• Ahhhhhhhhhhhhh, EWQL und deren schicker WordBuilder. Sind also Chöre aus dem VST und nicht von nem Live-Chor. Obwohl der VST total eklig zu handhaben ist und auch imho verbuggt ist, scheints noch immer in puncto Wortsynthese die Referenz am Markt zu sein, wa?

    Zum CruCHifix noch dieses: Im Italienischen (wohl auch im damalig Lateinischen) sind ja Cs in der Wortmitte oft als "tsch" ausgesprochen.

    Sprachwissenschaftler nehmen seit einigen Jahrzehnten an, daß die Gebildeten im alten Rom das C stets wie ein K ausgesprochen haben, also auch in der Wortmitte. So lernt man es auch in der Schule. Da aber die uns vertrauten Aussprachevarianten musikalischer klingen, werden sie auch von altsprachlich gebildeten Musikern bevorzugt.

    "Was Rammstein machen, ist Kunst, und als solche sollte man sie rezipieren." (Torsten Rasch, Komponist, Rolling Stone 12/2011, S. 102)

  • Sprachwissenschaftler nehmen seit einigen Jahrzehnten an, daß die Gebildeten im alten Rom das C stets wie ein K ausgesprochen haben, also auch in der Wortmitte. So lernt man es auch in der Schule.

    Ja. Ich auch.
    Der "Kaiser" heißt ja auch nicht "Zaiser". Denn der leitet sich unüberraschend vom "Caesar" ab.

  • Das ist eine sehr makabere Ansage. Flirten kannst du nicht gerade.

    Hm... vielleicht sollte ich nochmal überdenken, inwiefern mein Humor im geschriebenen Bilde bei anderen Menschen ankommt. Denn es war definitiv nicht kritisierend gemeint, sondern eher à la "höhö".

    Gruseln assoziiere ich nämlich nicht gerade mit richtiger Angst, weshalb ich es nicht als "makaber" ansehen würde, wenn ich von diesem (meinem) Beitrag betroffen worden wäre.

    Cool. Dann hau mal Beiträge in fließendem Latein raus, bitte. Ich meine, das soll jetzt nun kein Bildungs-Angriff a la "Ich hab das Große Latinum gemacht und du nicht" werden. Aber so Aussagen machen dich halt verdammt unsympathisch, weil man bezweifeln darf, dass dahinter dann auch was ist. Nicht böse gemeint.

    Mit keinem Wort habe ich geschrieben, dass ich fließend Latein kann, geschweige denn eine Diskussion führen könnte. War eher auf die allgemeine Vorstellung bezogen wenn (mehrere Leute hier) nur Latein schreiben würden. Ob sie sich dann daran gewöhnen und zukünftig die lateinische Sprache somit außerhalb des Exorzismus-Bezuges assoziieren würde.

    Mir persönlich sind ein paar Brocken aus Asterix und Obelix in Erinnerung geblieben. :D

    Alea jacta est, veni vidi vici, quod erat demonstrandum, cogito ergo sum, quo vadis...

  • Finde die lateinische Sprache und alles was dazugehört gruselig, obwohl ich sie selber in der Schule früher hatte, kann es nicht erklären..... Naja und das was da so in der Kirche abgeht ist ja erst recht gruselig.... Naja muss man nicht verstehen, dass ich es so empfinde als Außenstehender 🤷🏻‍♀️😉

    Hast du schon mal Chorwerke der Renaissance oder von Carl Orff gehört? Für den Fall, daß dir die Chorpassage in Zeig dich gefällt, empfehle ich dir und allen, die Orffs berühmtes Werk gar nicht oder nur Schnipsel aus Hollywoodfilmen kennen, seine Carmina Burana. Hier nur ein Teaser: der Eingangschor.

