Rammstein (Album 7) // VÖ 17.05.2019

  • xbrownstonex - Über diesen Artikel bin ich eben auch schon gestolpert, alles etwas wirr, aber ich muss sagen, "Rammstein sind ein Rülps Germanias" ist wohl der großartigste Satz, den ich jemals über diese Band lesen werde.

    „Könnte es sein, dass Alter und Erfahrung mit Intelligenz und moralischer Reife wenig oder gar nichts
    zu tun haben? Dass es auch nichts hilft, tausend Jahre alt zu werden, wenn man blöde geboren wurde?“


  • Meine Bestellung wurde auch vom Shop "versendet". Aber dass dort steht "Die Sendung wurde elektronisch übermittelt" heißt nur, dass die die Paketmarken online gekauft haben. Da ist noch nichts versendet.

    05.12.2011 - ISS Dome, Düsseldorf, Deutschland (Rammstein)

    09.07.2016 - Waldbühne, Berlin, Deutschland (Rammstein)

    24.05.2019 - Veltins-Arena, Gelsenkirchen, Deutschland - Tourprobe (Rammstein)

    27.05.2019 - Veltins-Arena, Gelsenkirchen, Deutschland (Rammstein)

    10.07.2019 - Stade Roi Baudouin, Brüssel, Belgien (Rammstein)

    06.02.2020 - Palladium, Köln, Deutschland (Lindemann)

  • In dem Artikel vom "Spiegel" und auch in anderen Rezensionen steht aber, dass es sich bei "Ausländer" um ein Lied über einen Gigolo handelt, der in fremden Ländern auf Frauensuche für eine Nacht ist. Passt nicht ganz zu der erwarteten politischen Thematik. ;)


    Ist letztlich auch gut so. Ob sie das damals geteilt haben, weiß ich nicht. Aber weder steht es einer Band mit künstlerischem Anspruch gut an, sich zum Sprachrohr der politisch regierenden Klasse zu machen, noch ist es sehr sinnvoll, Fans, die solche politischen Aussagen nicht so toll finden, zu vergraulen, nur um sich bei anderen (die oft die Musik nicht mal gern haben) lieb Kind zu machen. Nur meine Meinung. :)

    Ich tippe auch eher auf andere Songs der Platte.


    Sie haben es damals bewusst geteilt. So gesehen haben sie sich politisch geäußert. Rammstein könnte es sich leisten sie Idioten unter den Fans auszusortieren. Hat Lindemann mit dem Hafti Track auch ein wenig getan.

  • HowardMoon : aber sie brauchen es nicht, sie haben es oft genug getan und wer es dann nicht rafft, ist eh die Mühe nicht wert. Deutlicher als Aussagen wie die von Flake, dass er gerne ne DDR 2.0 mit Gysi aufgebaut hätte, oder Till über den Spaß daran, Nazis zu klatschen, wirds wohl nicht mehr. Nach all den Jahren müssen sie sich für nichts mehr rechtfertigen, für das sie sich schon tausend mal gerechtfertigt haben. Dieses immerwährende "sich-von-XY-distanzieren" hat nie jemandem was gebracht, denn wenn man anfängt, das aktiv zu machen, gesteht man den ewigen Nörglern Relevanz und Aufmerksamkeit zu.

    „Könnte es sein, dass Alter und Erfahrung mit Intelligenz und moralischer Reife wenig oder gar nichts
    zu tun haben? Dass es auch nichts hilft, tausend Jahre alt zu werden, wenn man blöde geboren wurde?“


  • Ich sehe es wie auch schon damals bei "Mein Land" als ein wenig "bewusste" Provokation. Ich setze das ganze deshalb in Gänsefüßchen weil die Mitglieder ja immer wieder behaupten, sie wollen gar nicht provozieren und da gehen ja die Meinungen auseinander. Man könnte ein Lied eben "Sextourismus" oder "Ausländer" nennen (gut die Beispiele waren mies, aber veranschaulichen war noch nie meine Stärke). Da würds mich nicht wundern wenn Rammstein sich sagen "Wir würgen denen nochmal eins rein"

    Vielleicht hat irgendwer ja ANSATZWEISE verstanden worauf ich hinaus will.

