hören. Man muss sich halt irgendwie über die Plebs erheben, sonst macht das Leben keinen Spaß.


    Bei vielen OT-Filmen ist der Sound so unendlich schlecht abgemischt wenn sie nicht nachgesynct wurden, wenn man dann noch Schauspeler wie Nick Nolte oder Martin Sheen hat, die oft nur in ihren nicht vorhandenen Bart nuscheln, dann versteht man oft kaum noch ein Wort. Filmvergnügen empfinde ich da nicht mehr. Was ich sicherlich mal mache, das ich Filme die ich vorher auf Deutsch gesehen habe und richtig gut fand, dann nochmal im OT schaue, da ersetzt da Gehirn dann die vernuschelten Stellen mit dem bereit gesehenen.


    Zu den Youtubern und Stars allgemein: Meist betrifft das ja Animationsfilme. Irgendwann in den 90ern war das ja ganz witzig das Sylvester Stallone dann die Rolle von irgendeiner Ameise in Antz (glaub ich) gesprochen hat, aber das waren halt auch echte Schauspieler und qualitativ entsprechend gut. Inzwischen ist das zu einer reinen Kommerznummer verkommen. Auch dafür braucht man ein gewisses Talent, das kann halt nicht jeder. Otto oder zB auch Bastian Pastewka sind großartige Syncrhonsprecher und stehen den "Profis" da in nix nach, aber bei Manuel Neuer (Monster Uni) hörte es dann schon auf und natürlich schließt ein "Youtuber"-Dasein ein Synchro-Talent nicht aus, aber meistens ist es halt reine PR damit man schön groß "mit der Stimme von Bibi" auf die Plakate schreiben kann und die Kiddies alle ins Kino rennen. Der Qualität des Films kommt das nicht wirklich zu Gute, ich persönlich empfinde es sogar oft eher als störend weil es den Filmmoment kaputt macht...denn die Stimme von Manuel Neuer zB ist halt auch markant und ich blicke dann zwar auf den Film, sehe ihn aber da stehen im TW-Trikot in der Allianz-Arena beim Field-Interview. Aber was weiss der zahlende Pöbel schon, wenn die Marketing-Leute sagen das muss so sein, dann muss das so sein...