    "Was Rammstein machen, ist Kunst, und als solche sollte man sie rezipieren." (Torsten Rasch, Komponist, Rolling Stone 12/2011, S. 102)

  • Und ach! Mir fällt gerade noch ein, was selbstverständlich jeder weiß, der sich mit Feeling B auskennt. Da es jedoch viele Rammsteinfans gibt, die sich nie mit Feeling B beschäftigt haben, will ich hier mal eben auf deren drittes Album verweisen. Darauf präsentieren sie uns nämlich Lieder und Tänze aus dem Mittelalter, so auch ein Stück, das als Nr. 22 in Orffs Carmina Burana enthalten ist. Das lateinische "totus floreo" (zu deutsch sinngemäß: ich stehe in voller Blüte) wird auf Die Maske des roten Todes allerdings zum Tod des Florio.

    "Was Rammstein machen, ist Kunst, und als solche sollte man sie rezipieren." (Torsten Rasch, Komponist, Rolling Stone 12/2011, S. 102)

  • Wooooow. Mir ist jetzt nach dem ca. 100sten Mal aufgefallen, dass Klavierklänge innerhalb der Strophen zu hören sind.


    Meine Fresse, wie mich das nervt, wie unterirdisch dieser sehr geile Song abgemischt wurde.

  • Wooooow. Mir ist jetzt nach dem ca. 100sten Mal aufgefallen, dass Klavierklänge innerhalb der Strophen zu hören sind.


    Meine Fresse, wie mich das nervt, wie unterirdisch dieser sehr geile Song abgemischt wurde.

    Seltsam. Ich habe die Klaviermelodie gleich beim erstenmal in aller Deutlichkeit deutlich vernommen, sogar beim Hören einer vorab ins Netz gestellten stark komprimierten Datei.

    Im übrigen ist ein Mix immer auch Geschmackssache. Nicht zuletzt deshalb ist die Endabmischung für alle Beteiligten oft eine Tortur, die sich lange hinziehen kann, bis alle Beteiligten zufrieden sind. Seit Erfindung der CD wurde allerdings so mancher respektable Mix durch das Mastering verhunzt; ein überaus wichtiges Kapitel für sich. Stichwort: Loudness War.

    Zur Abmischung dieses Albums ist zu sagen, daß sie nicht etwa "unterirdisch" ist, sondern mit größter Liebe und Sorgfalt gemacht: von einem, der die Band, deren Sound und alles, was damit zusammenhängt, bekanntlich schon seit Jahren so gut kennt wie kaum jemand anders. Lies mal (falls du es nicht schon kennst) dieses alte Interview mit Olsen Involtini. Ich gehöre wohl auch aufgrund meines Alters und meiner höchst unterschiedlichen Hörerfahrungen mit allen Arten von Musik zu jenen Leuten, die das neue Album auch wegen seiner Abmischung ganz besonders schätzen. Und die war schwieriger denn je, weil die Musik von Rammstein vielschichtiger ist denn je. Man könnte auch sagen: orchestraler. Was in den Stücken passiert, geht nicht mehr beim erstenmal ins Ohr. Man muß es aufmerksam und ohne Ablenkung studieren, am besten auch über Kopfhörer, aber niemals gar zu laut, also etwa so wie die Musik von Richard Wagner, mit dem Rammstein oft verglichen werden, leider auch von Leuten, die damit nichts Gutes sagen wollen.

    Kurz: Die Bandmitglieder haben (bis auf Olli) jetzt die 50 überschritten und stehen auch dazu. Richard hat gewiß für alle gesprochen, als er sagte, das neue Album klinge wie Rammstein in 3D. So ist es tatsächlich. Und ich bin mir sicher, daß sich Olsen Involtini schon jetzt vor Angeboten aus England und den USA kaum noch retten kann. Denn er hat (was auch immer die Fans davon halten) große Arbeit geleistet.

    "Was Rammstein machen, ist Kunst, und als solche sollte man sie rezipieren." (Torsten Rasch, Komponist, Rolling Stone 12/2011, S. 102)

  • Und ach! Mir fällt gerade noch ein, was selbstverständlich jeder weiß, der sich mit Feeling B auskennt. Da es jedoch viele Rammsteinfans gibt, die sich nie mit Feeling B beschäftigt haben, will ich hier mal eben auf deren drittes Album verweisen. Darauf präsentieren sie uns nämlich Lieder und Tänze aus dem Mittelalter, so auch ein Stück, das als Nr. 22 in Orffs Carmina Burana enthalten ist. Das lateinische "totus floreo" (zu deutsch sinngemäß: ich stehe in voller Blüte) wird auf Die Maske des roten Todes allerdings zum Tod des Florio.