  • Ich tippe auch eher auf andere Songs der Platte.


    Sie haben es damals bewusst geteilt. So gesehen haben sie sich politisch geäußert. Rammstein könnte es sich leisten sie Idioten unter den Fans auszusortieren. Hat Lindemann mit dem Hafti Track auch ein wenig getan.

    Klang in den Rezensionen nicht wirklich durch das es sowas gibt. Der Welt-Fuzzi hat ja schon jeden auch nur ansatzweise interpretierbaren Halbsatz in die Richtung gedeutet und sich damit komplett blamiert weil es schlicht an den Haaren herbeigezogen ist.


    Diese Band kann und will sich nicht politisch eindeutig äussern. Wenn sie es gewollt hätten, dann hätten sie 25 Jahre Zeit gehabt es zu tun, hätten einen "Scheiss Nazis"-Song aufnehmen, durchgestrichene Hakenkreuze auf die Bühne hängen oder mit Campino bei "Rock gegen rechts" auftreten können, haben sie aber nicht. Stattdessen sind die einzigen beiden politischen Songs ganz bewusst indifferent gehalten, deshalb klingt "Links 2-3-4" wie der Soundtrack zum Wiedereinmarsch in Polen und "Deutschland" zeigt ein kritisches, aber auch zerrissenes Bild mit dem sich auch politisch rechts der Mitte stehende Fans durchaus identifizieren können.


    Die Jungs wissen genau das sie in dem Moment, wo sie sich politisch eindeutig äussern, nicht nur "die Idioten unter den Fans aussortieren", sondern ihre Aura mit einem Schlag unwiederbringlich zerstören, denn natürlich, so ehrlich sollte jeder sein, macht das Kokettieren mit diesen Dingen einen guten Teil des Erfolgs aus, weil auch heute noch die Leute die Augenbrauen hochziehen wenn es um Rammstein geht, weil es immer was zu diskutieren gibt und der Feuilleton sich in wilden Theorien und Deutungsversuchen ergehen kann, eben weil es immer diesen Restzweifel gibt, den man mit Leichtigkeit längst hätte ausräumen können.

  • Deutlicher als Aussagen wie die von Flake, dass er gerne ne DDR 2.0 mit Gysi aufgebaut hätte

    Das könnte man genauso verurteilen, nicht wahr? Insofern ist "Idioten verprellen" eh eine zweischneidige Angelegenheit.

    Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein


  • Ich bin mal gespannt, wann meine Bestellung in Schweden eintrudelt. Wird wohl mit FedEx versendet, hat da allgemein schon jemand Erfahrungen mit?

    29.11.2009: Köln; 06.06.2010: Rock am Ring; 09.07.2016: Berlin; 18.08.2019: Oslo; 27.07.2020: Trondheim

  • Album oder zumindest Teile des Albums sollen geleakt worden sein. Mehr Informationen gebe ich aber nicht weiter, da ich selbst nicht mehr habe.

  • Herrgott noch mal, hier wird aus lauter Sentimentalität ja kein einziges "aber" gegen die eigene Lieblingsband zugelassen. So wie Rammstein nun mal ihre Brötchen damit verdienen, über Inzest, Mösen und gebrochene Männerherzen zu singen, verdient ein Redakteur im Feuilleton sein Geld eben mit kritischen Beiträgen. Schon mal dran gedacht, dass die Einschätzung eines Kritikers ganz notwendigerweise anders ausfallen muss als die eines Fans? Dass er einen ganz anderen Erfahrungsschatz und somit ein ganz anderes Referenzniveau hat? Dass er sich das Album unter Umständen niemals freiwillig angehört hätte? Bei aller Fan-Liebe -- die Schaffensfreiheit, die man der Band zugesteht, sollte man einem Redakteur nicht absprechen.

    All the black is really white if you believe it.