    So auch "Veris Dulcis" vom selben Album.

  • Die "popkulturelle" Auslegung von Latein (Grusel, Exorzismus etc.) hat doch nichts mit der Aussage des Liedes zu tun. Es soll einfach Kirchenlatein sein, was von der Antike an bis in die Neuzeit die wesentliche Sprache der katholischen Kirche war. Steht halt stellvertretend für diese Institution. Da es dabei eher um den Aussagewert geht, finde ich es dann auch nicht entscheidend, ob es sich um tatsächliches Latein oder eine abgewandelte Form handelt, die nur so klingen soll.

  • Ach, und übrigens: da singt doch ein Chor. Und zwar: academic choir and the symphony orchestra of the national television and radio company of Belarus, Minsk.

  • Ja, da singt ein Chor. Und genau deshalb ist es so interessant, weshalb er pseudolateinisch sind. Leider werden solche Fragen nie in Interviews gestellt.

    "Was Rammstein machen, ist Kunst, und als solche sollte man sie rezipieren." (Torsten Rasch, Komponist, Rolling Stone 12/2011, S. 102)

  • Richard hat gewiß für alle gesprochen, als er sagte, das neue Album klinge wie Rammstein in 3D. So ist es tatsächlich.

    Ich muss widerstrebend voll zustimmen. Er hat es eben auf seine affektierte Art ausgedrückt. Wenn er meinte, dass es vom Raumklang her deutlich anders klingt, hat er kein bisschen gelogen, genauso wie man auch HÖREN kann, dass die Band wirklich bei den Aufnahmen sehr gut drauf war. Ja, auch ich bin der Meinung, Hellner war "besser" als Involtini. Aber wie schon oft gesagt: Man wollte ändern, man hat geändert. Und was die Band tatsächlich an Soundwünschen hatte und davon erfüllt wurde, wissen nur sie.

  • Ja, auch ich bin der Meinung, Hellner war "besser" als Involtini. Aber wie schon oft gesagt: Man wollte ändern, man hat geändert. Und was die Band tatsächlich an Soundwünschen hatte und davon erfüllt wurde, wissen nur sie.


    Ich gehe davon aus, daß sie allesamt ein vom ersten bis zum letzten Takt stimmiges Album haben wollten. Das war LIFAD nämlich nicht. Inzwischen ist zwar längst bekannt, daß sie während der Arbeit an LIFAD in einer schweren Krise steckten; doch das sagten mir schon die Stücke, als ich sie zum erstenmal hörte; wie stets bei neuen Alben ohne hohe Erwartungen, um nur ja nicht über Gebühr enttäuscht zu werden. "Sie wollten sich neu erfinden, haben es aber nicht geschafft", schrieb ich am 15. Oktober 2009 einem Freund, mit dem zusammen ich erlebt habe, wie es in einer Band zugeht, die zwar jede Menge gutes Songmaterial hat, aber heillos zerstritten ist. LIFAD, so schrieb ich, werde wohl das letzte Album sein.


    Wie ich das im einzelnen anhand diverser Stücke begründet habe, will ich hier nicht wiedergeben; es wäre viel zu kompliziert. Genug, daß ich auf dieser Scheibe vieles davon vermißte, was ich an Rammstein schätzte, darunter nicht zuletzt Schneiders bisher so klar durchdachtes Schlagzeugspiel. Jetzt plötzlich klang es in meinen Ohren an vielen Stellen (bei Frühling in Paris sogar den ganzen Song hindurch) nicht mehr angemessen, also einzig und allein den Stücken dienend, sondern so, als wollte er allen zeigen, was er spieltechnisch kann. Dies störte mich besonders heftig, weil ich derlei Ego-Trips zur Genüge aus den 70er Jahren kannte und jetzt den Eindruck hatte, als wäre es dem Produzenten nicht gelungen, die Band zusammenzuhalten. Mehr noch. Ich hatte und habe noch immer den Eindruck, als hätte der bisher so verdienstvolle Jacob Hellner aufgrund seiner musikalischen Vorlieben wesentlich dazu beigetragen, daß LIFAD in meinen Ohren so unstimmig klang, und zwar nicht nur insgesamt, sondern mehr oder minder ausgeprägt in jedem der neuen Stücke. Der vielgerühmte "Wums" sowie die "Härte" dieser Scheibe erschienen mir nicht etwa als von Anfang an und nur aus künstlerischen Gründen bewußt so und nicht anders gewollt, sondern als deutliches Krisenzeichen. Sie schienen eher gegen- als miteinander zu arbeiten; und dieser Eindruck wurde durch den Mix und das Mastering verstärkt.

    Wie wir heute wissen, war LIFAD tatsächlich das letzte Album, das Rammstein machten, zumindest für lange Zeit. Um es doch noch einmal im Studio miteinander zu versuchen, mußten sie alles vermeiden, was die alten Wunden gar zu weit und zu tief hätte aufreißen können. Schon deshalb war es eine richtige Entscheidung, das Album zusammen mit Olsen Involtini zu produzieren, an einem ruhigen und schönen Ort.

    Viele alte Fans werden das alles ganz anders sehen, und dies ist selbstverständlich auch ihr Recht. Das abschließende Urteil über die Zündstoffscheibe wird die Popgeschichte sprechen. Ich bin mir ziemlich sicher, daß das neue Album eines nicht allzu fernen Tages zu den drei besten Alben von Rammstein zählen wird, und zwar nicht zuletzt wegen seiner jetzt noch für so viele gewöhnungsbedürftigen Produktion.

    Vergleicht man die Sonogramme der im Prinzip ähnlich aufgebauten Stücke Frühling in Paris und Puppe, so sieht man bereits auf den ersten Blick, daß die 'leisen' Passagen von Frühling in Paris und Puppe sich deutlich unterscheiden. Und was zu sehen ist, kann man auch hören. Die CD-Version von Puppe klingt dynamischer als die von Frühling in Paris. Und die Vinyl-Version ist allen anderen Versionen vorzuziehen, nicht nur bei Rammstein. Vgl. hierzu diese Website. Im Durchschnitt ermitteln Meßprogramme für die CD-Version des neuen Albums zwar keinen höheren Dynamikwert als für LIFAD; doch immerhin ist LIFAD so abgemischt und gemastert, daß es Dinosauriern wie mir nicht gar so 'laut' erscheint wie sein Vorgänger. An diesem Phänomen auch mag es (unter anderem) liegen, daß viele alte Rammsteinfans das verflixte Album No. 7 als viel zu poppig und zu soft empfinden. Wer von euch ganz genau wissen will, was Musik als 'hart' erscheinen läßt und was nicht, der kann sich diese wissenschaftliche Arbeit kostenlos aus dem Netz herunterladen.

    "Was Rammstein machen, ist Kunst, und als solche sollte man sie rezipieren." (Torsten Rasch, Komponist, Rolling Stone 12/2011, S. 102)

  • Bin gespannt ob das Video zu Zeig Dich nun am 28. erscheint.. Oder ob es tatsächlich gecancelt wurde.. Wie ja mal Gerüchteweise gesagt wurde...

    Wo kommt jetzt der 28. her?

    Das große Glück erscheint selten.

    Nur die Hoffnung ist unser Glück des Alltags und das Ende all unserer Sehnsüchte ist leider meistens nur der Tod.

  • Reine Vermutung aufgrund der letzten 3 Videos. Die immer in der letzten Woche des Monats, Donnerstags erschienen sind..

    Hmm, ich war bei der Premiere von "Ausländer" und das war ein Dienstag :/

    Das große Glück erscheint selten.

    Nur die Hoffnung ist unser Glück des Alltags und das Ende all unserer Sehnsüchte ist leider meistens nur der Tod.

  • Also wenn es tatsächlich am 28. kommen sollte, dann aber bitte wie in Gelsenkirchen mit Übertragung im Stadion.

    Bin dann nämlich in Paris :love:


    Achja, und der 28. ist ein Freitag, kein Donnerstag.